Besondere Stories

Besondere Studierende, Lehrende und MitarbeiterInnen dieses Studiengangs und ihre Geschichten finden Sie hier und auf unserem Opens external link in new windowBlog.


Harald Kaplan-Machreich

Absolut tolles Studium

Man kann nicht anders als von FH Burgenland Student Harald Kaplan-Machreichs Lebenslauf beeindruckt zu sein. Nach einer klassischen HTL absolvierte er ein Wirtschaftsstudium an der Opens external link in new windowWU Wien, ging den Schritt ins Marketing und war bei den ganz Großen tätig. Nach Stationen bei Kraft, Rewe und Nestle wechselte er zur UNICEF. Fünf Jahre war er Abteilungsleiter im Fundraising dort. Als die Niederlassung in Wien geschlossen wurde, stellte sich für ihn die Sinnfrage. „Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt, was ich beruflich weiterhin machen möchte. Es war zu dem Zeitpunkt ja erst etwa die Hälfte meines Arbeitslebens vorbei,“ beschreibt er.

Harald Kaplan-Machreich erkannte, dass er gerne weiter mit emotionalen Produkten arbeiten möchte und kam so an die FH Burgenland, wo er im berufsbegleitenden Opens internal link in current windowMasterstudiengang Internationales Weinmarketing studiert. „Es ist ein absolut tolles Studium mit hochkarätigen Lehrenden wie etwa Dr. Walter Kutscher, Andreas Wickhoff MW und Dorli Muhr, um nur ein paar zu nennen.“

In seiner Masterarbeit untersucht er betriebseigene Onlineshops von österreichischen Winzern. „Ein Bereich, der noch nicht wissenschaftlich untersucht wurde, zunehmend aber an Bedeutung für die Weinbetriebe gewinnt.“ Auch er selbst ist online aktiv. So betreibt er seit einigen Jahren den Blog „Opens external link in new windowDer WeinNovize“. Etwa einmal im Monat bloggt er rund um das Thema Studium und Wein. Seine Leserschaft ist international. Beruflich möchte der dem Wein treu bleiben. Angebote sind herzlich willkommen. (Erstveröffentlichung Sommersemester 2018)


USPs überzeugten Weinexperten aus Deutschland

Für FH Burgenland Absolvent Stefan Kolb aus Deutschland waren es die USPs des Opens external link in new windowMasterstudiengangs Internationales Weinmarketing, die ihn überzeugten. „Natürlich war es eine Herausforderung, einmal im Monat von Freitag bis Sonntag aus Rheinland-Pfalz nach Eisenstadt zu kommen, aber auf der anderen Seite machte genau diese Organisationsstruktur das Studium für mich möglich, außerdem ist es nach wie vor das einzige Studium seiner Art im deutschen Sprachraum“, erzählt er. Und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich hab in den zwei Jahren nur einmal gefehlt, nämlich als die Piloten streikten.“  

Für ihn passte das Studium damals genau in die Lebenssituation. Nach mehreren Jahren Lobbyingtätigkeit für die deutschen Winzergenossenschaften hatte er sich entschlossen, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. „Wir haben zwei Familienbetriebe zu Hause, in die ich zu der Zeit eingestiegen bin.“ Die Auszeiten im Studium waren jedes Mal ein Highlight für ihn. „Ich habe für mich absolut eine neue Denkweise mitgenommen – vor allem durch den Austausch mit tollen Dozenten und meinen Studienkollegen. Ohne die betriebsblinde Brille mit anderen Augen auf unsere Unternehmen zu blicken, das war eine absolute Bereicherung.“

Stefan Kolb gelang es, mit dem Opens external link in new windowSchloßgartenhof neue Wege zu beschreiten. Heute verkauft das Familienweingut 350.000 Liter Wein pro Jahr und konnte sich außerdem mit der Marke „Opens external link in new windowdiemachengluehwein.de“  einen Namen im Glühweinsektor machen. Der landwirtschaftliche Produktionsbetrieb Opens external link in new windowKolb GbR stellt außerdem Trauben, Zuckerrüben und Getreide auf einer Fläche von rund 200 ha her.

(Erstveröffentlichung Juni 2018)


Ein Profi in der Weinwirtschaft

Den Genuss zum Beruf gemacht hat FH Burgenland Absolvent Johannes Vasak. „Ich finde es schön, Menschen Genusserlebnisse zu ermöglichen wie etwa bei einem guten Glas Wein“, so der Eventmanager. Beim größten österreichischen Weinhandel Opens external link in new windowWEIN & CO ist er als Head of Opens external link in new windowMondoVino mit seinem Team für 360 Events pro Jahr verantwortlich. „Das geht von kleinen Weinverkostungen bis hin zur Organisation der größten Weinfachmesse Österreichs – MondoVino mit 200 nationalen und internationalen Winzern und bis zu 5.000 Besuchern“, erklärt er.

