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10. Mai 2019

Im zweiten Teil unserer Blogreihe "eat, talk, laugh!" durfte ich Verena Dirnberger, aus dem Bachelorstudiengang Soziale Arbeit am Ostermontag zu Hause besuchen und sie ein bisschen über ihre Studienmotivation, ihr Leben abseits der FH und ihre Pläne für die Zukunft ausfragen.

Verena Dirnberger, ist 26 Jahre alt und studiert im 6. Semester des Bachelorstudiengangs Soaziale Arbeit. Im Burgenland aufgwachsen, zog es sie nach der HTL Baden in die große weite Welt und sie arbeitete in Großbritannien als Aupair. Wie das Leben so spielt, wurden aus dem geplanten sechs monatigen Aufenhalt ganze zwei Jahre, ein College Abschluss am Dundee & Angus College, ein Patenkind, großartige Lebenserfahrung und weltweite Freundschaften.

Liebe Verena, vielen Dank, dass du dir extra zu Ostern die Zeit nimmst und dich von mir interviewen lässt! Damit ich dir nicht zu viel von deinem Ostermontag wegnehme, würde ich sagen, ich leg' gleich mal los. Damit wir dich als Person noch ein bisschen kennenlernen können: Was war dein Traumberuf als Kind und was hat dich dazu bewegt das zu tun, was du heute tust?

Verena: Da fängst du aber gleich mit einer schwierigen Frage an… Was wollte ich als Kind werden? Mhm... eigentlich wollte ich immer Formel 1-Fahrerin werden. Doch als ich 14 Jahre alt war, haben mich dann viele verschiedene Dinge interessiert und ich war mir eigentlich nicht mehr sicher, was ich machen wollte, so bin ich dann in die HTL Baden gegangen, wo ich schließlich in Bautechnik maturiert habe. So sehr ich die Inhalte, die Schwerpunkte, die Lehrer, die Zeit und die Schule auch geliebt habe, wusste ich jedoch, dass ich in diesem Zweig auf Dauer nicht richtig war.

Und wo hat es dich dann hinverschlagen?

Verena: Nach der Matura entschied ich mich, ins Ausland zu gehen um mir eine Bedenkzeit zu nehmen, und ging dann nach Großbritannien als Aupair. Ursprünglich hätte ich nur einen Aufenthalt von 6 Monaten geplant. Doch wie es mit Plänen so ist, wurden dann 2 Jahre daraus, ein College Abschluss am Dundee & Angus College, ein Patenkind in England, eine großartige Lebenserfahrung und weltweite Freundschaften. Jetzt studiere ich im Bachelor Soziale Arbeit an der FH Burgenland.

 

 

Wow. Das klingt ja richtig spontan eigentilch. War das deine spontanste Aktion?

Verena: (lacht) Nein, die werde ich diesen Sommer nach meinem Abschluss machen! Ich werde mir einen spontanen Last Minute Urlaub einen Tag vor Abreise buchen, egal wohin!

 

Ich würde sagen, das ist auch dem Anlass entsprechend angemessen! :) Weil wir gerade bei Reisen sind: Angenommen du hättest einen Privatjet, wohin würde die Reise gehen?

Verena: Ach jede Woche wo anders hin….. am besten zu den Freunden, die weit weg wohnen und die ich nicht oft sehen kann…. Aber auf alle Fälle zu jedem Formel 1 Rennen … (lacht) bisschen was muss ja vom Kindheitstraum und ursprünglichen Berufswunsch übrig bleiben.

 

Praktische Erfahrungen

 

Jetzt haben wir ja einiges über dich als Person und auch ein bisschen von deinen ursprünglichen Plänen erfahren. Kommen wir mal zum Hier und Jetzt. Ihr habt ja im Studium mehrere Praktika. Für welche Bereiche hast du dich denn entschieden und warum genau diese?

Verena: Mich hat es grundsätzlich in das Handlungsfeld der Kinder, Jugend und Familien verschlagen. Genauer gesagt war ich zwei Wochen einem Frauenhaus, vier Wochen direkt bei der Kinder und Jugendhilfe, und 14-Wochen in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Zusätzlich habe ich ein freiwilliges Praktikum in einem Krankenhaus im Bereich der Klinischen Sozialarbeit auf der Palliativ- und Krebsstation gemacht.

