16. Jänner 2020
Monika Köstinger
Von: Monika Köstinger

Studentin Katharina Landl mit ihren Studienkolleginnen im Hof am Campus Eisenstadt

Studierende erzählen von ihrem ersten Semester an der FH Burgenland.

Zu Beginn eines Studiums stehen hohe Erwartungen. Der Wunsch, Neues zu lernen und eine Ausbildung gemäß den eigenen Interessen zu absolvieren, ist groß. Gerade am Anfang ist alles auch noch ungewohnt und fremd. Unsere Studierenden stellen sich dabei neuen Herausforderungen und vorerst unbekannten Situationen, um wertvolle Erfahrungen für ihre berufliche Zukunft zu sammeln.

Nachdem sie nun bald das erste Semester hinter sich haben, möchten wir wissen, wie es ihnen dabei ergangen ist. 

Wie waren ihre ersten Tage, Wochen und Monate? Haben sie sich bei uns eingelebt? Welche Erfahrungen sammelten sie bisher und sind sie glücklich mit ihren Entscheidungen?

Wir haben uns unter Bachelorstudierenden umgehört und genauer nachgefragt.
 

Junge Frauenpower

Isabella Gasnarek gefällt es in ihrem Bachelorstudium Gebäudetechnik und Gebäudeautomationirrsinnig gut“. Und das, obwohl sie die einzige Frau in ihrem Semester ist. Beirren lässt sich die selbstbewusste Studentin dadurch nicht. Sie kennt das bereits von ihrer Schulzeit an der HTL Mödling. Hier zählte sie in der Fachrichtung Maschinenbau ebenfalls als Frau zur Minderheit.

Dass sich Isabella für Bereiche interessiert, die eher von Männern dominiert werden, stört sie nicht. „Die ältere Generation unterschätzt mich oft. Ich werde manchmal gefragt, ob ich mir das wirklich zutraue. Aber heutzutage sollte es eigentlich normal sein, dass es auch Frauen in die technischen Bereiche zieht“, sagt sie. „Meine Studienkollegen finden das jedenfalls cool. Mir gefällt es auch, denn ich finde Burschen einfach unkomplizierter.“ Dass die Studentin das gewisse Know-how mitbringt, erkannte bereits ihr Lehrer an der HTL. Er informierte sie über den speziellen Studiengang der FH.

Nun punktet die Mödlingerin mit ihren Vorkenntnissen, wie zum Beispiel in Mathematik. Da sie sich einige Lehrveranstaltungen anrechnen lassen konnte, genießt Isabella mehr Freizeit als manche ihrer Mitstudenten. Um sich das tägliche Pendeln von Mödling nach Pinkafeld zu ersparen, hat sie sich im Studierendenwohnheim niedergelassen und bereits gut eingelebt. Begeistert ist sie jedenfalls vom guten Essen der Mensa und vom familiären Flair. „Es ist alles kleiner als in Mödling, jedoch macht es das äußerst kuschelig.

Um in der Freizeit Langeweile zu vermeiden, nutzt sie gemeinsam mit Studierenden die WhatsApp-Gruppe namens „Stuck in Pinkafeld“. „Damit machen wir uns diverse Treffen aus, um gemeinsam Zeit zu vertreiben. Meistens landen wir im Gasthaus Zapfel“, schmunzelt sie. Am meisten punktet die FH bei ihr durch die tolle Organisation. Die Termine stehen gleich am Anfang des Semesters fest. Auch die Abläufe der Lehreinheiten sind, laut Isabella, ideal.

Wir können die frisch gelernte Theorie sofort in der anschließenden Übung anwenden.

Isabella GasnarekStudentin im Bachelorstudiengang Gebäudetechnik und Gebäudeautomation

Von dem Engagement der Lektorinnen und Lektoren ist die Erstsemestrige sehr begeistert: „Alle sind total nett!“ Ihre Studienwahl bereut Isabella zurzeit kein bisschen. Sie freut sich schon auf Lehrveranstaltungen wie Strömungslehre. „Am meisten bin ich auf die Lehreinheiten im Labor gespannt, denn das hat eine vielversprechende Ausstattung.“

Geschätztes Angebot

Auch für Isabellas Studienkollegen Dominic Tockner war das erste Semester bisher aufregend, spannend und sehr vielfältig. Bereits zu Studienbeginn schilderte er uns im Blogbeitrag „Sie kommen, sie starten und nun studieren sie“ seine ersten Eindrücke. Jetzt ist er sich sicher: „Ich bereue es nicht, Gebäudetechnik und Gebäudeautomation gewählt zu haben. Das Studium beinhaltet diverse Vielfalten, nach denen ich gesucht habe.

