21. April 2021
Christiane Staab
Von: Christiane Staab

Unsere Welt wird immer digitaler. Vor allem die ältere Generation sieht sich dadurch vor große Herausforderungen gestellt.

Als FH Burgenland Absolvent Matthias Gröll seiner Großmutter ihr erstes Smartphone zum 80. Geburtstag schenkte und dieses dann mit ihr in Betrieb nahm, entstand die Idee, sich beruflich mit dieser Zielgruppe zu beschäftigen. Seit drei Jahren bietet er älteren Menschen nun über seine Firma IT-Services Gröll Service und Unterstützung in Sachen IT an.

Mehr als 200 Personen hat er mit seiner Expertise bisher geholfen. „Meine Kunden sind durchschnittlich 70 Jahre alt, in Pension, wollen aber am Ball bleiben“, erklärt Gröll. Auch über 80-Jährige zählen zu seinen Kunden.

Corona hat das Thema Digitalisierung natürlich noch befeuert. Der Bedarf an Unterstützung ist groß. Viele wollen ihre Angehörigen aber aus Scham oder Angst vor deren Ungeduld nicht um Hilfe bitten.

Matthias GröllAbsolvent der FH Burgenland

Oft sei das geschenkte Smartphone noch originalverpackt, wenn er zu seinen Kunden kommt.

Matthias Gröll berät seine Kundinnen und Kunden persönlich, telefonisch oder – wenn möglich – virtuell. Neben den Themen online banking oder Einführung in die Internetrecherche nahmen die Anfragen zum Thema online shopping deutlich zu. „Ältere Menschen sind in vielen Bereichen mit den online Angeboten überfordert. Ob Kleidung oder Lebensmittel – die Hemmschwelle, online zu bestellen, ist groß.“ Jüngst unterstützt der engagierte IT Experte auch bei der Anmeldung zur Corona-Impfung.

Gröll selbst absolvierte eine HTL im Bereich Mechatronik  und stieg danach beruflich in die Software Entwicklung ein. Berufsbegleitend studierte er Wirtschaftsinformatik an der FH Technikum Wien und im Anschluss den Masterstudiengang Business Process Engineering and Management an der FH Burgenland. „Geschäftsprozesse interessieren mich sehr und es war spannend, Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen, die ähnliche Interessen haben“, beschreibt er. Schon während des Studiums startete er in die Selbstständigkeit, die er zusätzlich zu seinem Brotjob bei einem internationalen Industrieunternehmen betreibt.

Was er aus seiner Studienzeit an der FH Burgenland mitgenommen hat, ist „wie man als Unternehmen aus einer Vision eine Mission und eine Strategie entwickelt – das Gelernte hat mich sehr beflügelt.“