22. Oktober 2021

Gleich zwei an der FH Burgenland verfasste Abschlussarbeiten wurden mit dem Franz-Bogner-Wissenschaftspreis 2020 des PRVA – Public Relations Verband Austria prämiert. Beide Arbeiten griffen für die Branche essenzielle Themen auf. Eva Hubaceks Masterarbeit zu Message Control in der ÖVP-FPÖ-Regierung von 2017-2019 wird vor allem durch die jüngsten Enthüllungen in ihrer Aktualität bestätigt. Martin Lassl forschte zur Beziehung zwischen PR und Journalismus am Beispiel des Sektors Radio/Musik.

Harald Wimmer, Studiengangsleiter FH St. Pölten, Martin Lassl, Wissenschaftspreisträger Kategorie Hochschullehrgänge (1. Platz), Sabine Fichtinger, Lehrgangsleiterin PR & Kommunikationsmanagement FH St. Pölten/FH Burgenland und Michael Roither, Betreuer der Arbeit und Mitinitiator des gemeinsamen Lehrgangs auf Seiten der FH Burgenland. © APA Fotoservice/Martin Hörmandinger

Eisenstadt, 22. Oktober 2021 – Bereits zum vierten Mal dürfen sich Absolventinnen und Absolventen der FH Burgenland über Wissenschaftspreise des PRVA freuen. Nach Auszeichnungen 2015 (1. Platz) und 2017 (2. Platz), gab es heuer gleich zwei Prämierungen. Martin Lassl belegte den ersten Platz mit seiner Masterarbeit „Der Einfluss von Musik PR auf die Musikprogrammierung im österreichischen AC-Formatradio“. Der Preis ist mit 1.200 Euro dotiert. Das Besondere: Lassl ist Absolvent des ersten Jahrgangs eines gemeinsamen Lehrgangs zu PR & Kommunikationsmanagement der FH Burgenland und der FH St. Pölten. Betreut wurde die ausgezeichnete Arbeit von Michael Roither, Studiengangsleiter an der FH Burgenland und Mit-Initiator des Kooperationsprogrammes.

Dass wir hier gleich im ersten Jahrgang derartig herausragende Ergebnisse präsentieren können, spricht für die Qualität der akademischen Aus- und Weiterbildung.

Michael RoitherFH Burgenland

Wissenschaftliche Forschung und Kooperationen wie diese seien für die Weiterentwicklung der Branche essenziell.

Der zweite Platz in der Kategorie Masterarbeiten an Fachhochschulen ging an Eva Hubacek für ihre Arbeit „Message Control - Untersuchung der strategischen Themensetzung in der ÖVP-FPÖ-Regierung 2017/2019 zur Steuerung der politischen Kommunikation“. Betreut wurde sie von Florian Haas und Michael Roither. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

PR meets Journalismus im Radio

Martin Lassl ist seit 1996 leidenschaftlicher Radiomacher und hat sowohl Berührungspunkte mit der Musikprogrammierung österreichischer Radiosender als auch mit einwirkender Musik PR, im Fachjargon ‚Musikpromotion’ genannt. „Was mir auffiel: Sowohl auf der PR- als auch auf der Radio-Seite agieren Menschen, die die Leidenschaft für Musik und ihre Vermarktung teilen, aber doch erstaunlich oft aneinander „vorbeireden“. Das war quasi die Initialzündung, um genauer hinzusehen“, erklärt Lassl. Die Ergebnisse seiner Arbeit sollen zu einer besseren Verständigung und damit zu einer effektiveren Beziehung zwischen PR und Journalismus beitragen.

Die Entscheidung der Jury freut mich umso mehr, da ich meine Arbeit auch als ,Plädoyer‘ an die PR-Forschung sehe, ganz bewusst in Nischen hineinzuleuchten, die im Schatten von Mainstream-Themen stehen.

Martin LasslPreisträger

Aktuell arbeitet Martin Lassl bei kronehit als Head of Entertainment Development. Mehr Informationen zum gemeinsamen Lehrgang zu PR & Kommunikationsmanagement der FH Burgenland und der FH St. Pölten hier.

Die Grenzen zwischen PR und Message Control

Eva Hubacek schloss den Masterstudiengang Information Medien Kommunikation (neu: Digitale Medien und Kommunikation) an der FH Burgenland ab. Für ihre Masterarbeit analysierte sie Presseaussendungen der ÖVP-FPÖ Regierung zwischen 2017 und 2019 als auch die dazugehörige Medienberichterstattung. Die Macht der Sprache in der Regierungskommunikation war für die Absolventin dabei besonders beeindruckend. „Presseaussendungen wurden überwiegend mit wenig Fremdwörtern, kurzen prägnanten Sätzen und der Vermeidung von Verneinungen geschrieben“, so ihre Beobachtung. Es sei vor allem Aufgabe der Journalistinnen und Journalisten, den Wortgebrauch der strategisch politischen Kommunikation zu hinterfragen. Hubacek konnte ihm Rahmen ihrer Untersuchung erheben, „dass der kommunikative Einfluss der Regierung in Form von Presseaussendungen überschaubar ist und Medien in diesem Hinblick immer noch eine wichtige Funktion als Gatekeeper innehaben.“ Nach drei Jahren Agenturerfahrung arbeitet Eva Hubacek nun als Account Managerin bei Ketchum Publico, einer der größten PR-Agenturen Österreichs. Mehr Informationen zum Masterstudiengang Digitale Medien und Kommunikation hier.

Über die FH Burgenland

Die FH Burgenland Unternehmensgruppe mit der FH Burgenland und ihren Tochtergesellschaften (Austrian Institute of Management, Forschung Burgenland, Akademie Burgenland), bietet derzeit an zwei Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld 11 Bachelor- und 13 Masterstudiengänge an. Derzeit studieren weit mehr als 6.000 ordentlich und außerordentlich Studierende in fünf Departments, nämlich Wirtschaft, Informationstechnologie, Soziales, Energie & Umwelt und Gesundheit, sowie in Masterlehrgängen der akademischen Weiterbildung. Bald 10.000 Absolventinnen und Absolventen in guten Positionen beweisen die hohe Ausbildungsqualität.

Mehr Informationen zu den Studiengängen der FH Burgenland finden Sie unter www.fh-burgenland.at 

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at