12. Jänner 2021

An der FH Burgenland fand man eine einzigartige Lösung zur virtuellen Zusammenarbeit und Lehre in IT Studiengängen. Lehrende und Studierende arbeiten durch ausgeklügelte Virtualisierungs-Technik an gemeinsamen Fragestellungen – so, als säßen sie gemeinsam in einem Raum.

Lektor Robert Matzinger bei der online Lehre

Moderne Technik und Infrastruktur ermöglichen optimale Rahmenbedingungen für die virtuelle Lehre.

Eisenstadt, 12. Jänner 2021 – Noch bevor es Schulen gab, lernten junge Menschen von Expertinnen und Experten durch das gemeinsame Tun – man ging „zum Meister in die Lehre“. In manchen Bereichen ist das immer noch unverzichtbar. Wie funktioniert das aber, wenn das Köpfe-Zusammenstecken und das gemeinsame Tüfteln an Lösungen durch die Corona-Pandemie unmöglich wird? An der FH Burgenland lehren IT Experten seit März 2020 in einem virtuellen IT-Labor. Die moderne Technik macht es möglich, dass Lehrende ihren Studierenden bei ihren praktischen Übungen über die Schulter schauen und sie dadurch optimal bei ihrem Lernfortschritt begleiten. Dass sich der Mehraufwand lohnt, beweisen die positiven Rückmeldungen von beiden Seiten.

LabX ermöglicht virtuelle Betreuung

Die jahrelange Erfahrung des Teams an IT Lektoren an der FH Burgenland im sogenannten „vlizedlab“ machte sich spätestens im Frühling 2020 endgültig bezahlt. Sehr kurzfristig musste die gesamte Lehre auf Distance Learning umgestellt werden. „Das funktionierte in den allermeisten Bereichen dank sehr engagierten Studierenden und Lehrenden auch reibungslos“, erklärt Departmentleiter Christian Büll. In einigen wenigen Bereichen schien eine physische Präsenz bisher jedoch unverzichtbar, zählt ein hoher Anteil an Praxisorientierung doch zu den Vorteilen eines Fachhochschulstudiums.

Mit dem LabX ist es uns nun möglich, genauso mit den Studierenden zu arbeiten, wie im physischen IT-Labor vor Ort.

Christian BüllDepartmentleiter Informationstechnologie

„Wir können in den Lehrveranstaltungen sehr komplexe Aufgabenstellungen mit den Studierenden erarbeiten“, führt Hochschullehrer und Laborleiter Robert Matzinger weiter aus. Für die meisten Übungen installieren die Studierenden eine einfache Virtualisierungsumgebung auf ihren PCs. „Wenn das nicht möglich ist, oder die Übung zu komplex dafür, gibt es auch eine Variante des Labors, die gänzlich ohne Installationsaufwand für Studierende auskommt“, so Matzinger.

Collaboration trotz Distanz erleichtert

Die Software dazu ist Open Source verfügbar und wurde aus vorhandenen Komponenten vom FH Professor selbst entwickelt. Aktuell arbeiten rund 250 Studierende in 13 Laborgruppen, betreut von zehn Lehrenden im virtuellen Labor. Sie studieren in den Bachelorstudiengängen IT Infrastruktur-Management, Software Engineering und vernetzte Systeme sowie im Masterstudiengang Cloud Computing Engineering an der FH Burgenland.

Durch die Arbeit im LabX profitieren wir alle sehr. Auch das Zusammenarbeiten mit Studienkollegen und das Lernen voneinander ist trotz Distance Learning möglich. Und wir haben auch wieder gesehen, mit wie viel Kreativität und Engagement sich unsere Lehrenden um uns bemühen.

Georg Michael PfeiferStudent

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at