19. Dezember 2019
Monika Köstinger
Von: Monika Köstinger

Studierende sitzen vor dem Christbaum und halten Geschenke

Das Spendenthema ist gerade in der besinnlichen Weihnachtszeit in aller Munde. Auch bei uns an der FH Burgenland setzen wir uns schon viele Jahre für humanitäre Zwecke ein. Egal ob im Rahmen einer Lehrveranstaltung wie zuletzt in der Social Business Vertiefung im Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen, bei der traditionellen WunschPunsch-Aktion von Bachelorstudierenden der Sozialen Arbeit, oder durch engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit hausgemachten Mehlspeisen Spenden sammeln. Wir engagieren uns gerne für den guten Zweck.

Und liegen damit voll im Trend: Österreicherinnen und Österreicher spenden doppelt so viel wie noch vor zehn Jahren. Das ist eines der Ergebnisse, die der Fundraising Verband Austria kürzlich in seinem Spendenbericht veröffentlichte. Im Jahr 2019 wird alleine in Österreich ein Spendenvolumen von rund 700 Mio. € erwartet, wobei gerade zu Weihnachten am meisten gespendet wird. 

 

Wir haben für euch Studierende zu ihrem Spendenverhalten befragt

Anna Prenner und Patrick Schnepf studieren im Bachelorstudiengang Information, Medien und Kommunikation. Ihnen ist Spenden sehr wichtig und gerade zur Weihnachtszeit spenden auch sie häufiger.  

Ich finde aber, dass es Spendenaktionen nicht nur in der Weihnachtszeit geben sollte. Deshalb versuche ich regelmäßig unterm Jahr an Organisationen zu spenden.

Anna PrennerStudentin im Bachelorstudiengang Information, Medien und Kommunikation

Wir haben uns heuer in der Familie darauf geeinigt, uns untereinander nur Kleinigkeiten zu schenken und das restliche Weihnachts-Budget zu spenden.

Patrick SchnepfStudent im Bachelorstudiengang Information, Medien und Kommunikation

Wie genau die beiden Studierenden spenden, ist sehr unterschiedlich. Von Spendenaktionen durch die Gemeinde oder über den Fußballverein, über Geschenke mit Mehrwert wie Patenschaften, bis hin zu Spenden an Organisationen, auf die sie über Facebook aufmerksam wurden. Die Vielfalt an Möglichkeiten zur Spende sind enorm und werden auch genutzt. Egal ob bar, per Bankeinzug oder Erlagschein.

Ganz genau zu wissen, wohin ihre Spenden gehen und für was sie verwendet werden, ist ihnen dabei nicht immer allzu wichtig.
 

Ich muss nicht genau wissen, an wen oder für was die Spende geht und verwendet wird. Aber mir ist wichtig, dass der Verwaltungsapparat der Organisation nicht zu viel von der Spende verwenden muss, um die laufenden Kosten zu decken. Daher spende ich an kleine Vereine und Organisationen, die regional tätig sind.

Partick SchnepfStudent

Wenn ich spenden will und es renommierte Organisationen sind, vertraue ich eigentlich ganz darauf, dass sie die Spende vernünftig einsetzen. Bei kleineren Organisationen oder Vereinen hinterfrage ich doch mehr.

Anna PrennerStudentin

Mehrwert im Fundraising

Damit Hilfsorganisationen und Vereine solch ein Vertrauen von ihren Spenderinnen und Spendern erwarten können, ist meist die richtige Fundraising-Strategie notwendig. Im Social Business sind daher Expertinnen und Experten mit dem gewissen Know-how und mit gesammelten Charity-Erfahrungen gefragt wie nie. Diese Anforderungen können Studierende im Bachelorstudium Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit der Vertiefung Social Business nach ihrem Abschluss auf jeden Fall bieten. Denn hier punkten sozial engagierte Studierende noch zusätzlich mit ihren internationalen Skills. 

Davon ist auch Rupert Roniger, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins „Licht für die Welt International“, bei seinem ersten Gastvortrag zum Thema Fundraising an der FH Burgenland überzeugt.

"Heutzutage benötigt man gut durchdachte Strategien, um Spenderinnen und Spender auf so unterschiedlichen Kanälen zu erreichen. Dazu werden gut qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gebraucht, die soziale Kompetenz und fundierte Erfahrungen mitbringen. Die Studierenden erlernen diese Qualifikationen an der FH Burgenland und können diese Corporate Social Responsibility schließlich vorweisen," so Roniger.

Studentin Sandra Smierciak hat sich sehr bewusst für dieses Studium entschieden. Diese besondere Kombination aus dem internationalen Wirtschaftsstudium mit der Vertiefung finde man sonst nicht, erzählt Sandra. Sie selbst arbeitet neben ihrem Studium bereits in der Katholischen Frauenbewegung Österreich und kennt sich mit den Aufgaben in Hilfsorganisationen und der Bedeutung des Spendens genau aus.

Ein Euro ist doppelt so viel wert, wenn man ihn spendet. Damit kann viel mehr bewirkt werden, als man denkt.

Sandra SmierciakStudentin im Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Auch für Studentin Anisa Abraham ist das Spendenthema schon seit vielen Jahren Standard.

In unserer Familie spenden wir jedes Monat 10% unseres gesamten Einkommens an wohltätige Organisationen, dabei beschließen wir zusammen jeden Monat aufs Neue, wofür wir diesmal spenden wollen. Das können kleinere Vereine oder auch große Organisationen jeglicher Art sein. Hauptsache wir tun etwas Gutes.

Anisa AbrahamStudentin im Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Macht spenden glücklicher?

Ja, sagt Rupert Roniger, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins „Licht für die Welt International“, in seinem ersten Gastvortrag, zum Thema Fundraising. Er zitiert hierzu die Studie ’Does Giving Make You Happier? Or Do Happier People Give?’. In dieser beweist Patrick Svedin (Director of Development USU College of Science), dass uns das Spenden zu glücklicheren Menschen macht.
 

Wenn man weiß, dass man mit seiner Spende etwas Gutes tut, eine positive Wirkung auslöst und zum Beispiel einem blinden Menschen in Afrika das Augenlicht zurückgibt, dann vermittelt das ein gutes Gefühl.

Rupert RonigerGeschäftsführer des gemeinnützigen Vereins „Licht für die Welt International“

Möglichkeit, etwas Gutes zu tun

Wer auf den Geschmack gekommen ist, noch vor Weihnachten etwas Gutes zu tun, ist am 20. Dezember am Campus Eisenstadt genau richtig: 

Studierende des ersten Semesters im Bachelorstudiengang Soziale Arbeit laden mit dem „WunschPunsch“ zu einem geselligen Zusammensein für den guten Zweck mit Punsch, Keksen, Tombola und Musik.