06. April 2017

Kurzausbildung „Innovationswerkstatt: Lebenserfahrung 2017“ — Lernen durch konkrete Arbeit am gesellschaftlichen Innovationsprojekt — Beginn: 11. Mai — Dauer: vier verlängerte Wochenenden — Ort: Mörbisch — Kosten für Teilnehmer: Fair Pay, Teilnehmer bestimmen den Preis selbst.

v.l.n.r.: Prof. (FH). Mag. Dr. Dr. Sebastian Eschenbach, Lebenserfahrung 2017, Departmentleiter Wirtschaft der FH Burgenland, Mag. Norbert Darabos, Landesrat für Gesundheit und Soziales, Prof. (FH) Regina Rowland, BA, MGD PHD, Lebenserfahrung 2017, Hochschullehrerin FH Burgenland und Mag. Georg Pehm, Geschäftsführer der FH Burgenland mit den „Platzhaltern“ für künftige Kursteilnehmer

Eisenstadt, 6. April 2017. „Was kann ich mit Lebenserfahrung und Tatendrang anfangen?“ – Das ist eine oft gestellte Frage besonders für Menschen zwischen 50 und 60 Jahren. Für viele endet in diesem Alter ihre berufliche Tätigkeit. Gleichzeitig verfügen sie über umfangreiche Erfahrung, Energie und Gestaltungswillen. „Dieses wertvolle Potenzial gilt es sichtbar zu machen und sowohl für die Betroffenen als auch für die Gesellschaft zu nutzen,“ betont Soziallandesrat Norbert Darabos. Gemeinsam mit Vertretern des „Europa-Instituts Erfahrung & Management – METIS“ und der FH Burgenland stellt Darabos dazu eine neue Form der Kurzausbildung im Burgenland vor.

Kurzausbildung „Innovationswerkstatt: Lebenserfahrung 2017“ — Lernen durch konkrete Arbeit am gesellschaftlichen Innovationsprojekt — Beginn: 11. Mai — Dauer: vier verlängerte Wochenenden — Ort: Mörbisch — Kosten für Teilnehmer: Fair Pay, Teilnehmer bestimmen den Preis selbst.

Infos: www.Institut-Metis.at

Darabos: Vereinsarbeit, soziales Engagement, Bildung
„Die Tätigkeit von Menschen für die Gesellschaft ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, erläutert Darabos: „Dass sich Menschen mit und für andere im Sozial- und Bildungsbereich, im Sport- oder Sicherheitsbereich und anderen gesellschaftlichen Aufgaben einsetzen, ist eine der tragenden Säulen unseres Zusammenlebens.“ Die Politik habe die Aufgabe, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und zu fördern, damit Bedarf und Engagement in den verschiedenen Bereichen zusammenkommen.

Der Einsatz von jungen Menschen in den gesellschaftlich relevanten Feldern sei beachtlich. Diese Initiative richte sich besonders an Menschen im Alter von 50, 60 und 70. „Sie verfügen über berufliche Kompetenzen und reiche Lebenserfahrung“, sagt Darabos. Das Potenzial, das es anzusprechen gelte, ist beachtlich: Österreichweit sind rund 2,3 Millionen Menschen zwischen 50 und 70 Jahre alt, im Burgenland sind es rund 87.000. „Jeder einzelne verfügt über eine Menge Lebenserfahrung und viele über Energie und Tatendrang. Das wollen wir für die Gesellschaft nutzen“.

Eschenbach: „Vom alten Job zur neuen, selbstgestalteten Tätigkeit“
„Was kann ich mit Lebenserfahrung und Tatendrang anfangen?

Wenn sich die Lebensumstände ändern, ist es an der Zeit Neues zu lernen. Das gilt auch für den Übergang vom Berufsleben zur Pension. Nur dass es für diesen Schritt noch kaum passende Ausbildungen gibt. „Mit der Innovationswerkstatt: Lebenserfahrung 2017 ändern wir das“, freut sich Sebastian Eschenbach, einer der beiden Erfinder der neuen Kurzausbildung und Wirtschaftsprofessor der FH Burgenland.

„Unsere Innovationswerkstatt nützt die Lebenserfahrung der Teilnehmer und befähigt sie in zwei Bereichen: Erstens lernen sie, wie man neue, innovative Lösungen für gesellschaftliche und soziale Herausforderungen entwickelt und zweitens, wie man für sich selbst ein maßgeschneidertes neues Tätigkeitsfeld gestaltet.“

Rowland: Lernen wie am Stammtisch!
„Warum haben wir heute zu einem Stammtisch eingeladen?

Unsere Innovationswerkstatt funktioniert wie ein guter Stammtisch,“ erklärt Regina Rowland, seit kurzem Professorin für Innovation an der FH Burgenland. „Unterschiedliche Menschen kommen zusammen, tauschen ihre Erfahrungen aus, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, lassen so neue Ideen wachsen, schmieden Pläne und haben Spaß miteinander.“

„An vier Wochenenden kommen wir in Mörbisch am Neusiedler See zusammen, krempeln die Ärmel auf und lernen durch praktisches Tun, wie man ganz konkret neue Lösungen für gesellschaftliche oder soziale Probleme entwickelt,“ beschreibt Rowland den Ablauf der Innovationswerkstatt. „Denn natürlich lernen Menschen mit 50 und 60 ganz anders als Kinder und Jugendliche.“

Außerdem steht auf dem „Lehrplan“ die persönliche Entwicklung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Management und Teamarbeit.

Pehm: Ergebnis internationaler Forschungszusammenarbeit der FH Burgenland
„Die Grundlage für diese Initiative bildet ein im Vorjahr abgeschlossenes internationales Forschungsprojekt, in dem die FH Burgenland, die Rheinische FH Köln (D) und die FHS St. Gallen (CH) zusammen arbeiteten“, erläutert Geschäftsführer Georg Pehm. „Es ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir an Forschung, neue Erkenntnisse und Innovationen an der FH Burgenland herangehen – nämlich so weit wie nur möglich im Verbund mit anderen Hochschulen und Unternehmen“, sagt Pehm: „Das sichert Ergebnisse, die für die Gesellschaft und die Wirtschaft gut umsetzbar sind.“

Derzeit arbeiten FH Burgenland und ihre Tochtergesellschaft Forschung Burgenland an über 100 verschiedenen Forschungs- und Innovations-Projekten. Dabei kooperiere man mit über 400 Partnern – etwa die Hälfte davon kommt aus dem Ausland. FH und Forschung Burgenland zählen damit zu den wichtigsten Anknüpfungspunkten im Bereich angewandter Forschung und Innovation im Burgenland.

Eschenbach: 50, 60 und 70-jährige am Stammtisch willkommen
An unserem Stammtisch sitzen im Moment noch zwei „Platzhalter“ für Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Lebenserfahrung und Lebenslust.

Informationen und Anmeldung: www.Institut-Metis.at

Kontakt: FH Professor Sebastian Eschenbach, +43 5 7705 4520
sebastian.eschenbach[at]fh-burgenland.at

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