21. November 2016

EU Projekt erfolgreich abgeschlossen - FH Burgenland bringt CEE-Expertise in Texten, Übungen und Lehrvideos ein
Inhalte des Onlinekurses wurden auf Englisch, Tschechisch, Slowakisch, Ungarisch, Slowenisch und Kroatisch übersetzt und kulturell angepasst

Eisenstadt, 21. November 2016. – Das Verfassen von Abschlussarbeiten stellt für viele Studierende eine Hürde dar, da wissenschaftliches Schreiben oft nicht gelernt, sondern einfach vorausgesetzt wird. Der Online-Kurs AWO will Studierende dabei unterstützen, ihre Schreibkompetenz zu erweitern. In sieben Modulen wird auf zentrale Themen des wissenschaftlichen Schreibens und Publizierens eingegangen, damit die Abschlussarbeit zum Erfolg führt. Der Kurs wurde über eine EU-Förderung innerhalb von Erasmus+/Strategische Partnerschaften unter Koordination der FH Burgenland erstellt.

Diese erarbeitete gemeinsam mit dem Sprachenzentrum der Karlsuniversität Prag (Tschechien), der Universität Matej Bel (Slowakei), der Eszterházy Károly Universität (Ungarn), der Universität Maribor (Slowenien) und der FH Baltazar (Kroatien) die Sprachvarianten, um auch internationale Studierende zu unterstützen.Im Herbst 2016 konnte das Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden.

Stolperstein Abschlussarbeit? AWO hilft
Der frei zugängliche Kurs, welcher aus Fördermitteln der Europäischen Union finanziert wurde, kann flexibel und unterstützend eingesetzt werden, damit Studierende die Hürde der Abschlussarbeit leichter nehmen können. „Vor allem berufsbegleitend Studierende, Studierende im zweiten Bildungsweg und Gaststudierende soll der Kurs motivieren, eine erfolgreiche Bachelor- oder Master-Arbeit vorzulegen. Denn selbst wenn alle Prüfungen erfolgreich bestanden wurden, fühlen sich Studierende oft hilflos oder allein gelassen bei dem Versuch, die Abschlussarbeit zu bewältigen“, sagt Petra Hauptfeld-Göllner, Projektleiterin und Professorin an der FH Burgenland.

Der Protoptyp des Kurses wurde in Deutsch und Englisch entwickelt, dann von den ausländischen Projektpartnern in die fünf mittel- und osteuropäischen Sprachen übersetzt und kulturell angepasst. „Die Module für Studierende vermitteln einschlägige Fertigkeiten des akademischen Schreibens, während das zusätzliche Weiterbildungs-Modul für Lehrende dazu dient, Studierende im Prozess des Schreibens besser unterstützen zu können“, erklärt Hauptfeld-Göllner.

Hohe Flexibilität im Lernprozess
Dass der Kurs online angeboten werden soll, war dem Projektteam von Anfang an klar. „Er kann als MOOC im Selbststudium durchgeführt werden, was vor allem berufsbegleitend Studierenden entgegen kommt; er kann jedoch auch im Blended-Learning-Verfahren mit dem Unterricht kombiniert werden“, so Hauptfeld-Göllner. Beides unterstütze das personalisierte Lernen der Zukunft mit der Prämisse, dass Lernprozesse individuell ablaufen und das „One size fits it all-Prinzip“ nicht mehr gilt. Durch die Sprachenvielfalt unterstützt der Kurs zudem Internationalisierungsprozesse, da auf die eigene Sprache zurückgegriffen werden kann.

Jedes Modul enthält in 15 Einheiten einen zentralen Textteil mit Übungen, die sowohl im Selbststudium als auch in Kombination mit dem Unterricht durchgeführt werden können. Übersichtsgrafiken und Übungsblätter zum Download runden das Modul ab. Kurze Lehrvideos mit dem Vortragenden des Moduls stellen ergänzende Informationen bereit oder vertiefen einen besonderen Aspekt der jeweiligen Einheit, wobei jede Aufnahme zwischen fünf und sieben Minuten Länge umfasst. Der Kurs ist intuitiv zu bedienen und die Registrierung ist einfach und kostenfrei: Opens external link in new windowhttp://login.awo.academy

Mehr Akademiker für Europa
Hintergrund für das zweijährige „Erasmus+“-Projekt ist das operative Ziel der Strategie Europa 2020, die den Erwerb von Hochschulabschlüssen forciert: 40% der 30- bis 34-Jährigen sollen bis 2020 einen Hochschulabschluss erhalten. Nur ein Drittel der Bevölkerung zwischen 25 und 31 Jahren könne derzeit in Europa einen Hochschulabschluss vorweisen, während in den USA die Quote bei 40% liegt und in Japan sogar bei 50%.

Erste Rückmeldungen
„Ich habe nicht gewusst, wie ich die Abschlussarbeit schreiben soll, aber jetzt habe ich eine Vorstellung davon und weiß, wie ich es angehen kann“, berichtet eine ungarische Gaststudentin. Studierende erzählen auch, dass sie vor allem von den Videos profitieren, da sie leicht verständlich sind. Ob sie den Lehrer in der Klasse hören oder im Internet spielt für sie keine Rolle. Inhalte können so oft wie nötig angehört oder gelesen werden und die wertvolle Kommunikation am Campus selbst dient dem Feedback und der Arbeit am eigenen Text.

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Rückfragehinweise:

Mag.a Martina Landl
Leitung Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3520
E-Mail: presse[at]fh-burgenland.at

Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab@fh-burgenland.at

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