Puh...warum diese?  Ganz ehrlich dachte ich zu Beginn des Studiums, dass das Handlungsfeld der Kinder, Jugend und Familie für mich das einzig Spannende wäre. Komischerweise blüht mein Interesse gegenüber neuen Handlungsfeldern leider erst jetzt gegen Ende des Studiums auf. 

 

Ich habe ja selbst letztes Jahr erst meinen Bachelor abgeschlossen und mich auch quer durch die Handlungsfelder erprobt. Deinem letzten Satz nach zu urteilen würde ich sagen, du möchtest deine Erkenntnis auch jenen zukünftigen Studierenden mitgeben?

Verena:  Ja, ich würde wirklich jedem anraten, sich nicht auf ein Feld zu fixieren, sondern während des Studiums die Chance zu nutzen, die unterschiedlichen Felder kennenzulernen. Schließlich muss man sich ja noch nicht im Studium festlegen und kann hier einfacher in die Handlungsfelder schnuppern, als wenn man bereits abgeschlossen hat. 

 

 

Zielgerade

 

Du befindest dich ja nun schon in der Zielgeraden und hast demnächst das Ende des Studiums erreicht. Man munkelt ja, dass das Ende immer am stressigsten ist. Was tust du, um dich zu entspannen?

Verena:  LAUFEN!!! Das beste Mittel, um den Kopf klar zu bekommen zwischen den Lernpausen und eine Tasse Tee hilft immer. (lacht) Vermutlich noch ein Überbleibsel aus meiner Zeit in Großbritannien: „the answer is a cup of tea“

 

Nun, du schreibst ja gerade an deiner zweiten Bachelorarbeit. Welches Thema hast du dir da ausgesucht?

Verena: Das Thema handelt vom öffentlichen Bild, beziehungsweise der Wahrnehmung von Mutter-Kind-Einrichtungen und wo sich Diskrepanzen zu den tatsächlichen methodischen Konzepten ergeben. Ich habe eben ein Praktikum in diesem Bereich gemacht, und habe dann realisiert, dass sich niemand in meinem Freundes oder Familienkreis etwas darunter vorstellen kann. Daher möchte ich mit meiner Bachelorarbeit nicht nur Personen ansprechen, welche in der Sozialen Arbeit und in der Sozialpädagogik tätig sind, sondern auch Personen die nichts mit dem Sozialbereich zu tun haben um ihnen diese Profession näher zu bringen.

 

Das klingt sehr interessant! Ich gehe der Annahme du wirst uns noch nichts über deine ersten Erkenntnisse erzählen können, aber: Wo fühlst du dich denn in Anbetracht der aktuellen Situation produktiv?

Verena: Zu Hause, wenn ich in meinem Bett sitze oder auf dem Sofa, neben mir eine Tasse Tee oder Kaffee und am Laptop arbeite. Ich kann beispielsweise überhaupt nicht am Schreibtisch sitzen und dort arbeiten oder lernen.

Das ist wirklich  spannend, denn ich muss mich selbst immer dazu zwingen, mich vor den Schreibtisch (oder besser gesagt unseren Esstisch) zu setzen, damit ich auch wirklich was mache. Lediglich lesen geht im Bett oder auf der Couch. 

Verena: Nein,  das geht sonst wirklich nicht.  Für mich ist das so eine gezwungene und unentspannte Situation.

 

Auch irgendwie verständlich. So ich möchte dich eigentlich an diesem Feiertag nicht weiter aufhalten, jedoch würde mich, und hoffentlich auch die LeserInnen interessieren: Was hat dir an der Ausbildung/dem Studium schlußendlich am meisten gefallen?

Dass die Ausbildung so viele Handlungsfelder abdeckt und so viele Praktika ermöglicht. So bekommt man einen guten Einblick in die Praxis. Du kannst dich in so vielen Bereichen nach dem Studienabschluss bewegen, weil es einfach unglaublich vielfältig ist.

Ich würde sagen, diese tollen Worte lasse ich zum Ende nun so stehen und wir lassen deinen Freund nicht mehr länger alleine in der Küche stehen sondern helfen ihm. Vielen Dank nochmals für das Interview, und auch für das Essen!