12. Dezember 2019

FH Burgenland Student Roman Geyer (AIT Austrian Institute of Technology) führte die Studie IndustRiES für den Klima- und Energiefonds durch. Zentrale Frage der Studie war: Kann man die österreichische Industrie auch mit rein erneuerbarer Energie versorgen? Ja, sagen die Experten. Um Energie-Importe werde man dennoch nicht herumkommen.

Student blickt auf Windräder für eine Zukunft mit Erneuerbare Enrergien

Pinkafeld, 12. Dezember 2019 – Für Roman Geyer, Research Engineer am Center for Energy des AIT Austrian Institute of Technology, brachte sein Start ins Masterstudium Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland auch eine neue berufliche Herausforderung. Für den Klima- und Energiefonds arbeitete er als Projektleiter am AIT Center for Energy eine Studie aus, die noch Monate nach der ersten Veröffentlichung für reges Medieninteresse sorgt.

Laut unserer Studie könnte die Industrie mit dem in Österreich bestehenden Potenzial an erneuerbarer Energie vollständig versorgt werden.

Roman GeyerStudent und Research Engineer

Insgesamt spricht er dabei von 231 Terawattstunden (TWh). Um auch die übrigen Sektoren wie Verkehr, öffentliche und private Dienstleistungen, private Haushalte und Landwirtschaft zu versorgen, müsste aber (weiterhin) Energie eingeführt werden. In Summe bis zu 97 TWh, so die Studie.

Es sei unumgänglich, die vorhandenen Potenziale für erneuerbare Energien großflächig und unverzögert auszubauen, so das Fazit der Studie. Auch der Ausbau von europaweit vernetzten Energieinfrastrukturen sei notwendig. Zudem müsse wegen des steigenden Bedarfs an energetischer Flexibilität in Speicher, Power-to-Gas, regelbare Kraftwerke usw. investiert werden. Die Reaktionen von Seiten der Industrie auf die Studie seien überwältigend, so Geyer. „Auch das Medieninteresse ist ungebrochen hoch. Die Studie adressiert gesellschaftliche Herausforderungen, denen wir begegnen müssen.“

Energiezukunft braucht Experten und Expertinnen

Dazu brauche es gut ausgebildete Expertinnen und Experten, ist Geyer überzeugt. Er selbst holt sich nach dem Studium an der FH Technikum Wien im Masterstudiengang Energie- und Umweltmanagement an der FH Burgenland seinen Feinschliff. Die Kombination von Energie- und Umweltthemen im Curriculum überzeugte ihn schlussendlich von seinem aktuellen Studiengang. „Die Erweiterung meines Portfolios um den Bereich Umwelt hat sich sehr schnell bezahlt gemacht, wie man an diesem einzigartigen Projekt sieht, das ich für den Klima- und Energiefonds ausarbeiten durfte.“

Auch für seine Abschlussarbeit hat er schon ambitionierte Pläne. Geyer: „Ich beschäftige mich für meine Masterarbeit mit der Implementierung von Niedrigtemperaturnetzen und hoffe, im Endeffekt Bewertungskennzahlen entwickeln zu können.“ Der Student arbeitet dazu mit einem internationalen Team zusammen. Unterstützung erhält er dabei auch von seinem Studiengangsleiter Christian Wartha. „Meine Studierenden forschen an Projekten rund um aktuelle Fragestellungen von großer Relevanz“, so der Studiengangsleiter stolz.

 Links zur Studie „IndustRiES"

Studie IndustRiES: https://www.klimafonds.gv.at/wp-content/uploads/sites/6/Studie_IndustRiES-2019_RZ_new.pdf

AIT Austrian Insititute of Technology: www.ait.ac.at

Klima- und Energiefonds: www.klimafonds.gv.at

Energieforschungsprogramm des Klima- und Energiefonds: www.energieforschung.at

Energieinnovationen aus Österreich: https://www.energy-innovation-austria.at/

 

Facts zum Studiengang

Masterstudium - 4 Semester. Abschluss: Diplomingenieur/in für technisch-wissenschaftliche Berufe - Dipl.-Ing./in. Organisationsform: berufsbegleitend – blended learning, Unterricht am Studienzentrum in Pinkafeld im Schnitt alle zwei Wochen: in der Regel Freitag 14 Uhr bis 21 Uhr und Samstag von 8.30 Uhr bis ca. 17.15 Uhr.

 

Anmeldung für Studienstart im Herbst 2020 noch bis 31. Mai 2020 möglich.

 

Informationen unter www.fh-burgenland.at, der InfoLine 05 7705 3500 und bei der InfoLounge jeden ersten Samstag im Monat von 10 Uhr bis 12 Uhr an den Studienzentren in Eisenstadt und Pinkafeld.

 

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at