19. Oktober 2021

Mag. Dr. Bernhard Czerny leitet den neuen Bachelorstudiengang Angewandte Elektronik und Photonik am Studienstandort Pinkafeld der FH Burgenland.

Bernhard Czerny in einem Seminarraum

Die Elektronik und Photonik ist eine der Schlüsseltechnologien für die größten Zukunftsfelder am Weltmarkt - der neue Studiengangsleiter Bernhard Czerny hat an der FH Burgenland viel vor.

Pinkafeld, 19. Oktober 2021 – Erstmalig bildet die FH Burgenland mit diesem Studienjahr auch angehende Expertinnen und Experten im Bereich der Angewandten Elektronik und Photonik aus. Neuer Studiengangsleiter ist der 38-jährige Wiener Bernhard Czerny. Er studierte Physik an der Universität Wien, spezialisierte sich auf Materialphysik sowie Aufbau- und Verbindungstechnologie und arbeitete in der Folge an industriellen Forschungskooperationen im Bereich der Leistungselektronik. Czerny ist verheiratet und hat zwei Kinder mit zwei und sechs Jahren.

2021 mit Houskapreis ausgezeichnet

Im erfolgreichen Christian Doppler Labor für Lebensdauer und Zuverlässigkeit von Grenzflächen in komplexen Mehrlagenstrukturen der Elektronik an der TU Wien entwickelte er eine Methode, um die Langzeitzuverlässigkeit von Leistungsbonddrahtverbindungen in wenigen Sekunden erfolgreich zu testen. Diese Forschungsarbeiten wurden 2021 mit dem renommierten Houskapreis ausgezeichnet und das entwickelte Verfahren (BAMFIT) ist bereits bei führenden Leistungshalbleiterunternehmen und Forschungseinrichtungen im Einsatz. „In meiner Forschungskarriere habe ich 31 wissenschaftlichen Publikationen verfasst, zahlreiche Vorträge bei internationalen Fachkonferenzen auf dem Gebiet der mikroelektronischen Zuverlässigkeit gehalten und drei Patente eingereicht“, beschreibt Czerny sein wissenschaftliches Portfolio.

Begeisterung für Lehre und Forschung

Seine neue Funktion als Studiengangsleiter trat Bernhard Czerny im September an.

Mir ist es ein besonderes Anliegen, jungen Studierenden die angewandte Forschung nahezubringen und sie auf die spannenden Aufgabenstellungen der Industrie vorzubereiten.

Bernhard CzernyStudiengangsleiter

„Das Industriesegment Elektronik und Photonik wächst rapide und bietet ein enorm zukunftsträchtiges berufliches Betätigungsfeld.“ Naturwissenschaftliche Grundlagen, Fachwissen und eine gewisse Hands-On Mentalität seien für den beruflichen Erfolg der Studierenden essenziell. All dies deckt der neue Bachelorstudiengang der FH Burgenland ab.

„Mit dieser neuen Studienrichtung an der FH Burgenland wird die praxisnahe Forschung und Entwicklung gestärkt und für den steigenden Bedarf von hochqualifizierten Fachleuten des Industrie- und Forschungsstandorts Österreich eine facheinschlägige Ausbildung gewährleistet“, ist er überzeugt. Nicht zu kurz kommen wird jedenfalls die Zusammenarbeit mit Industriepartnern in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Zukunft des Berufsfeldes

Die Elektronik und Photonik ist eine der Schlüsseltechnologien für die größten Zukunftsfelder am Weltmarkt wie zum Beispiel Kommunikation, Mobilität, Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0 und Quantentechnologien. In der photonisch-elektronischen Integration liegen die großen Chancen, diese Felder weiter voran zu treiben und für Europa den Anschluss in diesem Sektor nicht zu verlieren. „Gleichzeitig herrscht ein alarmierender Expertenmangel, der durch die Pandemie noch verstärkt wurde und uns unsere starke Abhängigkeit von modernen Kommunikationstechnologien aufgezeigt hat. Der Bedarf an innovativen Technologien und neuen Lösungen steigt stetig derzeit ohne Ende in Sicht an“, betont Czerny. Eine Anmeldung für seinen Studiengang ist für nächstes Studienjahr bereits jetzt online möglich. Informationen unter www.fh-burgenland.at

Facts zum Studium

Bachelorstudium - 6 Semester; Akademischer Grad: Bachelor of Science in Engineering – BSc; Organisationsform: Der Studiengang Angewandte Elektronik und Photonik kann wahlweise berufsbegleitend oder verlängert berufsbegleitend studiert werden - Flexible Wechselmöglichkeit am Ende jedes Semesters; Studienplätze: ca. 30; Studienort: 7423 Pinkafeld, Steinamangerstraße 21; Unterrichtssprache: Deutsch; Studiengebühren: keine.

FH Burgenland

Die FH Burgenland Unternehmensgruppe mit der FH Burgenland und ihren Tochtergesellschaften (Austrian Institute of Management, Forschung Burgenland, Akademie Burgenland), bietet derzeit an zwei Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld 11 Bachelor- und 13 Masterstudiengänge an. Derzeit studieren weit mehr als 6.000 ordentlich und außerordentlich Studierende in fünf Departments, nämlich Wirtschaft, Informationstechnologie, Soziales, Energie & Umwelt und Gesundheit, sowie in Masterlehrgängen der akademischen Weiterbildung. Bald 10.000 Absolventinnen und Absolventen in guten Positionen beweisen die hohe Ausbildungsqualität.

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at