04. August 2020

Studienabschluss schon in Sicht – und dann Corona. Die Verunsicherung an heimischen Hochschulen war groß. Doch an der FH Burgenland gelang es, die gesamte Lehre innerhalb kürzester Zeit ins Netz zu verlegen. Studierende konnten ihr Studium planmäßig abschließen. Zwei von ihnen erzählen.

Studentin Theresa Schultz beim Distance Learning

Die Umstellung auf Distance Learning funktionierte an der FH Burgenland besonders schnell. Am Bild Studentin Theresa Schultz.

Eisenstadt, 4. August 2020 – Vertreterinnen und Vertretern an österreichischen Hochschulen wie auch allen Studierenden wird der 10. März 2020 lange in Erinnerung bleiben. Vormittags verkündet Bildungsminister Faßmann die Schließung aller Hochschulen des Landes.

Wenige Stunden später haben wir schon ein Mail der FH Burgenland bekommen, in dem wir informiert wurden, dass alles auf online umgestellt wird.

Theresa SchultzStudentin der FH Burgenland

Die Studentin Theresa Schultz steht zu dem Zeitpunkt am Beginn ihres letzten Studiensemesters im Bachelor Internationale Wirtschaftsbeziehungen. „Meine Angst war, dass es zu Verzögerungen kommt, aber das war überhaupt nicht der Fall.“ Mittlerweile hat sie so wie zahlreiche ihrer Kolleginnen und Kollegen das Studium wie geplant abgeschlossen.

Gemeinsam Herausforderungen gemeistert

„Gleich beim ersten Online Termin hat eigentlich alles gut geklappt. Vor allem war das Miteinander so schön. Studierende, Lehrende, Studienorganisation – wir sind ja alle im selben Boot gesessen und haben gegenseitig viel Verständnis aufgebracht“, so Schultz. Vor allem die im Studium erworbenen Projektmanagement Kenntnisse hätten ihr in den letzten Monaten sehr weitergeholfen, erzählt sie. Schwierig sei einzig und allein gewesen, sich selbst zum Lernen zu motivieren – so ganz ohne den persönlichen Kontakt zur Gruppe. Nur zur Bachelorprüfung kam die Büroangestellte ans Studienzentrum nach Eisenstadt – unter strengen Hygienerichtlinien selbstverständlich. Im Herbst wird sie im Master Internationale Wirtschaftsbeziehungen weiter studieren. „Wir sind jetzt gut vorbereitet darauf, was Distance Learning bedeutet“, sagt sie: „Ich hoffe aber, dass bald wieder Alltag eintritt.“

Studienabschluss aus der Ferne

Alles andere als alltäglich war das letzte Studiensemster von Thomas Haunold im Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement. Als der Coronavirus unser aller Leben veränderte, waren auch für ihn einschneidende Entscheidungen zu treffen. Beruflich pendelte der technische Berater der EVN Niederlassung in Skopje zu dem Zeitpunkt bereits seit knapp einem Jahr nach Nordmazedonien. Nur für die Präsenzphasen in seinem Studium Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland in Pinkafeld flog er nach Österreich. „Ich wurde dann von meinem Arbeitgeber gefragt, ob ich fix vor Ort bleiben kann und habe zugesagt. Abenteuer haben mich schon immer interessiert“, erzählt Haunold.

Von 28. Februar bis 1. Juli 2020 blieb er dauerhaft in Skopje, um zu arbeiten und sein Studium abzuschließen. Das war über Distance Learning reibungslos möglich. Als erster seines Jahrgangs schloss er sein Bachelorstudium mit Auszeichnung ab. Gefragt nach den Schwierigkeiten im letzten Semester, antwortet er: „Für mich war die Umstellung auf 100% online ein Riesenvorteil. Ich hatte plötzlich 10 Stunden mehr Zeit pro Woche, weil ich mir die Reise gespart habe.“

Auch die Wissensvermittlung empfand er als noch nachhaltiger:

Wir haben uns schon vor der Lehrveranstaltung auf die Inhalte vorbereitet und diese dann mit dem Lektor besprochen. Der Lern-Outcome hat sich dadurch noch gesteigert.

Thomas HaunoldStudent an der FH Burgenland

Der FH Burgenland bleibt er treu und studiert im berufsbegleitenden Masterstudiengang Nachhaltige Energiesysteme weiter.

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at