02. Oktober 2019
Monika Köstinger
Von: Monika Köstinger

(v.l.n.r.) Alumni Christopher Schagerl (Direktor SCHNEIDER GROUP), Studiengangsleiterin Tonka Semmler-Matošić, Organisatorin und Hochschullehrerin Manuela Kovalev, Alumni Johannes Bauer (Development / Asset Management CEE S+B Gruppe AG).

Wie kann man Studierende neben dem täglichen Studienalltag noch gezielter auf die Arbeitswelt und auf internationale Zukunftsmärkte vorbereiten? - Indem ihnen die Möglichkeit zum Networking mit Expertinnen und Experten und Einblicke zu aktuellen Themen bzw. Entwicklungen am Markt geboten werden.

Genau das ist das Ziel des CEE Business Club des Department Wirtschaft, das im September wieder erfolgreich an der FH Burgenland stattfand. Zehn spannende Speaker aus dem In- und Ausland fanden sich für Keynotes, Talkes und Diskussionen zu den Themen „Herausforderungen und Chancen rund um den eurasischen Wirtschaftsraum“ an der FH Burgenland zusammen, um Studierenden ihr Wissen und Know-how aus erster Hand vermitteln zu können.

Absolventen bleiben der FH verbunden und geben wertvollen Input

Eine Besonderheit des CEE Business Club war diesmal, dass zwei Alumni wieder zurück an die FH Burgenland gefunden haben, um den Studierenden von ihren Berufserfahrungen und dem Potenzial, das der eurasische Wirtschaftsraum für Absolventinnen und Absolventen mit zentral- oder osteuropäischem Fokus bietet, zu erzählen.

Alumni Christopher Schagerl absolvierte vor mehreren Jahren seinen Bachelor und Master im Studiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der FH Burgenland. Nun ist er Director der SCHNEIDER GROUP in Moskau. Gerade seine vertiefenden Sprachkenntnisse in Russisch öffneten ihm nach seinem Abschluss viele Türen, um in Russland eine Karriere aufzubauen.

Christopher SchagerlDirektor SCHNEIDER GROUP

Das Erlernen einer zentral-osteuropäischen Sprache bringt viele Vorteile. Denn die eurasische Wirtschaftsunion eröffnet auch für österreichische Unternehmen steigende Geschäftschancen. Dabei sind Absolventinnen und Absolventen mit einer internationalen Wirtschaftsausbildung und einer zusätzlichen Sprache aus Zentral-Osteuropa immer mehr gefragt.

Beim CEE Business Club hielt er seinen Impulsvortrag über „Russland in der Krise: Survive or Exit für österreichische Wirtschaft?“ und sprach dabei über seine Erfahrungen und zur aktuellen Situation. Der Fokus auf Russland sei sehr wichtig, aber man solle nicht allein nur darauf blicken, denn die Zukunftsmärkte sehe er auch in anderen Ländern wie Usbekistan und Kasachstan.

Dass der Kontakt zur FH Burgenland auch viele Jahre nach seinem Abschluss noch besteht, sei für Christopher Schagerl wesentlich. Der Verein alumni FH Burgenland hat dieses Ziel, eine über den Studienabschluss hinausgehende (Ver-)Bindung zwischen der FH Burgenland, ihren Lehr- Forschungs- und ManagementmitarbeiterInnen sowie den AbsolventInnen und Studierenden zu schaffen.

Alumni sollten sich auf jeden Fall besser vernetzen, denn ein großes Netzwerk ist das A und O. Ich habe sogar in Moskau schon Absolventinnen und Absolventen getroffen.

Alumni Johannes Bauer hat ebenfalls vor einigen Jahren sein Bachelor- und Masterstudium in Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der FH Burgenland abgeschlossen. Seither ist er im Development und Asset Management CEE der S+B Gruppe AG tätig. Auch er fühlt sich nach wie vor mit der FH Burgenland verbunden und war schon bei den Europatagen im Mai dabei.

Johannes Bauer Development / Asset Management CEE S+B Gruppe AG

Ich bin auch immer wieder von den Studierenden begeistert, die bei der S+B Group AG ihr Berufspraktikum absolvieren. Vor allem den Gedankenaustausch zwischen Alumni und Studierenden zu ermöglichen, ist eine gute Idee und macht auch Spaß.

Bei der Eventreihe CEE Business Club hielt Johannes Bauer einen Vortrag zum Thema „Wohnbau in Wien und Wolkenkratzer in Warschau: Herausforderungen und Risiken.“

Er sei der Meinung, dass noch oft das Interesse am eurasischen Wirtschaftsraum fehle. Daher sehe er Events wie den CEE Business Club als notwendig an, um das Interesse an Zentral- und Osteuropa zu wecken.

Die Wirtschaft boomt, jedoch nicht nur in Russland, daher ist es wichtig, dass auch auf Länder wie z. B. Polen, Tschechien und Rumänien Bezug genommen wird.

Einblicke und Wissen aus erster Hand für Studierende

Doch nicht nur die beiden Alumni begeisterten mit ihren Vorträgen, sondern auch die Keynotes von Lars Flottrong, Partner SCHNEIDER GROUP, und Karin Doppelbauer, Attachée für Nachhaltigkeit und Tourismus Österreichische Botschaft, sowie die Podiumsdiskussion und weitere Vortragende boten spannende Einblicke in die vielfältigen Sektoren des eurasischen Wirtschaftsraums.

Die Studentinnen des Masterstudiengangs Internationale Wirtschaftsbeziehungen Stephanie, Tanja und Sladjana waren jedenfalls von den Inhalten sehr begeistert.

 „Die unterschiedlichen Einblicke, die uns heute geboten wurden, haben unser Interesse für den eurasischen Wirtschaftsraum auf jeden Fall noch verstärkt“, erzählt Stephanie.

„Mit dem Vortrag von Karin Doppelbauer bekamen wir auch einen Einblick in ein spannendes Segment zum Thema Nachhaltigkeit im Bereich Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Tourismus, den wir bisher so nicht hatten“, so Sladjana.

Die unterschiedlichen Themen haben auch Tanja begeistert: „Aber vor allem konnten wir zusätzlich die Möglichkeit zum Networking heute voll ausschöpfen und neue Kontakte knüpfen.“


Auf Initiative von Manuela Kovalev, Hochschullehrende der FH Burgenland, wurde die Eventreihe im letzten Jahr ins Leben gerufen und findet seither großen Anklang. Der CEE Business Club bietet Studierenden die großartige Möglichkeit, sich mehr Wissen über aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Entwicklungen im zentral- und osteuropäischen Raum direkt aneignen zu können, mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen in Kontakt zu treten und über diverse Themen, Probleme und mögliche Lösungen zu diskutieren. Daher sind wir jetzt schon auf dieses Event im nächsten Studienjahr gespannt.