01. März 2022

Hochschule stellt Austausch-Programme mit der Russischen Föderation unter Putin-Regime ein. Unterstützung für Student*innen aus der Ukraine.

Eisenstadt, 28. Februar 2022. | „Die FH Burgenland verurteilt die russische Invasion in die Ukraine auf das Schärfste und erklärt sich solidarisch mit allen, die unter dieser kriegerischen Aggression leiden.“ – Das teilte heute die Hochschulleitung in einer Aussendung mit. Die FH Burgenland unterstütze mit ihren Möglichkeiten die internationalen Sanktionen gegen Russland und werde daher alle ihre Austauschprogramme aussetzen. Zudem ersuche man alle Hochschulangehörigen, sich in Hilfsprogrammen für die Bevölkerung in der Ukraine und für Flüchtlinge aus der Ukraine zu engagieren.

Die FH Burgenland habe sich seit ihrem Bestehen stets dafür eingesetzt, internationale Beziehungen in die Russische Föderation für grenzüberschreitende Begegnungen von Studierenden und Wissenschaftler*innen aufzubauen und zu pflegen, so die Hochschulleitung. Man habe diese Bemühungen auch als einen Beitrag für eine friedliche Entwicklung in Europa verstanden. Der Überfall auf die Ukraine durch das Putin-Regime breche Völkerrecht und koste vielen Menschen das Leben. Dies verurteile man scharf und beteilige sich an Sanktionen – mit den Möglichkeiten der Hochschule.

Die FH Burgenland wird mit sofortiger Wirkung ihr Double-Degree-Programm mit der Plechanow-Wirtschaftsuniversität in Moskau im Master-Studium Internationale Wirtschaftsbeziehungen aussetzen, das russisch-sprachige „Sommerkolleg“ in Moskau ersatzlos absagen, Beziehungen im Bridging Programme zur Russischen Föderation und alle weiteren bilateralen Kontakte auf institutioneller Ebene mit russischen Universitäten einstellen.

HochschulleitungFH Burgenland

Gleichzeitig werde man jedoch über die bestehenden Kanäle zu Professor*innen und Kolleg*innen an russischen Universitäten versuchen, diese bei ihrem zivilen Widerstand gegen das Putin-Regime zu unterstützen, mit Informationen internationaler Medien zu versorgen und Zugänge zu Berichten und Kommentaren aus Österreich und der Europäischen Union zu ermöglichen.

Mit den insgesamt 12 ukrainischen Studierenden und ungezählten weiteren Studierenden mit ukrainischen Wurzeln und Verwandten habe man bereits versucht, persönlich Kontakt aufzunehmen – einerseits, um Solidarität auszudrücken und andererseits konkrete Hilfe oder psychologische Unterstützung anzubieten. Zudem werde die FH Burgenland alle studienrechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Studierenden aus der Ukraine in dieser traumatisierenden Situation entgegenzukommen und eine Fortsetzung ihres Studiums zu ermöglichen.

Unterzeichnet ist die Stellungnahme der FH Burgenland von
FH-Prof. DI Dr. Gernot Hanreich, Rektor der FH Burgenland
FH-Prof.in Mag.a Dr.in Silvia Ettl-Huber, Vize-Rektorin für Forschung und Innovation
FH-Prof.in Mag.a Dr.in Bettina Schauer-Frank, Vize-Rektorin für Studienangelegenheiten
FH-Prof. Mag. Dr. Michael Roither, MBA, Vize-Rektor für Internationales
Mag. Georg Pehm, Geschäftsführer der FH Burgenland

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail:christiane.staab[at]fh-burgenland.at