25.01.2019

FH baut Physiotherapie-Studium aus – Start nun jährlich

Zusätzliche Ausbildungsplätze decken hohes Interesse der Studienwerber ab

Dringender Bedarf an Physiotherapeuten quer durch alle Versorgungsbereiche

„Physiotherapie“ steht sowohl bei Studienwerbern als auch bei Gesundheitseinrichtungen hoch im Kurs.

Eisenstadt, 25. Jänner 2019 – Mehr als 400 (!) Bewerber auf 25 Studienplätze, ein dringender Bedarf an bestens ausgebildeten Physiotherapeuten im Gesundheitsbereich. – „Physiotherapie“ steht sowohl bei Studienwerbern als auch bei Gesundheitseinrichtungen hoch im Kurs. Diesem Umstand trägt die FH Burgenland jetzt durch eine Ausweitung der Studienplätze Rechnung. Die Hochschule startet das Studium ab September 2019 nicht wie bisher alle zwei Jahre, sondern jährlich. „Damit sichern wir die Versorgung des Burgenlandes mit physiotherapeutischen Leistungen noch besser ab“, unterstreicht Landesrat Hans Peter Doskozil: „Mir ist wichtig, im Land flächendeckend die beste medizinische Betreuung anbieten zu können. Diese Investition ist ein wesentlicher Beitrag dazu.“ Weiterer erfreulicher Effekt: „Die zusätzlichen Plätze in diesem herausfordernden Berufsfeld bringen größere Chancen für motivierte und qualifizierte junge Menschen, ihre Berufswünsche auch tatsächlich erfüllen zu können“, stellt FH-Geschäftsführer Georg Pehm fest.

Dem Entschluss zum jährlichen Start des Bachelor-Studiengangs Physiotherapie ging eine fundierte Analyse voraus. Einbezogen wurde sowohl die Sicht von Interessierten als auch der Bedarf von Krankenanstalten, Kur- und Rehabilitationsbetrieben sowie im Bereich der frei tätigen Physiotherapeuten. Fazit: Für Absolventen ergeben sich im Berufsfeld jedenfalls hervorragende Arbeitsmarktaussichten.

Liegt die Studienplatzfinanzierung an Fachhochschulen grundsätzlich in der Hand des Bundes, sind nach den Regelungen des Finanzausgleichs Studiengänge im Bereich der medizinisch-technischen Dienste von den Ländern zu finanzieren.

Zusätzliche Mittel von 1,0 Mio. Euro für Ausbildung im Gesundheitsbereich.

Finanz-Landesrat Doskozil gab mit zusätzlichen Geldern des Landes jetzt grünes Licht für den Ausbau der Physiotherapie und verbessert damit die Voraussetzungen für eine hochwertige Gesundheitsversorgung in allen Landesteilen: „Jeder Euro, den wir im Gesundheitsbereich zusätzlich einsetzen, kommt vielfach zurück“, betont Doskozil: „Denn mehr Prävention, fachgerechte Therapien und raschere Rehabilitation bringen höhere Lebensqualität. Wir tragen dazu bei, dass viele Menschen länger gesund bleiben oder schneller wieder gesundwerden können.“

Insgesamt investiert das Land in den nächsten fünf Jahren rund 1,0 Mio. Euro zusätzlich in die Ausbildung in der Physiotherapie. Für das Studium werden – wie bei allen anderen Studiengängen der FH Burgenland auch – von den Studentinnen und Studenten keine Studiengebühren zu bezahlen sein. Damit zählt die FH Burgenland zu den wenigen Ausnahmen im FH-Sektor.

FH begrüßt Initiative: „Schließt Lücke zwischen Interesse und Studienplatz-Angebot“

Die FH Burgenland begrüßt die Initiative und ist für den Ausbau bereits gut vorbereitet: „Wir können damit die höchst erfreuliche Entwicklung in den Gesundheitsstudiengängen konsequent fortsetzen und unsere Kompetenz in Lehre und Forschung in diesen Feldern damit weiter stärken“, erläutert Pehm. Der Schwerpunkt sei auch höchst zukunftsgerichtet, ist der FH-Geschäftsführer überzeugt: „Denn klar ist, dass die inhaltlichen Anforderungen ebenso wie der Bedarf an hervorragend ausgebildeten Gesundheitsexperten weiter steigen wird.“

Aus den vorangegangenen Aufnahmeverfahren an der FH Burgenland sei deutlich geworden, dass die Nachfrage von Bewerberinnen und Bewerbern an diesem Studiengang und die Zahl der angebotenen Studienplätze extrem auseinanderklaffen. Zuletzt waren auf 25 Studienplätze im Bachelorstudiengang Physiotherapie an die 400 Bewerberinnen und Bewerber zu verzeichnen. Die Relation zwischen angebotenem Studienplatz und Nachfrage betrug damit 1:16. „Diese Diskrepanz spiegelt im Übrigen auch die Situation an anderen Hochschuleinrichtungen im Bereich der Physiotherapie wider, wodurch Burgenländerinnen und Burgenländer auch kaum Ausweichmöglichkeiten und alternative Ausbildungseinrichtungen in Anspruch nehmen können“, weiß Pehm.

Neue Betätigungsfelder in der Physiotherapie erwartet

Nicht nur für Studierende und zukünftige Patientinnen und Patienten bringt die Neuregelung Vorteile. „Natürlich ist es auch in der Organisation des Studiums von Seiten der FH Burgenland von Vorteil, wenn wir jährlich, kontinuierlich und langfristig planen und arbeiten können“, sagt Studiengangsleiterin Heike Bauer-Horvath. Sie und ihr Team bilden in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen Praxiseinrichungen seit mehr als vier Jahren bestens ausgebildete Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten aus.

„Das Feld der Physiotherapie wird in Zukunft unbestritten eine noch größere Rolle spielen“, ist Bauer-Horvath überzeugt. So werden etwa in der Langzeit-Geriatrie, in der Onkologie und Palliativmedizin oder in der Prävention und Gesundheitsförderung zukünftig erweiterte Betätigungsfelder für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten entstehen, die abzudecken sind.

Fakten zum BA-Studiengang „Physiotherapie“

Mindest-Studiendauer: 6 Semester. Akademischer Grad: Bachelor of Science in Health Studies (BSc) und Berufsbefähigung als PhysiotherapeutIn. Organisationsform: Vollzeit. Studienplätze: 25. Start: jährlich. Studienorte: Campus Pinkafeld, Schloss Jormannsdorf. Sprache: Deutsch (einzelne Lehrveranstaltungen werden in Englisch abgehalten).

Eine Anmeldung für den Studienstart im Herbst 2019 ist bis 31. März 2019 möglich. Infos unter www.fh-burgenland.at. „InfoLounge“ mit persönlicher Beratung: jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr am Studienzentrum Pinkafeld (Anmeldung nicht erforderlich).

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Rückfragehinweise:

Mag.a Christiane Staab

Marketing & Kommunikation

Tel: +43 (0)664 885 03 927

E-Mail: christiane.staab[at]fh-burgenland.at