Aktion des Bündnis Nachhaltiger Hochschulen

Das Bündnis Nachhaltiger Hochschulen umfasst 13 Fachhochschulen, die sich in konstantem Austausch im Sinne der Nachhaltigkeit befinden. Anlässlich des internationalen Earth Day am 22. April 2022 bieten die Hochschulen ein umfassendes online Programm rund um Themen wie Biodiversität, Naturschutz, nachhaltigem Konsum, Energieversorgung oder Kreislaufwirtschaft. Die Expert*innenbeiträge sind öffentlich zugänglich und sollen zur Bewusstseinsbildung beitragen, wie auch Lösungsansätze für ein nachhaltigeres Leben aufzeigen.


Programm:

08:30 - 08:50 FH Burgenland
Auftakt - Youtube Link | Präsentation (pdf)

09:00 - 09:20 FH Kärnten
Biodiversitätskrise und Planetare Grenzen - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Eine kurze Einführung in das Thema Biodiversität mit den wichtigsten Fakten dazu.
Wieviele Arten kennen wir überhaupt, und welche sind vom Aussterben bedroht oder in jüngerer Zeit schon ausgestorben?
Zusätzlich werden die 9 Planetaren Grenzen des Stockholm Resilience Center und die Rolle der Biodiversität darin beleuchtet.

09:30 - 09:50 FH Kärnten
Schutzgebiete und Naturschutz zur Bewältigung der Biodiversitätskrise - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Welche Rolle spielen Schutzgebiete zum Erhalt von Arten und was können Naturschutzmaßnahmen dazu beitragen?
Dazu bietet die FH-Kärnten zwei Weiterbildungsformate an, die sich dem Thema in unterschiedlichen räumlichen Skalen widmen. Der Lehrgang Management of Conservation Areas fokussiert auf den größeren Rahmen der weltweiten Schutzgebiete, die eine wichtige Funktion zur Bewältigung der Biodiversitätskrise einnehmen. Der Zertifikatslehrgang zur Naturschutzfachkraft baut Kompetenzen auf, um Biodiversität bei Mittel- und Kleinprojekten zu fördern. Auch vorgestellt wird ein Insektenhotel-Bausatz.

10:00 - 10:20 IMC FH Krems
Wie leben wir nachhaltiger? Kooperation und Solidarität für nachhaltigen Konsum - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Einblicke in aktuelles Forschungsprojekt der IMC FH Krems zu Nachhaltigem Konsum und den Fragen, welchen Einfluss alternative Konsumnetzwerke wie Lebensmittelkooperativen, solidarische Landwirtschaft oderTauschvereine auf nachhaltige Entwicklung und Regionalentwicklung haben.

10:30 - 11:00 Technikum Wien
Leben in einer Plastikwelt - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Plastik ist omnipräsent, man findet es überall. Es ist im Boden, in Gewässern, in der Luft, und selbst in Lebensmittel findet man Mikroplastikpartikel. Der Großteil davon ist persistent und kann nicht abgebaut werden. Es zerfällt allerdings in immer kleinere Teilchen, die aufgrund der vergrößerten Gesamtoberfläche vermehrt Schadstoffe binden können. Außerdem können sich potenziell toxische Additive aus den Kunststoffpartikel lösen und in die Umwelt gelangen.
In einem von der Stadt Wien geförderten Projekt widmet sich das TechnikumWien dieserThematik und untersucht mögliche Risiken von Mikroplastik für Mensch und Umwelt anhand von geeigneten Modellsystemen, die sich entlang der Nahrungskette bewegen.

11:15 - 12:00 FH Burgenland
Bildet: Nachhaltigkeit - Youtube Link | Präsentation (pdf)
How to… Nachhaltigkeit an unterschiedliche Zielgruppen vermitteln:

  • Nachhaltigkeit verstehen: Fakten im Vergleich (Josefine Kuhlmann)
  • Nachhaltigkeit leben: Workshop aus dem Projekt „Burgenland: nachhaltig, klimaschonend und umweltbewusst“ (Anna Fartek, Julia Kornfehl)
  • Nachhaltigkeit durchdenken: das CloudEARTHi Projekt will Sustainable Entrepreneurship in den Köpfen etablieren (Alexandra Baldwin)

12:15 - 12:45 FH Burgenland
Vernetzte Systembewertung von nachhaltiger Energieversorgung - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Einblicke in die geplanten Arbeiten zum neu gestarteten Josef Ressel Zentrum — innerhalb es Zentrums wird eine Methode zur Nachhaltigkeitsbewertung von thermischen Energiesystemen entwickelt. Der Fokus liegt sowohl auf technischen, wie auch ökologischen, sozialen und ökonomischen Kriterien.

