10. Juni 2021
Monika Köstinger
Von: Monika Köstinger

Bilder von der Studentin in Zypern

Was unsere Studierenden dazu bewegt, ein Semester im Ausland zu verbringen und warum sie nichts – nicht mal eine Pandemie – von ihrem Abenteuer Auslandsemester abhalten kann, um neue Erfahrungen zu sammeln? Wir haben Studierende gefragt, was sie so erlebt haben und warum es sich lohnt den Schritt ins Auslandsemester zu wagen.

Ich denke trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie war dieses Auslandsemester etwas ganz Besonderes und ich bin sehr froh, es gemacht zu haben.

Sarah TeschStudentin im Master Digitale Medien und Kommunikation

In diesem Beitrag erzählt Studentin Sarah Tesch von ihren Auslandserfahrungen in Zypern. Sie studiert im Masterstudiengang Digitale Medien und Kommunikation und verbrachte ein Sommersemester an der European University Cyprus, in Nicosi, Zypern ­­–  einer unserer vielen Partnerhochschulen.

Ein Auslandsemester wollte ich eigentlich immer schon einmal machen, ich bin es aber nie richtig „angegangen“. Jetzt, im letzten Mastersemester, wollte ich es unbedingt versuchen.

Sarah TeschStudentin im Master Digitale Medien und Kommunikation

Warum genau Zypern?

Ich habe die Partnerhochschulen der FH Burgenland durchgesehen und aus irgendeinem Grund nicht von oben sondern von unten – eben bei Z – begonnen. Die Hochschule in Zypern war damit die erste, die ich gesehen habe und da ich sie sofort interessant fand, ist sie mir in Erinnerung geblieben, auch nachdem ich andere Partneruniversitäten angesehen hatte. Über Zypern selbst wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel, aber es hatte mich zuvor in meinem Leben schon ein paar Mal fast nach Zypern gezogen ­(Urlaub, Job…), ich bin aber nie geflogen – und so habe ich mich schließlich dafür entschieden.

Wie hast du dein Auslandssemester geplant?

Zuallererst habe ich mich auf der Website der FH Burgenland erkundigt. Dann habe ich mit dem International Office der FH Burgenland Kontakt aufgenommen, um verbliebene Fragen zu klären. Im Laufe der Monate ist es dann so weitergegangen, dass ich die Anforderungen, die von Seiten der Heimathochschule und der Gasthochschule gestellt worden sind, erfüllt habe: Motivationsschreiben, Learning Agreement, etc. Meinem Arbeitgeber wollte ich möglichst früh – Anfang September – Bescheid geben, ich habe aber auch dazu gesagt, dass ich gerne wiederkommen würde, wenn das möglich ist. Es ist also geplant, dass ich im Juni wieder bei der BVZ Oberpullendorf einsteige.

Wie war die Unterkunftssuche?

Die Unterkunftssuche war anfangs nicht so leicht: Die Universitätsunterkünfte hatten nur Ein-Jahres-Verträge – in Ausnahmefällen Sechs-Monats-Verträge, was mir zu lange und zu teuer war. Auf Airbnb bin ich auch nicht fündig geworden. Schließlich habe ich mich an eine Facebook Gruppe gewandt, in der Unterkünfte für Erasmus-Studierende vermittelt werden, und hatte innerhalb weniger Stunden eine nette WG.

Wie war dein Aufenthalt?

Der Aufenthalt war wirklich interessant und eine echte Bereicherung – auch in Zeiten der Pandemie, denn trotz Einschränkungen überwiegen die spannenden, neuen Erfahrungen, die man im Ausland macht. Ich habe sehr viele neue Leute aus ganz Europa kennengelernt. Ich habe ein Land, seine Geschichte, Kultur, Sprache (und Schrift), seine Natur und Mentalität besser kennengelernt, was ich wahnsinnig interessant gefunden habe. Auch die Lehrveranstaltungen waren spannend und ich hab‘ sehr viel dazugelernt und nebenbei mein Englisch sehr verbessert.

Wie waren die Lehrveranstaltungen, Lehrenden und Studierende dort? Hast du viele neue Bekanntschaften gemacht?

