23. Dezember 2015

Das Forschungsgebäude der FH Burgenland wurde für seine Energieeffizienz ausgezeichnet.
Im nachhaltig gebauten „Living Lab“ wird zusätzlich in Sachen Nachhaltigkeit geforscht.

Pinkafeld, 3. Dezember 2015 – Im Rahmen des internationalen e-nova Kongress 2015 fand die Auszeichnungsveranstaltung „klimaaktiv Gebäude-Highlights im Burgenland“ statt, bei der erstmals sechs Gebäude (fünf Wohnbauten und ein Bürogebäude) aus dem Burgenland dafür ausgezeichnet wurden, dass sie den klimaaktiv Gebäudestandard er-reicht haben. Das Bürogebäude „Energetikum“ der Forschung Burgenland GmbH in Pinka-feld wurde mit klimaaktiv Bronze ausgezeichnet.


„In Österreich fällt mehr als ein Drittel des Energieverbrauchs auf den Gebäudebereich. Beim Neubau oder der Sanierung eines Hauses werden Entscheidungen über den Energieverbrauch der nächsten Jahrzehnte getroffen. Der klimaaktiv Gebäudestandard ist das erfolgreichste neutrale Qualitätszeichen in Österreich und bietet Orientierung für eine nachhaltige, klimaschonende Bauweise. Die ausgezeich-neten Gebäude sind wichtige Vorreiter in Sachen Energieeffizienz“, erklärt Martina Schuster vom BML-FUW bei der Verleihung.


Gebäude als Energieversorger und –speicher

Mit einer klimaaktiv Plakette des BMLFUW werden Gebäude ausgezeichnet, die neben der Energieeffi-zienz auch eine hohe Qualität in den Bereichen Planung und Ausführung, Baustoffe und Konstruktion, sowie Komfort und Raumluftqualität aufweisen. Genau da setzt das „Energetikum“ an. Es ist als soge-nanntes „Living Lab“ konzipiert, das heißt, dass geforscht wird, während das Gebäude auch tatsäch-lich im Alltag genutzt wird. „Um regenerative Energiesysteme weiter ausbauen zu können, brauchen wir eine intelligente Vernetzung zwischen Erzeuger, Verbraucher und innovativen Speichertechnolo-gien“, erklärt Christian Heschl, Leiter des Labors. In diesem Zusammenhang nimmt zukünftig das Gebäude als Energieversorger und -speicher einen besonderen Stellenwert ein. Das Energetikum er-möglicht unter Berücksichtigung des realen Nutzerverhaltens sowohl Einzeltechnologien wie Solar- und Photovoltaiksysteme, Wärmepumpensysteme, Speichertechnologien usw. als auch sys-temübergreifende regelungstechnische Strategien weiterzuentwickeln. Dafür beinhaltet das Energeti-kum ein Labor für Energiespeichersysteme basierend auf Wasserstoff, ein Labor für neueste Ge-bäudeklimatisierungssysteme und ein Labor für Managementsimulationen. Das Energetikum ist also disziplinenübergreifend von Interesse für die Wissenschaftler und deckt die Bereiche Gebäude- und Energietechnik sowie Gesundheit ab.


BU: GF Dr. Mag. Silvia Ettl-Huber (Forschung Burgenland GmbH), DI (FH) Peter Weinzettl, DI (FH) Gerald Peischl, GF Mag. Josef Wiesler (FH Burgenland), Prof. (FH) DI Dr. Christian Heschl (FH Burgen-land), MR Mag. Dr. Martina Schuster, (Abteilungsleiterin der Abteilung I/2 - "Energie- und Wirtschafts-politik" im Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), DI Martin Schwartz (Architekt)

 

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