06. Oktober 2020

An der FH Burgenland haben sich nie zuvor so viele Menschen um ein Studium beworben. Besonders groß ist das Interesse an Studiengängen im Gesundheitsbereich. Hilft uns Corona eventuell dabei, den befürchteten Pflegenotstand abzuwenden? Spürbar ist jedenfalls eine gesteigerte Wertschätzung für den Pflegebereich und alle darin Tätigen.

FH Burgenland Absolventin Carina Hörting mit einer Bewohnerin des Pflegeheims

Die Bedeutung eines Lächelns ist für FH Burgenland Absolventin Carina Hörting (Assistentin der Human Resource Leitung bei den GGZ Graz) noch wertvoller, seit sie im März 2020 ihre Kolleg*innen im Pflegewohnheim unterstützte. Foto (c) GGZ Graz

Pinkafeld, 6. Oktober 2020 – Abgekämpfte Ärzte, erschöpfte Pflegerinnen, müde Augen – Bilder, die im Frühjahr 2020 um die Welt gingen. Wir als Fernsehzuseher waren davon alarmiert und aufgewühlt. Wir waren beeindruckt und dankbar. Doch eines waren wir anscheinend nicht: abgestoßen.

Wir beobachten gerade in diesem für den Gesundheits- und Pflegebereich so schwierigen Jahr ein eindeutig erhöhtes Interesse junger Menschen an einer Karriere im Gesundheitssektor.

Erwin GollnerDepartmentleiter Gesundheit an der FH Burgenland

Hunderte Interessierte hätten sich um Studienplätze in den fünf am Department angebotenen Studiengängen beworben. Aus vielen Aufnahmegesprächen wisse man, dass sich vor allem junge Menschen im letzten Jahr wohl die Sinnfrage gestellt haben. „Mit Menschen arbeiten und Menschen helfen zu wollen wurde in den Gesprächen am häufigsten genannt“, erzählt Gollner. Die Systemrelevanz sei erkannt worden und führe zu einer Aufwertung der Gesundheitsberufe.

Gute Jobaussichten für Absolventen

Der Wunsch nach einem krisensicheren Beruf kam bald danach. Auch dies könne man FH Absolventen versprechen: Bei den Bachelorprüfungen Anfang Juli 2020 hatten bereits alle der frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der FH Burgenland eine Jobzusage in der Tasche. „Das ist für diese jungen Menschen eine eindeutig bessere Situation als in den letzten Jahren“, stellt Studiengangsleiterin Nadine Graf fest. Die meisten von ihnen wurden schon während ihres Praktikums im letzten Studiensemester von Einrichtungen angeworben. Ein Trend, der gerne bleiben darf.

Jobsicherheit und Wertschätzung erfahren Mitarbeiter auch bei einem der wichtigsten Partnerbetriebe des Departments Gesundheit der FH Burgenland, den Geriatrischen Gesundheitszentren der Stadt Graz. Der langjährige FH Partner betreibt fünf Einrichtungen und beschäftigt insgesamt 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, viele davon Alumni der FH Burgenland. Eine von ihnen ist Carina Hörting, Assistentin der Human Resource Leitung.

Wertschätzung und das Miteinander auf Augenhöhe werden bei uns in allen Bereichen sehr groß geschrieben.

Carina HörtingAbsolventin der FH Burgenland

Sie selbst bewies dies während des Lock-downs im Frühjahr 2020.

Die Bedeutung eines Lächelns

Eine Woche unterstützte Frau Hörting ihre Kolleginnen und Kollegen im Pflegewohnheim. „Schon vor Corona-Zeiten konnten Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung in der Klinik oder im Pflegewohnheim hospitieren“, erklärt sie. „Ich habe dort unterstützt, wo keine professionelle Pflegeausbildung erforderlich ist: Essen angerichtet und serviert, mit den Bewohnerinnen und Bewohnern Karten gespielt, geplaudert und vor allem gelacht oder bei schönem Wetter einen gemeinsamen Spaziergang im Freien gemacht.“ Die Bedeutung eines Lächelns ist für sie seitdem noch wertvoller, genau wie ihre Wertschätzung gegenüber ihren Kolleginnen und Kollegen im Pflegebereich noch größer geworden ist.

Eine Anmeldung für die Studiengänge der FH Burgenland (Studienstart Herbst 2021) ist unter www.fh-burgenland.at bereits möglich.

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at