01. Juni 2022
Christiane Staab
Von: Christiane Staab

Ausschlaggebend für Michael Schubaschitz‘ Interesse an Energiethemen war wohl sein Vater.

„Er war für das Fernwärmenetz in meinem Heimatort im Burgenland verantwortlich und ich erinnere mich, dass ich vom Kindergarten daheim bleiben durfte, um bei den Arbeiten zuzusehen“, erzählt Schubaschitz. Nach Abschluss der HTL Pinkafeld bekam er von einem Professor den Tipp, an der FH Burgenland Gebäudetechnik zu studieren.

„Das war in mehrerlei Hinsicht reizvoll für mich. Unter anderem, weil ich bereits beim Berufseinstieg merkte: Top-Mitarbeiter und Führungskräfte kommen aus Pinkafeld.“ Seit 1994 gilt der Studienstandort Pinkafeld als DAS österreichische Zentrum für Gebäudetechnik, das auch über die Grenzen des Landes bekannt ist. Als Michael Schubaschitz sein Masterstudium in Luzern (CH) absolviert, ist die Kaderschmiede Pinkafeld auch dort ein Begriff.

Fachlich spezialisierte er sich schon in der Studienzeit auf den Bereich der Industrieenergietechnik und eröffnete im Jänner ein Ingenieurbüro für thermische Energietechnik (www.thermolink.at). „Es geht um Industrieenergieoptimierung. Meine Kunden kommen aus allen Industriezweigen, zum Beispiel aus dem Lebensmittel-, Kunststoff- oder Metallbereich.“ Der Experte führt sogenannte Pinch-Analysen durch, um das Potenzial für Energie-, CO2 und Kostenreduktion für die Unternehmen zu ermitteln und konkrete Maßnahmen daraus abzuleiten.

Zusätzlich ist er im Bereich der Fernwärme- und Fernkälteerzeugung bei der EVN tätig. „Den Energieversorgern kommt zukünftig noch mehr eine Schnittstellenfunktion zu, wenn sich Gebäude verstärkt vom reinen Energiekonsumenten zum -produzenten entwickeln.“

Seiner ehemaligen Hochschule FH Burgenland streut Michael Schubaschitz Rosen.

Mit dem Studium bekommst du nicht nur das fachliche und praktische Wissen, sondern auch das Netzwerk. Man steigt als Absolvent beruflich in Positionen ein, wo man schon gewisse Entscheidungsbereiche und Verantwortung inne hat. Man verfügt über die Kompetenzen, Entscheidungen zu treffen, die auch Gehör finden.

Michael SchubaschitzAbsolvent der FH Burgenland

Als Absolvent weiß Michael Schubaschitz die im Studium vermittelten Kenntnisse sehr zu schätzen, denn „die Zukunft bringt große Herausforderungen für den Sektor“, ist er überzeugt. „Das Gebäude als Stromproduzent, etwa mittels Photovoltaik, kennen wir schon. Nun müssen wir die Herausforderungen der Energiewende auch auf andere Bereiche, etwa Wärme, umlegen. Gebäude, die sich vernetzen, werden die Zukunft sein. Expertinnen und Experten sind stark nachgefragt.“