13. Dezember 2022

FH Burgenland Absolvent Alexander Gottschalk bietet in seinem Startup Weinliebhaberinnen und Weinliebhabern die Möglichkeit, einen eigenen Wein zu produzieren. Von der Weinlese bis zum Flaschendesign – die Community gibt die Richtung vor. Mittels Blockchain-Technologie kann anschließend der Ursprung der Weinflasche bis hin zur Öffnung verfolgt werden.

Eine Gruppe von jungen Menschen sitzen auf Weinfässern

Eisenstadt 13.12.2022 – „Es ist uns wichtig, eine Community von Gleichgesinnten zusammenzubringen, welche die Liebe zum Wein verbindet. Die Blockchain- und Krypto-Welt sehen wir als positive Begleiterscheinung, die viele Vorteile bringt“, betont der Kopf des Unternehmens Alexander Gottschalk. Als Absolvent des Masterstudiengangs Internationales Weinmarketing (IWM) an der FH Burgenland hat der Jungunternehmer die Zeichen der Zeit erkannt und verbindet Traditionelles mit Innovativem – Wein und Blockchain.

Mir ist und war es immer besonders wichtig, eine bunte und interessante Gruppe in meinem Studiengang zu haben. Mich macht es stolz, wenn innovative Studentinnen und Studenten ihre Möglichkeiten ausloten und Neues wagen. Von uns erhalten sie dafür das nötige theoretische Rüstzeug. Dies zeichnet den Studiengang aus.

Marcus Wieschhoff Studiengangsleiter

Für Weinliebhaber*innen und solche, die es werden wollen

Willkommen in der Community sind Weininteressierte, egal ob Wein-Einsteiger*in oder fortgeschrittene/r Genießer*in. „Der Winey Art Club will allen Interessierten einen einfachen Einstieg in die Weinwelt ermöglichen. Ohne spießig zu sein. Vielmehr geht es darum, Wein erlebbar zu machen, Gleichgesinnte zusammenzubringen und sie gemeinsam ihren eigenen Wein machen zu lassen“, betont Gottschalk. Gemeinsam produziert die Community ihren eigenen biologischen, veganen Qualitätswein in den Partnerweingütern des Unternehmens und ist in die verschiedensten Entwicklungsprozesse aktiv eingebunden. Der Lohn ist der Genuss des eigenen kreierten Weins mit exklusivem Etikett. Der erste Community-Wein im Jahr 2022 ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Weingut Kellerkünstler aus dem Carnuntum, zu dem ein weiterer IWM-Absolvent, Marcus Bülow, gehört.

Wer möchte, kann auch selbst Hand anlegen und an den wichtigen Produktionsschritten teilhaben, wie zum Beispiel dem Rebschnitt oder der Weinlese. Auch hierfür ist ein Vorwissen nicht notwendig, das aktive Lernen findet vor Ort in Veranstaltungen und Workshops statt. Zudem gibt es einen regen Austausch unter den Mitgliedern sowie Infos auf allen Social Media–Kanälen. Wie tief man in die Materie eintauchen will, bleibt einem selbst überlassen. Einladungen zu Verkostungen, Messen und anderen Veranstaltungen runden die Mitgliedschaft ab. 

Symbiose aus Wein und Blockchain

Die Blockchain-Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und ist im Alltag der Menschen noch nicht richtig angekommen. Bitcoin und Co. sind den meisten Leuten inzwischen zwar ein Begriff, werden aber aufgrund der jüngsten Ereignisse eher mit Misstrauen betrachtet. Dabei lässt sich die Technologie besonders in der Weinbranche gewinnbringend einsetzen. Einen wichtigen Punkt nimmt hierbei die Fälschungssicherheit ein. Wer eine Flasche Wein erwirbt, besitzt auch das zugehörige digitale Echtheitszertifikat (NFT - Non-Fungible Token) des Weins und kann diesen auf Wunsch auch weiterverkaufen oder verschenken. Im Winey Art Club werden die Flaschen daher mit einem speziellen Chip versehen, der neben der Historie der Weinflasche auch deren Status, also geöffnet oder geschlossen, sowie aktuelle Infos zu Wein und Weingut anzeigt. Dies ermöglicht Weingütern mehr Kundennähe und die Einsicht, wer welche Flaschen im Besitz hat. So kann ein Weingut seinen Kundinnen und Kunden spezielle Angebote oder Einladungen zukommen lassen.

Auch aus Sicht der Weingüter ist das praktisch. Bei einem Vorabverkauf neuer Jahrgänge muss die Flasche physisch nicht bewegt werden (was wiederum CO² einspart), da der NFT als Nachweisbesitz gilt, egal wo sich die Weinflasche befindet.

Vorwissen in der Blockchain-Technologie sind auch hier nicht von Nöten. Jedes Mitglied erhält zu Beginn auf Wunsch eine Einführung in das Thema und kann, sofern er oder sie es möchte, noch tiefer in die Materie eintauchen. Die Community fungiert auch hier als Anlaufstelle bei Wissensfragen. „Wir wollen allen die Möglichkeit bieten, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Wer keine Lust darauf hat, ist erst recht willkommen. Wir wollen niemanden mit technischem Kram langweilen. Alle nutzen heute das Internet und fast niemand weiß, wie es im Detail funktioniert. Es kann sich auch einfach nur alles um Wein und Genuss drehen“, so Gottschalk.

5.555 Winey Art Animals als Eintrittskarte

Wer Teil dieser besonderen Community aus Wein-, Krypto- und Kunstenthusiasten werden will, kann eine Mitgliedschaft auf deren Homepage www.wineyart.club erwerben. Diese kostet gerade mal so viel wie ein, zwei sehr gute Flaschen Wein. Die digitale Eintrittskarte in den Club gilt lebenslang und wird von einem der 5.555 Winey Art Animals geschmückt. Diese karikierten Markenbotschafter*innen des Clubs wurden von zwei jungen Wiener Künstlerinnen umgesetzt, die nicht nur dem Wein, sondern auch der neuen Technologie durchaus zugetan sind.

Hintergrundinformation

Die Idee zum Start-up kam dem Team im Jahr 2021, nachdem Gottschalk und Bülow erfolgreich ihr Studium beendet hatten. Gottschalk dazu: „Der Studiengang hat die Basis für ein breites und wichtiges Marketingverständnis gelegt und für unser Unternehmen einen zusätzlichen Schub bedeutet. Ich kann den Studiengang allen sehr empfehlen, die mit dem Gedanken spielen, in der Weinbranche, insbesondere im Marketing oder unternehmerisch tätig sein wollen.“

Facts zum Studiengang

Masterstudium – Internationales Weinmarketing – 4 Semester – berufsbegleitend mit Präsenzunterricht an Wochenenden – Akademischer Grad „Master of Arts in Business“ – Studienort Campus Eisenstadt – Zugang: facheinschlägiger Fachhhochschul-Bachelorstudiengang oder Fachhochschul-Diplomstudiengang oder ein universitärer Bachelor- oder Diplomstudiengang oder ein gleichwertiges Studium an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung;

Mögliche Berufsfelder finden Absolvent*innen im Marketingmanagement und Vertrieb, Einkauf, Food & Beverage Management und Fachmedien. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. Es fallen keine Studiengebühren an. Anmeldung für einen Studienstart im Herbst 2023 unter www.fh-burgenland.at

Rückfragehinweise:
Mag. Michael Gruber
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3536
E-Mail: michael.gruber[at]fh-burgenland.at