Dominic schätzt die Hilfsbereitschaft und Teamfähigkeit seiner Mitstudierenden sehr. Highlights erlebte der junge Student aus Tulln bereits in seinem ersten Semester: „Ich hatte mehrere besondere Momente. Da wären einerseits die neu geknüpften Freundschaften und andererseits die spannenden Lehrveranstaltungen bzw. Übungen der einzelnen Studienfächer. Besonders stolz bin ich auf die bereits abgelegte Prüfung in Wissenschaftliches Arbeiten.“ An den Vorlesungen sei zu merken, dass alle Lektoren sehr kompetent, freundlich und gut organisiert sind, erzählt er weiter. Seine Studienwahl hat er bisher nicht angezweifelt.

Um ehrlich zu sein, ein Studium ist nie leicht. Manchmal wird es Momente geben, in denen man nicht weiterweiß, aber dennoch sollte man nie aufgeben bzw. aufhören zu kämpfen.

Dominic TocknerStudent im Bachelorstudiengang Gebäudetechnik und Gebäudeautomation

Bewährte Ausdauer

Es kommt mir so vor, als hätte ich nie etwas Anderes gemacht. Alles war bisher sehr aufregend“, erzählt Katharina Landl begeistert über ihr erstes Semester im Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen. Mit ihrer Studienwahl ist sie äußerst zufrieden, denn:

Es ist der internationale Bezug, der mir so zusagt. Auch die praktischen Übungen machen das Studium richtig lebendig.

Katharina LandlStudentin im Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Neben Business Englisch hat sich Katharina für die zweite lebende Fremdsprache Russisch entschieden, da sie diese bereits in der Schule lernte. Zu einem ihrer bisherigen Highlights an der FH Burgenland zählt sie die erste Woche zum Semesterstart. „Wir haben bei einem Outdoor-Seminar teilgenommen, das viel Spaß machte. So war es möglich, uns besser kennenzulernen und unsere Teamarbeit gleich von Anfang an zu stärken“, so die Studentin aus Rohrbach.

Ihr gefällt es, dass die Gruppen je nach gewählter Sprache aufgeteilt sind. Freundschaften wurden bereits viele geschlossen. Laut Katharina sind auch die Lektorinnen und Lektoren sehr engagiert, bringen viel Expertise mit und gehen auf Fragen ein. „Ich bin im Studium fleißiger als in der Schule. Es macht Spaß und, wenn man dranbleibt, zahlt es sich wirklich aus.“ Doch auch Tiefpunkte kennt die Studentin bereits, in denen sie kurz über einen Abbruch nachdachte, denn:

„Als ich für Steuerrecht lernte, wurde die Zeit etwas knapp und es war sehr nervenaufreibend. Daher möchte ich in Zukunft mein Zeitmanagement verbessern.“ Schließlich ging auch hier alles gut. Die Zweifel verschwanden schnell wieder und jetzt freut sich Katharina schon darauf, nach einem geeigneten Praktikum in Russland zu suchen.

Ansteckende Begeisterung

Chiara Feher studiert im ersten Semester im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit. Auf die Frage, wie für sie das erste Semester war, antwortet sie begeistert: „Voll cool. Am Anfang war ich schon etwas nervös, doch durch die vielen netten Leute hat sich schnell bestätigt, dass ich mit meiner Studienwahl die richtige Entscheidung getroffen habe.“ Die motivierte Studentin aus Münchendorf hat sich schnell eingelebt und das persönliche Umfeld sagt ihr zu. Auch, dass die Studierenden in den Lehrveranstaltungen und Übungen auf kleinere Gruppen aufgeteilt sind, empfindet sie als sehr positiv. „So geht man bei Diskussionen nie unter und jeder traut sich auch, Fragen zu stellen.“

Über ihre Mitstudierenden hat sie nur Gutes zu berichten:

Wir sind eine bunt gemischte Truppe aus Alt und Jung. Wir helfen uns gegenseitig und tauschen unsere Erfahrungen aus.

Chiara FeherStudentin im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit

Von den Lektorinnen und Lektoren ist sie begeistert. „Sie bringen wertvolle Erfahrungen mit und die Lehrveranstaltungen sind hier nicht so starr wie im Schulunterricht. Es ist viel lockerer und man bekommt vertiefende Einblicke in die Materie.“ Ein besonderer Moment war für Chiara der Besuch der IFSW (International Federation of Social Workers) Europakonferenz in Wien. Hier trafen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der ganzen Welt aufeinander, um sich über die aktuellsten Themen zu Sozialschutz und Menschenwürde auszutauschen.

Die Studentin hofft, dass sie in den nächsten Semestern weitere positive Kenntnisse sammeln kann und blickt ihrem ersten Praktikum mit großer Freude entgegen. Dass sich Chiara jedenfalls bei uns schon richtig heimelig fühlt, zeigt auch ihr soziales und sportliches Engagement beim Benefiz-Turnier „Freunde Kicken für Afrika“. Dort unterstützte sie als einzige Frau das FH-Fußball Team, um Spenden für ein Waisenhausprojekt in Tansania zu sammeln.

Wir freuen uns, dass ihr euch wohl fühlt und wünschen euch noch viele besondere Erlebnisse und einzigartige Erfahrungen.