Forschungspreise vergeben

Die Preisträger*innen des Pannonia Research Awards 2024: v.l. Stefan Gass, Sonja Koscholitz, Claudia Maier, Sabine Hoffmann, Tanja Jurasszovich, Michael Prodinger und Selina Osztovics mit FH Burgenland Geschäftsführer Georg Pehm.

Im zwei-Jahres Rhythmus verleiht die FH Burgenland den Wissenschaftspreis Pannonia Research Award. Geehrt werden damit Forscherinnen und Forscher und ihre innovativen Projekte. Die Hochschule verlieh außerdem Preise an Mitarbeiter*innen sowie einen Gender & Diversity Award. Den Sonderpreis sponserte wieder die Hochschul-Stadt Pinkafeld.

Eisenstadt, 25. Juni 2024 – E-Mobilität stellt eine Herausforderung für unsere Stromnetze dar. Wie können wir dieser begegnen? Oder: Die medizinische Dokumentation „frisst“ viel wertvolle Zeit des an sich schon belastenden Gesundheitspersonals. Wer kann diese Aufgaben übernehmen? Das sind die Themen von zwei im Rahmen des Pannonia Research Awards ausgezeichneten Arbeiten. Sichtbar wird: Wissenschaft und Forschung beschäftigen sich mit Herausforderungen, die unser aller Leben betreffen. Zahlreiche hervorragende Arbeiten wurden an der FH Burgenland wieder für den renommierten Forschungspreis eingereicht. Expert*innen bewerteten diese im Double-Blind-Verfahren.

„An der FH Burgenland entstehen laufend zukunftsweisende Innovationen“, so Georg Pehm, Geschäftsführer der Hochschule. „Die beeindruckendsten Ideen zu würdigen, das ist die Rolle des Pannonia Research Award.“ Mit dem Award werden seit 2007 herausragende Arbeiten zum Thema „Regionale und europäische Zukunftsfragen“ in den Departments Energie & Umwelt, Gesundheit, Informationstechnologie, Soziales und Wirtschaft vor den Vorhang geholt.

Die ausgezeichneten Beiträge wurden mit jeweils 500 Euro prämiert und in einem Sammelband publiziert, der an der FH erhältlich ist. Den Sonderpreis lobte die Hochschul-Stadt Pinkafeld aus.

Hier eine Übersicht der Preisträgerinnen und Preisträger 2024

PANNONIA RESEARCH AWARD“ FORSCHER*INNEN
„Bidirektionales Laden: Akzeptanzmerkmale im Scheinwerferlicht“ von Tanja Jurasszovich und Claudia Maier

Die Integration von bidirektionalem Laden und Vehicle-to-Grid Anwendungen in die E-Mobilität ist ein Weg, Strom aus erneuerbaren Energiequellen effizienter zu nutzen und in weiterer Folge die Netzstabilität zu fördern. Auch Nutzer*innen können von dieser Technologie profitieren, indem sie ihre E-Autos als Stromspeicher nutzen können oder für Strom, den sie aus dem E-Auto ins Netz einspeisen, vergütet werden. Die Arbeit verdeutlicht, dass die Entwicklung von nutzer*innenorientierten Geschäftsmodellen für bidirektionale Ladeprozesse einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Kurzbios der Autorinnen unten.

 

SONDERPREIS DER STADT PINKAFELD
„Die medizinisch-pflegerische Dokumentation in Österreichs Gesundheitswesen“ von Selina Osztovics

Umfangreiche Dokumentationsaufgaben, gesetzliche Vorgaben sowie ungenügende IT-Lösungen nehmen viel Zeit in Anspruch, die dem Gesundheitspersonal im Versorgungs- und Pflegeprozess oftmals fehlt. Dahingehend gilt es, besondere Lösungsansätze und Strategien zu wählen, um eine Entlastung beim Gesundheitspersonal bezüglich Dokumentationstätigkeiten zu ermöglichen. Aus den Ergebnissen geht hervor, dass zahlreiche

Maßnahmen angewendet werden können, um den Prozess der Dokumentationstätigkeit zu verbessern. Allen voran der Einsatz von medizinischen Dokumentationsfachkräften. Kurzbio der Autorin unten.

GENDER & DIVERSITY AWARD
„Barrierefreiheit ostösterreichischer Fachhochschulwebsites (Bachelorarbeit)“ von Stefan Gass

Diese Arbeit widmet sich dem Thema Barrierefreiheit im Web und legt dabei den Fokus auf ostösterreichische Hochschulwebsites. Ziel der Arbeit ist es, die Websites ausgewählter Fachhochschulen im Rahmen einer empirischen Prüfung eingehend zu überprüfen und so ihren individuellen Barrierefreiheits-Status zu ermitteln. Die Prüfung hat ergeben, dass noch viel Aufholbedarf gegeben ist. Kurzbio des Autors unten.

MITARBEITER*INNENAWARD
„Das Office Brain: Innovatives Wissensmanagement für mehr Effizienz im Office“ von Sonja Koscholitz und Sabine Hoffmann

Das Office Brain ist ein persönliches Wissensmanagementtool, das dabei helfen soll, Wissen schneller auffindbar und nutzbar zu machen. Dieses Tool wurde von Sabine Hoffmann (Wissen) und Sonja Koscholitz (Dokumentation) erstellt, um den Kolleginnen des Studiengangsmanagements des Departments Informationstechnologie eine Vielzahl an weiterführenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Kurzbios der Autorinnen unten.

