18. Dezember 2019
Christiane Staab
Von: Christiane Staab

Daniel Stögerer absolvierte eine HTL, fand dann aber im Gesundheitsbereich seine Bestimmung.

Ich habe im Zivildienst meine soziale Ader entdeckt und mich für eine Karriere in der Pflege entschieden. Eine Entscheidung, mit der ich bis dato sehr glücklich bin.

Im Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Burgenland fühlt sich der engagierte junge Mann gut aufgehoben und absolvierte kürzlich ein fast dreimonatiges Praktikum in Simbabwe.

In der humanitären Hilfe sieht er auf lange Sicht seine berufliche Zukunft und konnte über den Verein Promise Foundation Austria auch schon erste Erfahrungen sammeln. „Gemeinsam mit der Promise Foundation Austria habe ich bereits mitgeholfen, in einer Volkschule in Kariyangwe, im ländlichen Nordosten Simbabwes, eine Schulküche und ein Kindergartengebäude aufzubauen.“ Nun ist er für eines seiner zahlreichen im Studium vorgesehenen Praktika in die Region zurückgekehrt.

„Für die ersten sechs Wochen arbeitete ich im Kariyangwe Mission Hospital, einem kleinen Spital mit 70 Betten, ca. 10 angestellten Krankenpflegern, inklusive Pflegehelfern, Reinigungskräften, Köchen und Ambulanzfahrern und KEINEM Arzt. Die Tätigkeiten waren vielfältig: Abgesehen von der üblichen Krankenversorgung (stationär und ambulant) habe ich Kinder geimpft, auf Unterernährung untersucht, Brandwunden versorgt, bei Geburten assistiert usw.“ Für eine Woche begleitete Daniel im Rahmen einer nationalen Impfkampagne ein 5-köpfiges Team, das das gesamte Einzugsgebiet des Krankenhauses abfuhr und etwa 2.000 Kinder in ihren Dörfern gegen Masern und Röteln impfte.

Die zweite Hälfte seines Praktikums verbrachte er in der Schwangerschaftsfürsorge und Geburtenstation des wesentlich größeren Binga District Hospitals. Besonders spannend war es für Daniel, unter den gegebenen Bedingungen vor Ort gute Arbeit zu leisten.

Der Aufenthalt hat meine Problemlösungskompetenz geschult. Man muss trotz limitierter Ressourcen (Stromausfälle, zum Teil kein fließendes Wasser, Engpässe an Medikamenten) versuchen, qualitative Pflege zu leisten.

Daniel StögererStudent der FH Burgenland

Sehr beeindruckt war er auch von der Kompetenz der Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger vor Ort. „Sie sind sehr gut ausgebildet und haben ein enormes Wissen. Nicht zuletzt, weil sie auch die Arbeit der Ärzte abdecken müssen.“

Die Möglichkeit, für Daniels Verein zu spenden, haben Sie hier: www.pfau-verein.org