31. Juli 2020
Monika Köstinger
Von: Monika Köstinger

Eine springende Frau

Auch, wenn weites Vorausplanen und das Schmieden von Zukunftsplänen noch bei einigen so manche Zweifel auslösen, blicken wir an der FH Burgenland bereits positiv in das neue Studienjahr. Ein gewohnter Alltag am Campus fehlt weiterhin, aber eines ist garantiert – wir starten im September voller Zuversicht in das Wintersemester 2020/2021 und freuen uns jetzt schon darauf.

Doch wie ging es unseren Bewerber*innen, den zukünftigen Studierenden, während der letzten Monate und wie nehmen sie all die Maßnahmen aufgrund von Corona wahr? Blicken auch sie nichtsdestotrotz positiv in ihre Zukunft?

Wir haben uns umgehört...

Klar ist jedenfalls, dass sich viele einen „normalen“ Studienstart wünschen. Wer möchte denn nicht gerne die neuen Studienkolleg*innen, Lehrenden und auch den Campus persönlich kennenlernen? Dass es diesmal doch etwas anders sein wird als zuvor, das ist besonders unseren zukünftigen Studierenden im Gesundheits-Department bewusst.

Katharina, Annika und Desiree beginnen gemeinsam im September ihr Bachelorstudium in Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung. Die gesetzten Maßnahmen sehen alle drei trotz der vielen Einschränkungen als angemessen an.

Da ich so eine Pandemie noch nie zuvor erlebt habe, war es anfangs ein komisches und auch teilweise beängstigendes Gefühl. Natürlich ist so eine Zeit, in der man teilweise sehr isoliert gelebt hat, für alle fordernd und für den ein oder anderen auch psychisch sehr schwer zu ertragen. Jedoch bin ich der Meinung, dass wir nur gemeinsam Covid-19 loswerden und dann unseren gewohnten Alltag wieder aufnehmen können. Da wir als junger Teil der Bevölkerung viel dazu beitragen können, indem wir Rücksicht auf ältere Personen nehmen, um die Infektionsgefahr der Risikogruppe zu minimieren, habe auch ich mich streng an die Regeln gehalten.

Annika MariaStudentin

Ihr Aufnahmegespräch fand bedingt durch Corona telefonisch statt. „Anfangs dachte ich mir, dass ich es lieber persönlich absolviert hätte, da man ja trotzdem einen ersten Eindruck vermittelt, wenn man sich gegenübersteht, aber da es dann ein sehr nettes und entspanntes Gespräch war, war ich doch ganz glücklich.“

Bei Katharina war es ähnlich: „Das Aufnahmeverfahren war für mich sehr interessant, da ich mich nur an dieser FH und das erste Mal generell bei einer FH beworben habe und natürlich einiges vorbereiten musste.“ Katharina befindet sich seit Mitte März in Kurzarbeit und hatte Angst davor, ihren Job zu verlieren und auch, dass ihre Aufnahme an der FHB gefährdet sein könnte. Die Corona-Maßnahmen empfindet sie jedenfalls als angemessen. „Obwohl es für jeden Einschränkungen gegeben hat bzw. gibt, bin ich froh, wenn alles wieder normal ist.“

Desiree hingegen war schon vor Corona zu Hause, um ihren Sohn bei seiner Einschulung zu unterstützen. Jetzt sammelte sie neue Erfahrungen im Home-Schooling und überwand so einige Hürden: „Ich finde es natürlich besser, wenn man eine Ansprechperson direkt im Unterricht hat, da so Fragen schnell beantwortet werden können, aber wenn es eben nicht anders geht, muss man einfallsreich sein.“ Sie hofft, dass sie sich im Studium schnell zurechtfindet und wünscht sich, dass sie nach dem Studium alle fachlichen Kompetenzen erlernt und anwenden kann.

Viele wünschen sich einen normalen Studienstart am Campus in Pinkafeld. Jedoch zeigen sich unsere Studierenden verständnisvoll und geduldig.

Natürlich würde ich gerne meine zukünftigen Kollegen und Kolleginen persönlich kennenlernen, und auch das Gebäude erkunden. Man muss jedoch das Beste aus der Situation machen. Zurzeit hoffe ich jedenfalls auf eine positive Zeit an der FH und auf einen positiven Abschluss, um danach hoffentlich den richtigen Job zu finden.

KatharinaStudentin

Dem stimmt Annika nur zu: „Es wäre schön, wenn die FH wie gewohnt beginnen könnte, jedoch würde ich mich genauso auf den Studienstart freuen, wenn er online stattfindet“.

Auch für Desiree ist es kein Problem, wenn das Studium im Herbst nicht wie erhofft startet. „Natürlich wäre das Szenario von einem „gewöhnlichen“ Studienstart optimal, aber sollte es anders sein, werde ich auch das meistern. Man nimmt die Herausforderungen wie sie kommen.“

Apropos Herausforderungen…

Was Distance Learning und selbstständiges Lernen bedeuten, das wurde Sebastian im Lockdown nur allzu klar. Er zählt zu jenen Maturant*innen, die heuer unter besonderen Umständen ihren Schulabschluss hinter sich gebracht haben.

„Ich hatte Anfang April die Befürchtung, dass sich meine Matura auf September verzögern würde – aber dann hat doch alles noch im Mai geklappt.“ Von Ende März bis Anfang Mai hat er Zuhause fleißig gelernt. Anfangs machte er aufgrund des plötzlichen Eintretens  weniger gute Erfahrungen mit Distance Learning. Aber nach und nach pendelte sich alles ein. „Ich denke, dass diese Art des Lernens bzw. Lehrens hohes Potenzial hat – wenn man genug Zeit hat, das alles ordentlich zu organisieren, würde Home-Schooling sicher eine gute Form des Lernens und Lehrens für alle beteiligten Personen darstellen.“

Über seine Zusage für einen Studienplatz im Bachelor IT-Infrastruktur Management ist Sebastian total begeistert. „Es war eine Erleichterung zu wissen, dass man einen Platz an der FH hat, an der man unbedingt studieren möchte.“ Sein Aufnahmegespräch sei sehr angenehm verlaufen: „Normalerweise verspürt man in solch einer Situation großen Stress, aber dieser konnte durch das freundliche Gespräch gelindert werden.“ Für seine Zukunft wünscht sich Sebastian, dass er am Ende einen Job bekommt, der seiner Ausbildung entspricht und Spaß macht. „Bevor ich jedoch ins Arbeitsleben eintrete, ist nach meinem Bachelorstudium noch ein fortführendes Masterstudium im Bereich Cloud Computing Engineering(ebenfalls an der FH Burgenland) meinerseits geplant.“

Auch für ihn ist es absolut kein Problem, wenn das Studium vermehrt online stattfindet.

Es handelt sich hierbei um eine nie dagewesene Situation. Prinzipiell ist diese Lage für uns alle neu und sollte jeden daran erinnern, was wirklich wichtig ist – Gesundheit. Es sollte jeder Einzelne sich Gedanken darüber machen, was er oder sie machen kann, um zur Gesundheit aller beizutragen. Dazu gehören das Tragen von Masken, Einhaltung des Sicherheitsabstandes, Verwendung von Desinfektionsmitteln, häufiges Händewaschen, usw.

SebastianStudent

Eines ist klar, wir freuen uns jetzt schon auf euch! Also bleibt gesund, sicher und stets positiv!

Wir wünschen einen schönen Sommer! ;)