27. Oktober 2020

Nach nur drei Jahren und somit in Mindestdauer haben die ersten zwei Absolventinnen des PhD Programmes in Educational and Communication Sciences an der FH Burgenland abgeschlossen. In ihren Dissertationen beschäftigen sich beide mit Fremdsprachendidaktik.

Leiterin der PhD Programme der FH Burgenland Irena Zavrl mit zwei Studierenden

Irena Zavrl, Leiterin der kooperativen Doktoratsprogramme, freut sich über die ersten beiden Abschlüsse im PhD Programm in Education and Communication. Archivbild.

Eisenstadt, 27.10.2020 – Die Burgenländerin Eva Gröstenberger und die Niederösterreicherin Edda Polz sind die ersten Absolventinnen des internationalen PhD Programmes in Educational and Communication Sciences der FH Burgenland, der erst vor drei Jahren in Kooperation mit internationalen Hochschulpartnern startete.

Ein Doktoratsstudium ist eine sehr aufwendige Angelegenheit. Die Studierenden müssen selbst publizieren und sich und ihr Thema immer wieder unter Beweis stellen. Es ist eine großartige Leistung beider Kandidatinnen in nur drei Jahren abzuschließen.

Irena ZavrlLeiterin der kooperativen Doktoratsprogramme

Mittlerweile sind 27 Studierende aus dem In- und Ausland im PhD Programm inskribiert.

Kooperation wird weiter ausgebaut

„Wir waren vor sieben Jahren Vorreiter und Pioniere in der Organisation von kooperativen, grenzüberschreitenden und internationalen Doktoratsprogrammen“, erklärt Zavrl. Mit zehn internationalen Partnerhochschulen kooperiert die FH Burgenland mittlerweile im Rahmen der zwei einzigartigen Doktoratsprogramme. Man sei weiter in Gesprächen mit mehreren Hochschulen, so Zavrl. „Wir sind sozusagen auf „Erweiterungstour“. Aufgrund der hohen Anfrage an zukünftigen Doktorandinnen und Doktoranden brauchen wir laufend neue Expertise von internationalen Partnerhochschulen. Da bereits mehrere Hochschulen ihr Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt haben, sind wir mittlerweile in der Lage, eine sehr breite Palette von Fach- und Forschungsbereichen abzudecken.“

Über die Doktorandinnen

Das berufsbegleitende internationale PhD Studium rundet das Profil der Juristin und Grundschulpädagogin Edda Polz optimal ab. An der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich lehrt sie in den Bereichen Schulrecht und Englisch, und das mit Leib und Seele. „Ich lehre, lerne und studiere gerne“, sagt sie über sich selbst und widmet deshalb auch ihre Forschungsarbeit dem Thema „Grundkompetenzen in Englisch in der Primarstufe“. Im Rahmen ihrer Mixed-Method-Studie, an der insgesamt 614 Schüler*innen sowie 25 Pädagog*innen teilnahmen, erhob sie die Wirksamkeit der kompetenzorientierten Arbeit im Englischunterricht in der Volksschule. Es stellte sich heraus, dass der kompetenzorientierte Unterricht wesentliche Vorteile sowohl für Schüler*innen als auch Lehrende mit sich bringt. Portraitfoto.

Eva Gröstenberger ist Institutsleiterin für Ausbildung und Praktische Studien an der Pädagogischen Hochschule Burgenland und somit für die Lehrer*innenausbildung von rund 700 Studierenden zuständig. „Bildung und auch Weiterbildung sind mir auf allen Ebenen wichtig“, erzählt sie. Nicht zuletzt darum entschied sie sich im Herbst 2017 für das Doctoral Programme in Educational & Communication Sciences der FH Burgenland. Für ihre Dissertation befragte Gröstenberger 379 Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen an HAKs und HLWs im Burgenland im Schuljahr 2018/19. Erhoben wurde das Level an Foreign Language Anxiety, übersetzt die Fremdsprachenangst, der Schülerinnen und Schüler zu Beginn und am Ende des Schuljahres. Ihr Fazit: Vor allem ängstliche Jugendliche brauchen ausreichende Übungsmöglichkeiten und engagierte Lehrerinnen und Lehrer, um erfolgreich zu sein. Portraitfoto.

Facts zu den PhD Programmen

Seit Herbst 2014 läuft an der FH Burgenland ein Joint Cross-Border Doktoratsprogramm in International Economic Relations and Management in Kooperation mit internationalen Partneruniversitäten. Das postgraduale Angebot wurde mittlerweile um das PhD Programm in Educational & Communication Sciences erweitert. Beide Doktoratsprogramme werden vollständig in englischer Sprache geführt. Der erworbene akademische Titel ist in Österreich, in der gesamten europäischen Union und weltweit anerkannt. Das erste Studienjahr verbringen die Studierenden an der FH Burgenland in Eisenstadt. Danach werden sie je nach gewähltem Forschungsgebiet für das zweite und dritte Studienjahr an eine Partnerhochschule entsandt. Das Studium umfasst 180 ECTS Punkte, das entspricht in etwa 4.500 Arbeitsstunden über die Dauer von mindestens drei bis fünf Jahren.

Informationen unter www.fh-burgenland.at

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at