23. Juni 2020

Flüchtlingskrise, Brexit, Corona… viel Kritik gab es an den Reaktionen aus Brüssel auf diese Themen. Dass die EU trotz allem ihre Berechtigung hat und die allerbesten Köpfe braucht, davon ist man an der FH Burgenland überzeugt. Im Master European Studies qualifizieren sich die Entscheider von morgen.

Drei Studierende sitzen an einem Tisch. Europafahne im Hintergrund.

Die Entscheidungsträger von morgen qualifizieren sich an der FH Burgenland.

Eisenstadt, 23. Juni 2020 – Tut die EU zu wenig oder kommuniziert sie nur an den Menschen vorbei? Fragen, die aktuell mehr denn je im Raum stehen. Immer öfter regt sich Unmut über „Brüssel“. Mangelnde Solidarität unter den Mitgliedsstaaten zeigte sich zuletzt deutlich. Denken wir etwa an den Stopp der, für österreichische Spitäler vorgesehenen, Schutzkleidung an der deutsch-österreichischen Grenze im März dieses Jahres. „Krisen haben die EU in der Vergangenheit stärker gemacht, ob das auch dieses Mal der Fall ist, wird sich weisen“, meint Gerda Füricht-Fiegl. Die EU-Expertin übernahm kürzlich die Leitung des englischsprachigen Masterstudiengangs European Studies – Management of EU-Projects an der FH Burgenland. Sie ist auch überzeugt davon, dass die Europäische Union nach wie vor ein Projekt mit Zukunft sei.

Das Interesse junger Menschen an unserem Studiengang ist ungebrochen. Bei uns bewerben sich Menschen, die etwas bewegen wollen.

Gerda Füricht-FieglStudiengangsleiterin an der FH Burgenland

Geballte Internationalität im Burgenland

Aus 21 Nationen kommen die aktuell Studierenden des Masterprogramms. 28 Studienbeginnerinnen und -beginner werden im Herbst neu an der Hochschule starten. Was den Master auch nach 14 Jahren noch so attraktiv macht? „Der Studiengang European Studies ist breit angelegt“, so Füricht-Fiegl. „EU-Recht und EU-Politik werden genauso vermittelt wie interkulturelle Kommunikation oder das Management von EU-Projekten.“ Den Absolventinnen und Absolventen stehen damit viele Wege offen. Sie sind im Management von EU-Projekten für Unternehmen genauso gefragt wie im EU-Consulting oder Lobbying und last but not least in den EU-Institutionen, aber auch anderen internationalen Einrichtungen. „Durch ihren generalistischen Zugang sind sie jedenfalls gefragte und geforderte Expertinnen und Experten, wenn es um künftigen Herausforderungen in EU-Fragen geht.“

Mit der EU etwas anfangen können

Um mit der EU etwas „anfangen“ zu können, um die Vorteile und auch die Verbesserungspotentiale zu erkennen, brauche es vor allem Wissen. „Konkret zu wissen, wie die Strukturen der Union aufgebaut sind oder wie EU-Gesetze entstehen, das ist die Basis, um sich als Einzelner oder auch als Unternehmen aktiv einzubringen und von der EU zu profitieren“, weiß Füricht-Fiegl. Krisen, wie die aktuelle, verlangen Mut zur Veränderung, ist die Studiengangsleiterin überzeugt. Denn die Krise führe uns auch den Reformbedarf in der EU vor Augen. „Wir an der FH Burgenland wollen mit unserem Studienangebot den Entscheidungsträgern von morgen Mut und vor allem Wissen mitgeben, damit wir den europäischen Weg erfolgreich weitergehen können.“

Facts zum Studiengang

Masterstudiengang European Studies – Management of EU-Projects; Abschluss – Master of Arts in Business – MA; Organisationsform: berufsbegleitend, Freitag 8.30 bis 21.00 Uhr und Samstag 8:30 bis 19:00 Uhr etwa vierzehntägig; Anzahl der Studienplätze: 28; Studienort: Eisenstadt; Unterrichtssprache: Englisch; keine Studiengebühren.

Zur Person

Der Masterstudiengang European Studies – Management of EU-Projects der FH Burgenland erhält mit der Politikwissenschaftlerin und Europa-Expertin Gerda Füricht-Fiegl eine fachkundige neue Studiengangsleiterin. Die gebürtige Niederösterreicherin blickt auf 25 Jahre EU-Erfahrung zurück. Sie sammelte praktische Erfahrung als Pressesprecherin im Europäischen Parlament sowie in der Europäischen Kommission. Ebenso war sie als Kommunikationsexpertin für die Sozial- und Gesundheitsbranche tätig. 2012 fasste sie in der Lehre und Forschung an der Donau-Universität Krems Fuß und bereicherte seit 2015 das Führungsteam des Departments Wissens- und Kommunikationsmanagement. 2019 finalisierte sie ihre Dissertation zum Thema "Politisches Themenmanagement in EU-Wahlkämpfen" und ist seitdem eine nachgefragte Expertin bei Diskussionsveranstaltungen und Interviews.

In ihrer neuen Funktion als Studiengangsleiterin des englischsprachigen, berufsbegleitenden Masterstudiengangs European Studies – Management of EU-Projects fügen sich ihre beiden Spezialthemen Europa und Kommunikation ideal zusammen.

 

Mehr Informationen zu den Studiengängen der FH Burgenland finden Sie unter www.fh-burgenland.at

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at