„Lernen von Morgen: Virtuelle Welten nutzen“ von Michael Prodinger

In einer sich stetig wandelnden Welt und im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung befinden sich die Bildungsinstitutionen in einer grundlegenden Transformation. Diese Veränderungen betreffen insbesondere die Hochschulbildung, wo die Grenzen von Zeit und Raum zunehmend verschwimmen. In diesem Zusammenhang schlägt der Autor die virtuelle Lernumgebung MeetYoo vor, die eine herausragende Rolle in der Weiterbildung spielen kann. Kurzbio des Autors unten.

Bei Interesse an mehr Informationen zu den Arbeiten, schreiben Sie mir bitte unter christiane.staab(at)fh-burgenland.at

Kurzbiographien

Ing. Stefan Gass, BSc., geboren 1992 im nördlichsten Teil Niederösterreichs. Er absolvierte seine Matura an der HTL für Lebensmitteltechnologie in Hollabrunn. Knapp ein Jahrzehnt war er als Qualitätsmanager in der Lebensmittelbranche tätig. Von Kindheit an fasziniert von Technologie und Computern aller Art, beschloss er, seine Leidenschaft fortan zum Beruf zu machen. Dies führte ihn zum Studium Software Engineering und vernetzte Systeme an der FH Burgenland, wo er mit ausgezeichnetem Erfolg graduierte. Heute hat er als Webentwickler in der Kulturbranche seinen beruflichen Platz im Leben gefunden.

Sabine Hoffmann aus Wulkaprodersdorf ist seit 1997 an der FH Burgenland tätig und leitet das Studiengangsmanagement des Departments Informationstechnologie, das in drei Bachelor- und vier Masterstudiengängen mehr als 700 Studierende betreut. Ihr Interesse gilt der Optimierung von Prozessen speziell im eigenen Arbeitsumfeld. Durch ihre langjährige Erfahrung an der FH Burgenland liefert sie wichtige Inputs bei der Digitalisierung von administrativen Abläufen an der gesamten Institution. So hat Sabine Hoffmann bereits zwei Mal den MitarbeiterInnen Award gewonnen.

Mag. Tanja Jurasszovich, BSc MSc ist Researcherin der Forschung Burgenland. Sie war langjährig als makroökonomische Expertin für Teilbereiche der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen und für verteilungsrelevante Fragestellungen am Schnittpunkt von makro- und mikroökonomischer Einkommensdaten tätig. Ihre jetzigen Forschungstätigkeiten umfassen gesamtwirtschaftliche Fragestellungen sowie sozioökonomische und soziale Aspekte zum Thema Energiewende.

Mag. (FH) Sonja Koscholitz absolvierte den Fachhochschul-Studiengang „Informationsberufe“ an der FH Burgenland. Nach einigen Arbeitsjahren führte es sie 2020 wieder zurück an die FH Burgenland ins Department Informationstechnologie. Dort ist sie für die Organisation des Bachelorstudiengangs Software Engineering und vernetzte Systeme, der ebenfalls 2020 startete, verantwortlich. Aufbereitung von Informationen, interne Prozessoptimierung, sowie strukturierte Arbeitsabläufe zählen zu ihren Interessen.

Claudia Maier, BA MA ist Hochschullehrende an der Fachhochschule Burgenland. Ihre Fachbereiche sind Marketing, Forschungsmethoden und Gender & Diversity. Außerdem leitet sie die Stabsstelle Gender & Diversity an der Fachhochschule Burgenland und setzt sich für Inklusion auf allen Ebenen der Organisation ein. Ihre Forschungsaktivitäten umfassen sozialwissenschaftliche Fragestellungen, Diversity und Partizipationsmethoden rund um das Thema Klimawandel und Energiewende.

Selina Osztovics, BA MSc hat ihre beiden Studien an der FH Burgenland absolviert und ist seit 2021 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Department Gesundheit der FH Burgenland tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen „Betriebliche Gesundheitsförderung, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Evaluation von Gesundheitsinterventionen im Bereich der Gesundheitsförderung“. Außerdem übernimmt sie Lehrtätigkeit im Bereich „Wissenschaftliches Arbeiten“.

Ing. Michael Prodinger, BEd MEd MBA MA absolvierte eine klassische landwirtschaftlichen Ausbildung bis hin zum Lehramt für agrarische mittlere und höhere Schulen an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien. Er absolvierte den MBA Projekt- und Prozessmanagement an der FH Burgenland Weiterbildung und den Masterstudiengang E-Learning und Wissensmanagement an der FH Burgenland. Seit 2023 ist er als E-Learning Spezialist an der FH Burgenland tätig und bringt sein Wissen auch in Lehrveranstaltungen ein. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an der FH Oberösterreich in den Bereichen Fachdidaktik und Bildungsmanagement.

Mehr Informationen zu den Studiengängen der FH Burgenland und die Möglichkeit zur Anmeldung für einen Restplatz in einigen Studiengängen unter www.fh-burgenland.at

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab@fh-burgenland.at


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