27. August 2019

Wie kreativ müssen Personalmanager in der Ansprache potenzieller Mitarbeiter heute werden? Eine Studierendengruppe der FH Burgenland hat sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Storytelling im Recruiting auseinandergesetzt.

Zwei Damen in einem Bewerbungsgespräch.

Aktuelle Trends im Recruiting sind Thema im Masterstudiengang Human Resource Management der FH Burgenland.

Eisenstadt, 27. August 2019 – Der Fachkräftemangel hat im Personalwesen den Spieß umgedreht. Studiengangsleiterin Silvia Ettl-Huber: „Kämpften früher zahllose Bewerber um den begehrten Traumjob, sind es nun die Unternehmen, die in Form von Jobselling ihre freien Stellen zu Markte tragen“. Dabei heißt es, kreativ zu sein, um Aufmerksamkeit zu erregen und die geeignetsten Bewerber ans Unternehmen zu binden. Eine Studierendengruppe des Masterstudiengangs Human Resource Management und Arbeitsrecht MOEL der FH Burgenland setzte sich im vergangenen Sommersemester mit Lehrveranstaltungsleiter Heinz Herczeg intensiv mit der Frage auseinander, wie sich Storytelling als Instrument in der Mitarbeitersuche nutzen lässt. Die von ihnen entwickelte Kampagne gilt in der Branche schon jetzt als Best-Practice Beispiel.

In dieser Lehrveranstaltung habe ich gelernt, wie sich aus einer Arbeitsplatzbeschreibung eine Heldengeschichte entwickeln kann.

Josef GreinerStudent

Warum mein Kaffee immer kalt wird

„Die Frage, die sich für Personalmanager mitunter stellt, ist nicht nur, wie wir Personen finden, welche unser Unternehmen perfekt ergänzen, sondern vielmehr auch, wie wir unseren Recruitingprozess agiler gestalten, um potentiellen Bewerbern die Möglichkeit zu eröffnen, selbst zu erkennen ob sie die konkreten Jobchallenges meistern können und sich dem Arbeitsalltag stellen möchten“, erklärt die Studentin Iris Gutmayer. Durch die von den Studierenden entwickelte Kampagne sollten sich also nur Personen angesprochen fühlen, die mit den Herausforderungen der fiktiv ausgeschriebenen Stelle eines Transportmanagers bei LKW Walter auch umgehen können. Unter der Headline „Warum mein Kaffee immer kalt wird“ werden den Bewerbern mehrere Szenarien als kleine Bildgeschichten dargestellt. Stressresistenz, Kommunikationsfähigkeit und Ergebnisorientierung werden darin als notwendige Eigenschaften herausgearbeitet.

Arbeitsplatzbeschreibung als Heldengeschichte

„Wir haben versucht, den Job mit Story Szenarien möglichst gut zu beschreiben“, erklärt die Studentin Tetyana Wisgrill. Dass den Studierenden dies erfolgreich geglückt ist, bestätigen die Rückmeldungen von Lehrveranstaltungsleiter Heinz Herczeg (life CREATOR CONSULTING GmbH) und Studiengangsleiterin Silvia Ettl-Huber: „Storytelling ist als Instrument wunderbar im Jobselling einsetzbar, wie unsere Studierenden anschaulich bewiesen haben. Wir haben die Kampagne bereits bei HR-Expertenzirkeln vorgestellt und damit definitiv ein Best-Practice Beispiel aus dem Hause FH Burgenland geliefert.“ Einen Mehrwert für die Studierenden brachte die kreative Arbeit in jedem Fall. „In dieser Lehrveranstaltung habe ich gelernt, wie sich aus einer Arbeitsplatzbeschreibung eine Heldengeschichte entwickeln kann“, sagt Student Josef Greiner. Seine Studienkollegin Iris Gutmayer ergänzt: „Eine großartige Gelegenheit, nicht nur den Blick über den Tellerrand zu wagen, sondern einen Schritt weiterzugehen und Neues auszuprobieren.“ Weitere Mitglieder des Projektteams waren Tanja Hermann und Volker Hochstätter.

 

Informationen zum Studiengang hier. Eine Anmeldung ist ab Oktober 2019 für einen Studienstart im September 2020 möglich.

Rückfragehinweise:
Mag.a Martina Landl
Leitung Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3520
E-Mail: martina.landl[at]fh-burgenland.at