An der FH Burgenland studierte er den Opens external link in new windowMasterstudiengang Internationales Weinmarketing. Weinmessen zu organisieren und durchzuführen war auch dort Teil des Studiums. „Die Events fanden da natürlich im eher kleinen Rahmen statt, aber dennoch hilft mir das Studium nun. Außerdem lernt man in den zwei Jahren an er FH den Umgang mit Personen aus der Weinbranche – man wird sozusagen zum Netzwerker.“

Besonders geschätzt hat er so wie seine Studienkolleginnen und –kollegen die Exkursionen in spannende internationale Weingegenden, aber auch „das outside-the-box-Denken, den persönlichen Umgang an der Hochschule und, dass Raum für viele Diskussionen war.“

(Erstveröffentlichung Mai 2018)


 

Friaul - Weinbau mit Vergangenheit blickt in Richtung Zukunft

Studierende des Masterstudiengangs Opens internal link in current windowInternationales Weinmarketing haben auf ihrer letzten Exkursion in drei Tagen 10 Weingüter auf beiden Seiten der italienisch- slowenischen Grenze besucht. Studentin Opens external link in new windowJulie-Ann Hansjosten hat über ihre Eindrücke geschrieben. 

Das Friaul hat eine rege Vergangenheit und hat bis heute zu kämpfen mit politischen Entscheidungen. Die Winzer sind sich dessen bewusst und blicken mit Herz und Verstand in Richtung Zukunft.

Doch nicht nur die Vergangenheit ist eine Herausforderung für die Winzer der Region, auch alltäglichen Problemen muss man sich stellen. Winzerin Dušica Šibav aus dem Brda hat sich bereits behauptet: „Ich wurde im Dorf von meinen männlichen Winzerkollegen stets respektiert und akzeptiert“, erklärt sie nach Frage einer weiblichen Studentin, ob es schwer sei sich in einer Männerdomäne wie der Weinwelt in Slowenien zu behaupten. Den Respekt ihrer männlichen Mitbewerber hat sie sich u.a. durch ihre Weine erarbeitet. Denn, was sie ins Glas bringt, ob Rebula, Sauvignonasse oder Merlot, wurde mit Bestnoten bewertet. Der klare Gewinner der dreitägigen Exkursion im Friaul ist daher auch ein Wein des Kellers von Dušica Šibav: Der Rebula 2013 hat mit 1,5 die Höchstnote erhalten. Dicht gefolgt sind ihre durchwegs hoch bewerteten Weine von Winzer Kristian Keber vom Weingut Edi Keber. Sein Weißwein Cuvée Collio Bianco erhielt eine Bewertung von 1,6. Warum er einen Cuvée aus verschiedenen Rebsorten mache erklärt er wie folgt:

„Der Fokus liegt nicht auf der Rebsorte, sondern auf dem Terroir der Region“ (Kristian Keber)

Die Winzerin aus dem Brda und der Winzer aus dem Collio haben die Herzen der Studenten gewonnen. Doch woran liegt das? Parallelen sind eindeutig ihr Gespür für die Natur. Weingarten und Rebe stehen im Vordergrund der beiden Winzer. Ihre Stöcke stehen auf den Hängen der Region. Dadurch repräsentieren sie die traditionelle Ausrichtung in der Gegend, die einst ein geografisch ähnliches „hügeliges“ Stück Land war. Bevor das „Brda“ und „Collio“ politisch in zwei Teile Länder unterteilt wurde. Das dies auch zu einigen rechtlichen Schwierigkeiten für die Winzer geführt hat, merkt man ihnen nicht an. Voller Energie erzählen sie von Tradition und dem Gefühl für Wein. Auch ihre Weine strotzen vor lauter Kraft: Der Rebula von Šibav ist reduktiv, salzig, elegant und zeigt sich in einer Blindverkostung wie ein Burgunder. Der Collio Bianco ist etwas cremiger und überzeugt mit einer subtilen Würze. Beide Winzer sind nicht biologisch-organisch zertifiziert, und sind auch davon überzeugt, dass dies für sie nicht sinnvoll ist. Eine ähnliche Ansicht vertritt auch Sascha, Oberhaupt des Weinguts Radikon. Das Weingut vinifiziert nur maischevergorene Weine, die biologisch-organisch zertifiziert sind, aber am Etikett nicht als solche ausgeschrieben werden. Die Wertigkeit des Bio-Logos sei in Italien nicht vergleichbar mit der in Österreich oder Deutschland. Dass das Weingut eine ganz andere Stilistik in die Flasche bringt als so mancher Kollege, zeigt sich auch bei der Bewertung, denn die Weine werden im Durchschnitt mit der Note 3 bewertet. Favorit ist der Jakot 2011 mit einer Bewertung von 2,6. Die Rebsorte ist genetisch gleich wie der Tokaj, darf aus rechtlichen Gründen allerdings nicht verwendet werden. Die Stilistik ist rauer, mit einer ausgeprägteren Tanninstruktur als beispielsweise ihr autochthoner Partner der Region, der Malvazia, der eher fruchtbetonte Weine hervorbringt.  400 m von Radikon entfernt liegt auf der anderen Straßenseite das Weingut Gravner, der Vorreiter in Sachen maischevergorener Weine, auch Orange Wine genannt. Diese neue Weinfarbe hat nichts mit biologischer oder biodynamischer Bewirtschaftung zu tun – sondern einzig mit dem Ausbau des Weines. Weißwein wird auf den Schalen und meist auch mit den Stämmen vergoren, bzw. lagert teils bis zu mehreren Wochen im Fass zusammen bevor die Trauben gepresst werden. So entsteht häufig die orangene Farbe des Weines, der eine intensivere Tanninstruktur aufweist als typischerweise Weißweine.

