04. Dezember 2020

Die Energiewende ist am Studienzentrum Eisenstadt angekommen. Am Campus 1 wurden in den letzten Wochen 1.800 m2 Photovoltaik-Module verlegt. Diese liefern ab sofort grünen Strom für das Heizen, Kühlen und Lüften an der FH.

Zwei weitere E-Tanksäulen (bis zu 22kW), die aus der neuen PV-Anlage gespeist werden, stehen nun Campus Eisenstadt der FH Burgenland zur Verfügung. v.l.: Dipl.-Ing. Martin Wieger (Geschäftsleitung Energy3000), DI (FH) Martin Mühl (Leitung Infrastruktur FH Burgenland), Mag. Georg Pehm (Geschäftsführer der FH Burgenland), Univ.-Prof. DI Dr Gerald Goger (Geschäftsführer Landesimmobilien Burgenland), Ing. Thomas Horvath (Elektro Horvath), LH-Stv.in Mag.a Astrid Eisenkopf, Mag. Michael Gerbavsits (Vorstandsvorsitzender Energie Burgenland)

Eisenstadt, 4. Dezember 2020 - Noch vor dem Neuen Jahr kommt die Energiewende mit voller Kraft an das Studienzentrum Eisenstadt. Die Installation einer PV Anlage am Flachdach des Hauptgebäudes sowie auf dem Trapezdach eines Nebengebäudes (Fahrradständer) wird mit der Montage der letzten PV-Elemente nun abgeschlossen. Die Gesamtfläche zur Nutzung von Sonnenenergie macht etwa 1.800 m2 aus. Damit werden rund 300 kWp (Kilowatt Peak) produziert, was dem durchschnittlichen Verbrauch von rund 100 Haushalten entspricht. Die Investitionssumme für dieses Projekt betrug rund 300.000 Euro. Die Fachhochschule unterstreicht damit ihre Anstrengungen, die Themen „Nachhaltigkeit“, Klimaschutz und erneuerbare Energie voranzubringen. Die Anlage geht unmittelbar nach Abschluss der Arbeiten in Betrieb. Zudem stehen nun auch zwei weitere E-Tanksäulen (bis zu 22kW) am Campus zur Verfügung, die ebenfalls aus der PV-Anlage gespeist werden.

Eisenkopf: „Land mit Vorbildwirkung“

„Für unser Land ist das Projekt der FH Burgenland ein weiterer Mosaikstein auf unserem konsequenten Weg zur Klimaneutralität“, unterstreicht Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf. Mit der Klimastrategie, die auf den Weg gebracht worden sei, werde das Burgenland bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Dazu auch die Dächer von Landeseinrichtungen und öffentlichen Unternehmen verstärkt zu nutzen, wirke als „Klimaschutz-Turbo“.

Um Klimaschutz nachhaltig zu etablieren, muss das Land selbst Vorbild sein und vorangehen.

Astrid EisenkopfLandeshauptmann-Stellvertreterin

Gut 20.000 Quadratmeter an Dachflächen seien bereits in einem ersten Schritt mit Photovoltaik ausgestattet worden. „Ein gelungener Start, der weitere Anstrengungen beflügeln wird und zeigt, dass Photovoltaik Zukunft hat.“

Fachhochschule setzt auf Nachhaltigkeit

Wir verstehen uns als eine nachhaltige Hochschule und tun viel, um einen wirkungsvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Umso wichtiger ist uns, nunmehr den gesamten Energiebedarf, den die FH Burgenland zum Heizen, Kühlen bzw. den laufenden Betrieb benötigt, aus erneuerbaren Energieträgern abdecken zu können.

Georg PehmGeschäftsführer der FH Burgenland

Zudem stärke das Engagement in erneuerbare Energien auch die Glaubwürdigkeit von Studiengängen und der Forschungskompetenz: „Wir lehren und reden nicht nur theoretisch vom Klimaschutz in den verschiedenen Studiengängen, sondern leben ihn auch“, sagt Pehm: „Das macht die FH für junge Menschen attraktiv.“

 

Energie Burgenland: Photovoltaik-Produktion vervielfachen

Gelungen sei das Projekt auch, weil es eine hervorragende Zusammenarbeit mit einer Reihe kompetenter Partner gegeben habe, betont man seitens der Hochschule. Foto

Für uns stellt dieses Projekt ein weiteres Herzeige-Modell dar und macht sichtbar, dass es zwischen der Energie Burgenland und der Fachhochschule eine enge, erfolgreiche Zusammenarbeit gibt.

Michael GerbavsitsVorstandsvorsitzender der Energie Burgenland

Die Energie Burgenland betreibt die Anlage über ihre Tochtergesellschaft Energie Burgenland VertriebsGmbH.

Gerbavsits verweist zudem darauf, dass mit und über die Energie Burgenland bereits Anlagen mit 10,5MW Gesamtleistung im Burgenland realisiert worden sind: „Die Photovoltaik soll neben der Windenergie zu unserem zweiten starken Standbein werden.“ Geplant sei, in den nächsten Jahren die Photovoltaik-Produktion im Burgenland zu vervielfachen.

„Nachhaltig planen, ökologisch bauen, energieeffizient betreiben“

Für den Eigentümer des Fachhochschul-Gebäudes, nämlich die Landesimmobilien Burgenland, ist damit ein weiterer Meilenstein in ihrer Energiestrategie umgesetzt, sagt Geschäftsführer Gerald Goger. Neben Technologiezentren, Straßenmeistereien oder auch Gebäuden der Landesverwaltung sei mit dem Campus in Eisenstadt ein weiteres wichtiges Photovoltaik-Projekt abgeschlossen worden.

„Nachhaltige Planung, ökologische Bauweisen und ein energieeffizienter Betrieb zählen zu unseren Kernaufgaben“, betont Goger. Das sei auch die Richtschnur für den Neubau des FH-Zentrums in Pinkafeld: „Klimaschutz und erneuerbare Energiequellen, Energieeffizienz oder auch Gesundheit werden dort ganz entscheidende Themen sein“, erläutert Goger. „Wir stellen damit der Hochschule nicht nur moderne, sondern auch nachhaltige Räume sicher.“

Energy3000

Die Planung, Projektierung und praktische Umsetzung der Anlage für die FH Burgenland wurde von Energy3000 verantwortet. Das Eisenstädter Unternehmen hat sich seit seiner Gründung 2007 einen Namen gemacht. „Unsere Stärke ist es, auf die konkreten Bedürfnisse mit individuellen Lösungen einzugehen“, unterstreicht Geschäftsführer Martin Wieger. „Bei diesem Projekt an der FH wollen wir darüber hinaus durch verschiedene Maßnahmen sichtbar machen, was Photovoltaik bewirkt – Bewusstsein für die Nutzung von Sonnenenergie zu schaffen ist gerade bei den jungen Menschen, die hier studieren, besonders wichtig.“

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at