29. Mai 2019

Bereits zum zweiten Mal veranstaltet das Department Energie-Umweltmanagement der FH Burgenland ein Symposium zu den neuesten Trends in der Gebäudetechnik. Ziel dabei ist, den entscheidenden Playern eine Plattform zur Vernetzung zu bieten. Der Wissenstransfer kommt dabei auch den Studierenden zu Gute.

BIM im Einsatz

Am 6. Juni 2019 dreht sich am Studienzentrum Pinkafeld wieder alles um das Thema BIM – Building Information Modelling und damit verbundene Trends und Entwicklungen.

Eisenstadt, 29. Mai 2019 – In der Branche gilt Pinkafeld seit 25 Jahren als Kaderschmiede für Expertinnen und Experten im Bereich der Gebäudetechnik. Am 6. Juni 2019 dreht sich am Studienzentrum Pinkafeld nun wieder alles um das Thema BIM – Building Information Modelling und damit verbundene Trends und Entwicklungen. Man beschäftige sich an der Hochschule intensiv mit der durch die Digitalisierung initiierten Neuausrichtung der Planungs-, Errichtungs- und Betriebsführungsprozesse von Gebäuden, erklärt Christian Heschl, Studiengangsleiter des Masterstudiengangs Gebäudetechnik und Gebäudemanagement. Mit dem jährlich stattfindenden Symposium wolle man Partnern aus Wirtschaft, Industrie und Wissenschaft die Möglichkeit zum Austausch über die dynamischen Entwicklungen im Sektor geben.

Wir haben den Experten vorab zum Gespräch getroffen.

Die Digitalisierung schreitet immer weiter fort und macht auch vor der Baubranche nicht halt. Die Zukunft der Gebäudetechnik und des Gebäudemanagements liegt laut Experten im BIM – Building Information Modelling. Mit welchen neuen Trends können wir hier rechnen?

Heschl: BIM ermöglicht es, uns neue kollaborative Arbeitsmethoden anzuwenden, um die Planungs- und Errichtungsprozesse von Gebäuden zu verbessern. Dazu werden in einem dreidimensionalen Gebäudemodell auch baulogistische Informationen und wertvolle Attribute für die Wartung und Instandhaltung integriert. Als große Herausforderung sehen wir jedoch noch die Weiterentwicklung des derzeitigen BIM-Verständnisses in Richtung digitaler Betriebsdatenzwilling. Reale Betriebsdaten enthalten wichtige Informationen, um die tatsächliche Gebäudeperformance objektiv bewerten und gezielt Optimierungsmaßnahmen ableiten zu können.

Das Gebäude selbst soll mir also – ähnlich wie es ja bei Autos bereits die Regel ist – Informationen über mögliche Probleme liefern?

Heschl: Ganz genau. Zusätzlich eingebaute Sensoren werden im Sinne einer Fault Detection oder digitalen Inspektion rechtzeitig Probleme melden können. Damit beziehen wir den gesamten Lebenszyklus des Gebäudes auch wesentlich stärker ein. BIM bietet uns die Möglichkeit, einen Gesamtblick auf das Gebäude zu werfen und das von Anfang an. Die Präsentation neuartiger Funksensoren und Datenübertragung mittels Narrowband IoT werden daher auch Teil unserer Fachveranstaltung sein.

Welche Rolle spielt Lean Construction in diesem Zusammenhang?

Heschl: Mittels Lean Construction werden alle Planungs- und Errichtungsprozesse ganzheitlich gestaltet, um die Bedürfnisse des Bauherrn besser erfüllen zu können. Diese engere Zusammenarbeit aller involvierten Player bringt natürlich viele Vorteile, vor allem was das Ineinandergreifen der einzelnen Prozesse während der Errichtung der Gebäude aber auch logistische Fragen betrifft. Lean Construction und BIM sind daher sehr gut kombinierbare Arbeitsmethoden.

Warum veranstalten Sie diese Fachtagung nun bereits das zweite Mal?

Heschl: Wir haben BIM in die Curricula unserer Gebäudetechnik-Studiengänge bereits seit langer Zeit integriert und sind anderen Bildungseinrichtungen damit weit voraus. Die kontinuierliche Weiterentwicklung erfordert jedoch eine enge Vernetzung mit der gesamten Gebäudetechnikbranche. Aus diesem Grund versuchen wir aktuelle Themen der Branche aufzugreifen und die bisher gewonnenen Erfahrungen mit Expertinnen und Experten zu diskutieren. Von diesem Austausch profitieren somit nicht nur die Teilnehmer der Fachveranstaltung, sondern auch unsere Studierenden.

Auf welche Speaker dürfen sich die Besucher freuen?

Heschl: Wir haben sowohl Experten aus dem Bereich der Klein- und Mittelunternehmen als auch Experten von Großunternehmen dabei. Darunter sind auch zwei ausgewiesene Top Manager der österreichischen Bau- und Immobilienbranche: Clemens Neubauer von Porr zum Beispiel oder Alfred Waschl von Building Smart Austria.

Das Programm und eine Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.fh-burgenland.at/fileadmin/user_upload/Termine/2019/Einladung_SymposiumBIM_2019.pdf

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at