13. Oktober 2020

Studierende und Lehrende der FH Burgenland zeigten sich in einer Studie zum Thema Distance Learning durch Corona zufrieden mit der Umsetzung. Deutlich wird, dass Fernlehre oft als anstrengender wahrgenommen wird als Präsenzlehre und sich Studierende von ihren Lehrenden mehr Kommunikation wünschen.

Ein Lehrender im Online Unterricht

In einer Umfrage zu Distance Learning erhob die FH Burgenland die Sicht von Studierenden als auch Lehrenden.

Eisenstadt, 13.10.2020 –  Auf Initiative der Stabstelle für Instructional Design wurde die online Umfrage zu Distance Learning durch Corona im Juni und Juli 2020 unter Studierenden und Lehrenden der FH Burgenland durchgeführt.

Solche Befragungen wurden während Covid von den meisten Hochschulen durchgeführt. Was unsere unterscheidet, ist, dass wir die Lehrenden und Studierendenbefragung mit teilweise gleichen Fragen vergleichbar gemacht haben, das heißt wir haben beide Seiten erhoben.

Barbara Geyer-HaydnE-Learning Expertin und Leiterin der Stabstelle für Instructional Design

Als Fazit der Studie nennt Geyer-Haydn den Wunsch beider Seiten nach Blended Learning. „Ein Teil der Lehre sollte permanent online stattfinden. Und: Studierende wünschen sich online weniger Vorträge und mehr Interaktion.“

Details zur Studie

  • Teilgenommen haben 365 Studierende. Knapp 60 % der Antworten kamen von weiblichen Studierenden. Im Schnitt waren die Studierenden zwischen 21 und 30 Jahren alt. Die meisten Rückmeldungen (165) kamen von Studierenden des Departments Informationstechnologie und Informationsmanagement.

  • Bei den Lehrenden wurde neben den demografischen Daten auch die Lehrerfahrung in Jahren erhoben. Die meisten Antworten kamen von Lehrenden mit 16-20 Jahren Erfahrung in der Lehre. Teilgenommen haben 85 Lehrende.

  • Das häufigste Kommunikationsmittel der Studierenden stellte die Lernplattform Moodle dar. Am seltensten wurde telefoniert. Lehrende kommunizierten generell über E-Mail, dicht gefolgt von der Lernplattform Moodle und Videokonferenztools.

  • 90% der Studierenden empfanden die online Umsetzung von Vorlesungen als gelungen. Dies empfanden hingegen nur rund 65% der Lehrenden genauso. Für sie war die online Umsetzung von Seminaren mit 72% am erfolgreichsten.

  • Fast 80% der Studierenden gaben an, mit den aktuell verwendeten Lehrformen gut zurecht zu kommen. Die Lehrenden fühlen sich durch das Studiengangsmanagement optimal unterstützt (85%). Internetprobleme stellten für Lehrende nie (34 von 85) bzw. selten (32 von 85) ein Problem dar. Bei Studierenden stellte sich die Situation ähnlich dar, was die Netzstabilität betraf.

  • Endgerät der Wahl war für die überwiegende Mehrheit der Lehrenden (74 von 130) Laptop oder PC. Mit großem Vorsprung war MS Windows das Betriebssystem der Wahl (69 von 85).
  • 95% der Lehrenden kamen mit der benötigten Software für die Fernlehre gut zurecht und sehen keinen Schulungsbedarf.
  • 60% der Studierenden bemerkten durch die Umstellung auf Distance Learning eine Zunahme des Arbeitsaufwandes. Auch fast 70% der Lehrenden stuften die Aufwandsänderung als sehr hoch (29%) und hoch (41%) ein. Über 40% der Lehrenden mussten ihr Lehrkonzept für die Fernlehre komplett oder überwiegend umstellen.
  • Als die größten Herausforderungen stuften die Studierenden das fehlende Sozialleben ein (76%), darauf folgte der fehlende persönliche Kontakt zu den Lehrenden (69%). Technische Rahmenbedingungen waren nur für 13% der Studierenden ein Problem.
  • Was die Zukunft betrifft, wünschen sich 53% der Lehrenden und 58% der Studierenden auch in Zukunft mehr Fernlehre.
  • Aus den Freitextantworten ist zu entnehmen, dass Videokonferenzen anstrengender wahrgenommen wurden als Präsenzunterricht. Hier wird vor allem die genaue Einhaltung von Pausen gewünscht. Ebenfalls wünschen sich die Studierenden Abwechslung mit der Verwendung von Online Tools zur Auflockerung der Lehre.

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at