08. März 2022

PhD-Absolventin Julia Babirath untersuchte in ihrer Dissertation an der FH Burgenland und der Czech Univsersity of Life Sciences Prag die Auswirkungen von Terroranschlägen auf den internationalen Finanzmarkt. Aus ihrer Untersuchung geht hervor, dass die durch Terrorattacken hervorgerufenen Reaktionen an den Finanzmärkten in den letzten 20 Jahren abgenommen haben.

Eine junge Dame mit besorgtem Blick vor einem Laptop

Für ihre Dissertation im International Joint Cross-Border PhD Programme in International Economic Relations and Management der FH Burgenland analysierte Finanzexpertin Julia Babirath, welche Auswirkungen Terror auf den Finanzmarkt.

Eisenstadt, 8.03.2022 – 9/11, Nizza, Wien. Die Liste der islamistisch motivierten Terroranschläge in der westlichen Welt in den letzten 20 Jahren ist lang. Die Auswirkungen auf die Opfer, deren Angehörige und die Gesellschaft als Ganzes sind enorm. Die Finanzexpertin Julia Babirath analysierte für ihre Dissertation im International Joint Cross-Border PhD Programme in International Economic Relations and Management der FH Burgenland, welche Auswirkungen Terror auf den Finanzmarkt hat.

Es hat mich interessiert, welche Konsequenzen terroristische Marktschocks auf die Aktienkurse an den globalen Finanzmärkten haben.

Julia Babirath PhD Absolventin

Dazu definierte sie 22 Ertrags- und Volatilitätskriterien, anhand derer sie eine quantitative Analyse der Märkte durchführte.

Gewöhnung an den Börsen spürbar

Was sie herausfand, war, dass nur große und sehr dramatische Anschläge den Aktienmarkt merklich und über einen längeren Zeitraum ins Wanken bringen. „Nur Terroranschläge mit langfristigen sowie weitreichenden humanitären und wirtschaftlichen Folgen haben am Markt eine starke Resonanz der Marktteilnehmer hervorgerufen. Nach dem Terroranschlag in Wien im November 2020 haben die Investoren am Finanzmarkt keine Reaktion gezeigt.“ Die größten internationalen Auswirkungen waren nach 9/11 spürbar. Fast eine Woche lang waren damals die Börsen geschlossen, die Verluste betrugen bis zu 15%.

Die großen Marktschocks der Zukunft sieht die PhD-Absolventin aber im Nachhaltigkeitsbereich.

Ich glaube, dass wir uns zum Thema Marktschocks in den nächsten Jahren eher über Klimarisiken unterhalten werden. Darauf sollten sich die Märkte frühzeitig mit Bewältigungsstrategien vorbereiten.

Julia Babirath Studienautorin

Zur Autorin

Julia Babirath wurde 1994 geboren und lebt im Burgenland. Sie absolvierte einen Bachelorstudiengang zu Banking and Finance und einen Masterstudiengang zu Quantitative Asset and Risk Management an der FH des bfi Wien. Beruflich sammelte sie Erfahrungen als Aktienhändlerin bei Raiffeisen und bei Goldman Sachs in Frankfurt. Seit Herbst 2021 ist sie bei BlackRock, dem größten Vermögensverwalter der Welt, im Sales Bereich tätig. Nebenberuflich lehrt sie an der FH des bfi Wien. Ihr Doktoratsstudium absolvierte sie an der FH Burgenland und der Czech Univsersity of Life Sciences Prag.

Facts zu den PhD Programmen

Seit Herbst 2014 läuft an der FH Burgenland ein Joint Cross-Border Doktoratsprogramm in International Economic Relations and Management in Kooperation mit internationalen Partneruniversitäten. Das postgraduale Angebot wurde mittlerweile um das PhD Programm in Educational & Communication Sciences erweitert. Beide Doktoratsprogramme werden vollständig in englischer Sprache geführt. Der erworbene akademische Titel ist in Österreich, in der gesamten europäischen Union und weltweit anerkannt. Das erste Studienjahr verbringen die Studierenden an der FH Burgenland in Eisenstadt. Danach werden sie je nach gewähltem Forschungsgebiet für das zweite und dritte Studienjahr an eine Partnerhochschule entsandt. Das Studium umfasst 180 ECTS Punkte, das entspricht in etwa 4.500 Arbeitsstunden über die Dauer von mindestens drei bis fünf Jahren.

Informationen zu den Studiengängen der FH Burgenland unter www.fh-burgenland.at, der InfoLine 05 7705 3500. Eine Anmeldung für alle Studiengänge ist online bereits möglich.

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail:christiane.staab[at]fh-burgenland.at