01. September 2020

Distance Learning und Home Schooling haben nicht nur Schüler, Eltern und das WLan herausgefordert, sondern vor allen Dingen die Lehrerinnen und Lehrer. Um den Schulstart im Herbst gut zu meistern, braucht es Vernetzung, Teamwork und den Willen zu lernen. Know-how dazu vermittelt man an der FH Burgenland im Master E-Learning und Wissensmanagement seit vielen Jahren.

Schulkinder mit Tablets

„Es ist keine ganz neue Erkenntnis, dass in der Digitalisierung die Zukunft – vor allem aber die berufliche Zukunft unserer jetzigen Schülerinnen und Schüler – liegt", betont Paul Kral - Lektor an der FH Burgenland und Experte auf dem Gebiet der digitalen Lehre. Im neuen Schuljahr sei vor allem Teamwork unter den Pädagoginnen und Pädagogen gefragt.

Eisenstadt, 01.09.2020 – An seiner Schule, einer Neuen Mittelschule in Wien, gilt Kai Hebein als digitaler Troubleshooter. Neben dem Unterricht in den Fächern Mathematik und Musik sind dort vor allem seine digitalen Kompetenzen gefragt. An der FH Burgenland studiert der Pädagoge im berufsbegleitenden Masterstudiengang E-Learning und Wissensmanagement und holt sich dort wertvollen Input. Vor allem rund um Corona war sein Know-how gefragt.

Warum nicht teilen, was man weiß oder kann

Innerhalb weniger Tage stellte er seine gesamte Schule im März 2020 auf online Betrieb um. Mittels kurzer Tutorials dokumentierte er seine Arbeit. Bis zu 1.000-mal wurden einige seiner Videos mittlerweile aufgerufen. „Ich habe viel Feedback von Lehrern aus ganz Österreich bekommen und habe sieben weitere Schulen in Wien dabei unterstützt, Distance Learning aufzubauen.“ Hebein agierte dabei nach dem Prinzip des „Working out loud“, das auch im Studium an der FH Burgenland eine große Rolle spielt. Sein Motto dabei:

Sharing is caring - Warum nicht teilen, was man weiß oder kann. Das hat mir das Studium auf jeden Fall gezeigt.

Kai HebeinStudent der FH Burgenland

Auch das Bundesministerium konnte er mit einer virtuellen Lecture Reihe unterstützen.

Genau in dieser Vernetzung sieht auch Barbara Geyer-Hayden, Studiengangsleiterin und Blended Learning Expertin an der FH Burgenland, enormes Potenzial für den Schulsektor.

Es gibt viele höchst engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die umfangreiche Erfahrungen mit digitalen Tools und der online Lehre gesammelt haben. Die meisten davon geben ihr Wissen gerne weiter. Es würden alle davon profitieren, wenn hier ein Wissensaustausch stattfindet. Denn, wenn wir unser Wissen teilen, wächst unser Wissen und gleichzeitig unser Netzwerk.

Barbara Geyer-HaydenStudiengangsleiterin und Blended Learning Expertin

Gemeinsam in die Nach-Corona-Normalität

Einer ihrer engagierten Lektoren und Experte auf dem Gebiet der digitalen Lehre, Paul Kral, bestätigt: „Es ist keine ganz neue Erkenntnis, dass in der Digitalisierung die Zukunft – vor allem aber die berufliche Zukunft unserer jetzigen Schülerinnen und Schüler – liegt. Ein zweites Mal so wie im letzten März von der Digitalisierung überrascht zu werden, können wir uns nicht erlauben.“

Für Pädagoginnen und Pädagogen liegt seiner Ansicht nach eine große Chance im Teamwork. „Peer Groups, digitale Lernzirkel und Communities of Practice – wie dies die FH-Burgenland pflegt, sind geeignete Wege, die von der VOR-Corona-Normalität zur neuen NACH-Corona-Normalität führen können: Dem Prinzip des SOWOHL-AUCH, also einer Verschmelzung von digitalen und analogen Unterrichtsmethoden.“

Tools dazu seien vorhanden. Nötig sei nun viel Engagement und Offenheit von Seiten der Pädagoginnen und Pädagogen. „Das System wird es nicht schaffen, 120.000 österreichische Lehrerinnen und Lehrer zeitgleich einzuschulen“, so Kral. Eigeninitiative, Kommunikation und Vernetzung seien gefordert.

Gemeinsam wird auch aus der riesig scheinenden Herausforderung der Distance Lehre eine bewältigbare und vor allem fruchtbare Aufgabe für alle Beteiligten.

Paul KralLektor an der FH Burgenland

Rückfragehinweise:
Monika Köstinger, BA
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3533
E-Mail: monika.koestinger[at]fh-burgenland.at