----- Mittagspause -----

13:45 - 14:00 FH Burgenland
Earth Day Aktionen - Youtube Link

  • MCI | The Entrepreneurial School: Earth Day Event | Präsentation (pdf)
  • FH Kärtnen: Insekten Hotels (Bildergalerie darunter)
  • FH Kufstein: Podcasts
  • FH Burgenland: Biodiversität steigern (Bildergalerie darunter)

14:00 - 14:20 Technikum Wien
Wasserzufuhr für den Neusiedlersee — Chance oder Risiko - Youtube Link | Präsentation (pdf)
„Der austrocknende See“ — der niedrige Wasserstand im Neusiedler See bedroht den Tourismus und die Landwirtschaft. Maßnahmen wie eine Wasserdonation werden seit Jahren diskutiert. Aber kann die geplante Wasserzufuhr das Problem langfristig lösen? Welche Auswirkungen sind auf den einzigartigen Lebensraum des Steppensees mit hoher Artenvielfalt und leichter Salzkonzentration zu erwarten? Ein Nationalpark und ein UNESCO Welterbe stehen ebenfalls auf dem Spiel. Wir untersuchen den Chemismus des Sees, die Rolle des Grundwasserspiegels und beleuchten wie der Klimawandel und die Ausbreitung des Schilfs die Verlandung vorantreibt? Eine Balance zwischen Tourismus, Landwirtschaft und der Ökologie des Sees soll die existenzielle Grundlage der Bevölkerung sichern.

14:30 - 14:50 IMC FH Krems
Gehen uns die Rohstoffe aus? Mit Algen seltene Erden aus Abwasser gewinnen - Youtube Link | Präsentation (pdf)
Dieser Beitrag bietet Einblicke in ein aktuelles Forschungsprojekt der IMC FH Krems, bei dem an einer nachhaltigen und biologischen Wiedergewinnung von umweltbedenklichen Stoffen aus Elektronikabfall und Abwässern geforscht wird.

15:00 - 15:20 FH Kufstein
Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft als Chance zur nachhaltigen Wirtschaft - Youtube Link
Im Rahmen der LV Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft arbeiteten Studierende an den Themen Verlust an Biodiversität, Land- und Waldzerstörung, Überdüngung, und Klimaerwärmung (dazu gibt es auch 4 Podcasts zum nachhören)

15:30 - 16:15 FH Campus Wien
Soziale Arbeit im Spannungsfeld der planetaren und sozialen Grenzen - Youtube Link
Welchen Impact kann Soziale Arbeit zur Einhaltung der planetaren und sozialen Grenzen im Sinne der Doughnut-Economy leisten? Wie können diese Themen in die Arbeit mit Klient*innen einfließen? Welche Ansatzpunkte gibt es seitens der Sozialorganisationen, sich mit der eigenen Verantwortung für diese Grenzen auseinanderzusetzen. Wie spielen planetare und soziale Grenzen gemeinsam eine Rolle?
Fachgespräch mit Praxisvertreter*innen aus Deutschland und Österreich: Wolfgang Kramer, Verein Dialog, Thorsten Garske & Nina Hofmann, Sozialwerk St. Georg (Deutschland) Hemma Hollergschwandtner, Wien Work, 
Moderation: Peter Stepanek, FH Campus Wien, Masterstudium Sozialwirtschaft und Soziale Arbeit, Projektleiter eco3.

16:30 - 16:50 FH Burgenland
An Introduction to Environmental and Sustainable Social Work - Youtube Link
Im Rahmen der Lehrveranstaltung "Scientific English and International Research" reflektieren Studierende über aktuelle Forschungstrends im Bereich der Sozialen Arbeit. World Social Work Day steht in diesem Jahr unter dem Motto Co-building
a New Eco-Social World: Leaving No One Behind.
Neben der Analyse aktueller Forschung im Bereich Eco SocialWork denken die Studierenden auch über Earth Day und die Bedeutung des gemeinsamen Sustainability Day nach und nutzen soziale Medien, um auf das Konzept der Environmental SocialWork/ Sustainable SocialWork aufmerksam zu machen und zu zeigen, was Sozialarbeiter*innen tun können, um Nachhaltigkeit zu unterstützen.

17:00 - 17:15 FH Burgenland
Abschluss - Youtube Link


Das Bündnis Nachhaltige Hochschulen leistet Beiträge zu SDG 17.16 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele), und der gemeinsame Sustainability Day insbesondere zu SDG 4.7 (Hochwertige Bildung):

17.16 Partnerschaften für nachhaltige Entwicklung ausbauen, ergänzt durch Multi-Akteur-Partnerschaften zur Mobilisierung und zum Austausch von Wissen, Fachkenntnissen, Technologie und finanziellen Ressourcen, um die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

4.7 Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.