04. Juni 2019

Er ist eines der größten Probleme für unseren Planeten und aktuell in aller Munde: der Müll. In mehreren Studiengängen der FH Burgenland beschäftigen sich die Entscheider von morgen mit nachhaltigen Lösungen und innovativen Technologien rund um Abfall.

Drei Studierende vor einem Laptop. Vor ihnen liegt Haushaltsmüll.

In mehreren Studiengängen der FH Burgenland beschäftigen sich Studierende mit möglichen Lösungen zum Thema Müll.

Eisenstadt, 04. Juni 2019 – Die aktuellen umweltbezogenen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. Klimawandel und Ressourcenknappheit bedürfen gut ausgebildeter Experten mit Weitblick, davon ist man an der FH Burgenland überzeugt und bindet Lehrinhalte und Projekte zu den Themen Müll und Abfall daher in die Curricula mehrerer Studiengänge ein.

Augen öffnen für die Zukunft der Entsorgung

Dass auch Profis der Branche von diesen an der FH Burgenland gelehrten Inhalten profitieren, bekräftigt Katharina Moritz. Die Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsverbandes Knittelfeld hat sich entschieden, sich im Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement der FH Burgenland höher zu qualifizieren. Sie schätzt vor allem die Breite der Ausbildung. „Für eine Tätigkeit in der Abfallwirtschaft ist eine fächerübergreifende Ausbildung wichtig“, sagt sie. „Das Studium stellt für mich eine große Bereicherung dar.“ Sie ist mit 20 Mitarbeitern aktuell für die Müllentsorgung von acht Gemeinden zuständig. Junge Experten werden in diesem Bereich dringend gebraucht, ist sie überzeugt. Es gelte richtige Entsorgungswege zu definieren und neue Technologien zu entwickeln, um der Schädigung unserer Umwelt durch Abfall entgegen zu wirken.

Lernen von Profis im Hörsaal

Enger Austausch mit Experten der Branche besteht auch im Masterstudiengang Energie- und Umweltmanagement, wie Studiengangsleiter Christian Wartha erklärt: „Wir arbeiten im Bereich Abfallwirtschaft mit dem Burgenländische Müllverband (BMV) sowie mit dem Umweltdienst Burgenland (UDB) bereits seit Jahren zusammen. Gemeinsame Forschungsprojekte und Masterarbeiten ermöglichen den Studierenden aktuelle Probleme aus der Praxis wissenschaftlich zu bearbeiten.“ Die Zusammenarbeit werde in Zukunft weiter intensiviert, so Wartha. Geplant sei, den Studierenden aktuelle Themen aus der Praxis in Gastvorträgen durch Fachleute des BMV und UDB näherzubringen.

Neue Technologien austesten

Doch nicht nur am Department Energie-Umweltmanagement der FH Burgenland ist Müll ein Thema. Eine Projektgruppe im Masterstudiengang Cloud Computing Engineering arbeitete im letzten Studienjahr an einem Smarten Müllcontainer. Ziel der Studierenden war es, die Entsorgung von Müll durch die Müllabfuhr ressourcenschonender zu gestalten. Die smarte Mülltonne meldet über Sensoren ihren Befüllungsgrad selbst an den Entsorger. „Vor allem dort, wo die Wege weit sind, macht es Sinn, die Tonne erst dann abzuholen, wenn sie auch voll ist“, erklärt der Student Thomas Hochgatterer. Meldet sich die Tonne als abholbereit, wird sie mit ihren GPS Daten automatisch auf die nächste Route des Entsorgers gesetzt. Hauptaugenmerk legten die engagierten Studierenden auf die Software im Hintergrund. Neu sei dieses System zwar nicht, so der Student, allerdings habe man im FH Projekt darauf geachtet, eine leistbare Lösung gerade für kleinere Kommunen und Entsorger zu entwickeln. Spannend fanden die Studierenden „die interdisziplinäre Komponente bei der Bearbeitung. Das fächerüberspannende Projekt hatte Facetten aus rechtlichen Bereichen wie Datenschutz oder Lizenzrecht, aber auch die gesamte technische Perspektive zur Entwicklung kleiner Softwareapplikationen in sich vereint.“

Systemzusammenhänge vermitteln

Für eine ganzheitliche Betrachtung der aktuellen Herausforderungen plädiert Arne Ragossnig von Die Umweltkonsulenten. Der externe Lehrende gestaltet im Bachelorstudiengang Energie- und Umweltmanagement eine Lehrveranstaltung zu den Themen Recyclingtechnik, Landfill- und Urban-Mining. „Es ist wesentlich unseren jungen Ingenieuren Systemzusammenhänge zu vermitteln. Im Bereich des Recyclings bzw. der Abfallwirtschaft generell bedeutet das maximale Nutzung der Sekundärressourcen aus Abfällen mit den entsprechenden volkswirtschaftlichen und ökologischen Vorteilen, wobei jedoch unbedingt auf saubere Kreisläufe zu achten ist. Das heißt es darf durch das Recyceln nicht zu einer Verschlechterung der Umweltsituation durch Einbringen von Schadstoffen in Produkte oder die Umwelt kommen.“

Mehr Informationen zum Studienangebot der FH Burgenland finden Sie unter www.fh-burgenland.at

Rückfragehinweise:
Mag.a Christiane Staab
Marketing & Kommunikation
Fachhochschule Burgenland GmbH
Tel: +43 (0)5 7705 3537
E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at