28. November 2014

Roland Fürst wurde von der deutschen Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit als "Clinical Social Worker", also »Fachsozialarbeiter für Klinische Sozialarbeit (ZKS)« zertifiziert. Nachdem es diese Zertifizierungsmöglichkeit in Österreich noch nicht gibt, ist Roland Fürst einer der wenigen österreichischen Experten im Sozialwesen, der diesen Titel führen darf.

FH Burgenland Departmentleiter Roland Fürst zertifiziert zum Clinical Social Worker.

Klinische Sozialarbeit ist eine gesundheitsspezifische Fach-Sozialarbeit, erklärt Fürst: "Klinische Sozialarbeit ist eine Mischung zwischen Sozialarbeit und Psychotherapie. Dabei gibt es für die Psychotherapie ganz klare eigene Regeln, die damit nicht verletzt werden." Ihr generelles Ziel ist die Einbeziehung der sozialen und psycho-sozialen Aspekte in die Beratung. Das gilt auch für (sozio-)therapeutische Behandlung und psycho-pädagogische Unterstützung von gesundheitlich gefährdeten, erkrankten und (vorübergehend oder dauerhaft) behinderten Menschen. Fokus ist der Rahmen eines bio-psycho-sozialen Verständnisses von Gesundheit, Störung und Krankheit.

Voraussetzungen für eine Zertifizierung als "Clinical Social Worker" sind mindestens fünf Jahre Berufspraxis als Sozialarbeiter in einem Feld der Klinischen Sozialarbeit, Selbst- und Gruppen-Erfahrungen und einschlägige Aus- und Fortbildungen.

"Es wird Zeit, dass konkrete Schritte in Richtung der beruflichen Profilierung der Klinischen Sozialarbeit erfolgen", sagt Fürst. Die Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit (ZKS) vollzieht mit der Zertifizierung qualifizierter Sozialarbeiterinnen/-pädagoginnen bzw. Sozialarbeiter/-pädagogen einen entscheidenden Schritt.


FH-Prof. Mag.(FH) Dr. Roland Fürst, DSA ist seit dem WS 2014 Leiter des neu geschaffenen Departments "Soziales" und Studiengangs "Opens internal link in current windowSoziale Arbeit" an der FH Burgenland.
Die Besonderheit des Studiengangs ist die Schwerpunktbildung in der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und die Zusammenführung von Sozialarbeit und Sozialpädagogik.