Die Kurse waren allesamt online, weswegen ich meine Lehrenden und Mitstudierenden nie live treffen konnte. Grundsätzlich waren sie aber alle sehr in Ordnung – wir waren nur eine kleine Gruppe von acht Leuten. Mit einer Kommilitonin hatte ich ein Gruppenprojekt, daher haben wir uns mehrere Male getroffen und auch angefreundet.

Hast du dir viel vom Land angesehen? Was hast du neben dem Studium unternommen?

Neben dem Studium waren wir sehr viel im Land unterwegs, da Zypern nicht sehr groß ist und man in zwei Stunden mit dem Bus am anderen Ende des Landes sein konnte. Wir waren häufig am Strand, in anderen Städten oder auch in den Bergen wandern oder kleine Dörfer besuchen. Gelegentlich haben wir uns auch ein Auto gemietet – wobei das Links-Fahren mir am Anfang viele Sorgen bereitet hat. Mit dem Auto konnten wir dann auch abgelegenere Orte besuchen. Natürlich gab es auch Partys und Erasmustreffen, vor allem da Zypern eine Zeit lang sehr lockere Regeln hatte und selbst Restaurants und Bars geöffnet waren. Der nördliche Teil von Zypern, der von der Türkei besetzt ist, ist wegen Corona komplett abgeschlossen, das heißt, wenn ich sage, wir sind viel durch Zypern gereist, waren wir eigentlich nur im südlichen Teil.

Was waren besondere Momente und Erfahrungen, gibt es ein Highlight aus dieser Zeit?

Von einem bestimmten Highlight kann ich nicht sprechen, aber ich schätze die vielen Bekanntschaften sehr – natürlich reden wir auch alle davon uns einmal gegenseitig besuchen zu kommen. Auch die schönen Naturspots, die Zypern hat, haben mich sehr beeindruckt: die Seacaves, die schönen Strände mit dem glasklaren Wasser, traditionelle Dörfer, die Berge und ihre unglaublichen Formationen, Schiffswracks… Etwas Besonderes ist für mich auch, dass ich hier das erste Mal tauchen war und auch einen Tauchkurs machte – hier vor Zypern gibt es einige interessante Schiffwracks.

Gab es auch Tiefpunkte? Wenn ja, welche? Was hat dich motiviert trotzdem weiter zu machen?

Richtige Tiefpunkte gab es nicht, aber natürlich hat es auch eine Zeit gegeben, in der ich mich schon sehr auf daheim gefreut habe. Das war wohl kurz nachdem ich eine Woche meine Familie in Österreich besucht habe.

Würdest du dein Auslandsemester nochmals machen und auch weiterempfehlen? Warum?

Wäre ich nochmals in der Situation, dass ich mich dafür oder dagegen entscheiden müsste, würde ich mich definitiv wieder dafür entscheiden. Die vielen neuen Eindrücke, Menschen, Erlebnisse etc. waren für mich als neugierigen Menschen wirklich wunderbar. Auch die Pandemie war dadurch viel erträglicher. Ich denke auch, man wird viel offener dadurch und geht mit unbekannten Situationen lockerer um.

Welche Tipps hast du für Studierende, die ebenfalls ein Auslandsemester absolvieren möchten?

Es wirkt zunächst wie ein Riesenaufwand, alles zu planen und in die Wege zu leiten mit Heimathochschule, Gasthochschule, Arbeitgeber etc. Aber wenn man gerne ins Ausland gehen möchte, sollte man sich nicht abhalten lassen, denn im Endeffekt ist es „einfacher als gedacht“. Andere Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im International Office etc. können mit ihren Erfahrungen weiterhelfen.

 


Ihr wollt nun mehr über Sarah, ihr Auslandssemester und über ihre gesammelten Eindrücke erfahren? Das ist ganz leicht: erst vor kurzem war sie bei unserem Insta Live Talk zu Gast und hat ihre Erfahrungen mit uns geteilt und viele Fragen dazu beantwortet. Auf Instagram gibt es den Talk zum Nachsehen!

Natürlich dürft ihr euch auch schon auf weitere Blogbeiträge von unseren Studierenden über ihre Auslandserlebnisse zum Beispiel in Frankreich, Finnland oder der Schweiz freuen.

 

Unser Tipp: Bewirb dich für ein spannendes Abenteuer im Ausland bis 15. September!

 

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