Zurück bei Gravner findet sich im, Glas eine Weinfarbe wieder, die man sonst eher bei einem Brandy erwarten würde. Auch der Alkohol ist bei allen Weinen über 14,5% und liegt dabei weit über dem Durchschnitt der Region. Grund dafür ist die Vinifizierung mit Botritys in georgianischen Amphoren. Die Bewertung von 3,1 bei den Orange Wines dieses Weinguts könnte an dem unharmonischen Gesamtbild der Weine liegen. Grund dafür wurde allerdings bei der späten Lese und dem Ausbau mit Botritys vermutet, nicht etwa der Ausbau als Orange Wine. Am besten wurde hier der Vino Rosso Breg 2009 bewertet (2,3).  Auch am sog. „Orangewine-Hügel“ ist das Weingut Fiegl gelegen, dessen Merlot „Leopold“ 2011 auch die beste Bewertung des Portfolios erreichen konnte. Es zeigt sich offenbar, dass die Akzeptanz bei maischevergorenen, bzw. unfiltrierten Rotweinen höher ist als bei den weißen Rebsorten. Die schlechteste Bewertung lag bei dem Orange Wine Projekt von Fiegl, obwohl diese temperaturgesteuert vergoren wurden; der Wein geschwefelt und filtriert wurde. Die beste Gesamtwertung aller natur-& orange Weine erhielt deutlich das Weingut Klinec. Der beste Wein „Quela“ 2011 besticht mit einer Bewertung von 2,4. Die Weine kommen stets trüb ins Glas und erinnern spontan eher an naturtrüben Apfelsaft als an vergorenen Traubensaft.

„Das Friaul hat keine klare Identität – die Rebsortenvielfalt ist enorm und jeder Winzer vinifiziert auf seine eigene individuelle Art und Weise“ (Gravner)

Die enorme Rebsortenvielfalt wird auch bei Betrachtung des Weinguts Mario Schiopetto deutlich: Ribolla Gialla 2017, Pinot Bianco 2015, Malvazia 2015, Sauvignon 2015 und Riva Rossa 2015 wurden verkostet. Stilistisch ein krasser Gegensatz zu den vorher genannten Weingütern. Technisch und gradlinig sind alle seine Weine, ob weiß der rot. Auch hier ist die Bewertung vergleichsweise mittelmäßig. Die Emotion und Detailgenauigkeit der Weingüter Kleber und Šibav findet sich nicht mehr, stattdessen setzt man auf Technik und vinifiziert so ca. 30 ha Gesamtfläche. Spannend ist der Vergleich der Exportstruktur. Schiopetto mit seinen strahligen Weinen legt den Fokus auf den Verkauf im Inland, wohingegen vor allem die Naturwein Winzer einen Großteil Ihrer Produktion exportieren.
Den Abschluss bildete des erste Weingut in Slowenien, welches vor ca. 20 Jahren begonnen hat Schaumweine nach der klassischen Schaumweinmethode, also mit der Flaschengärmethode herzustellen. Spannend war der Zugang zur Qualität der Weine, denn diese sei bei allen Produkten gleich. „Unsere Weine werden für unterschiedliche Situationen vinifiziert“ erklärt die Hausherrin von Bjana. „Einen höheren Restzuckeranteil haben wir für den Brut Terroir, der sich hervorragend als Aperitif eignet. Der Brut Zero ist beispielsweise hervorragend zum Steak“.
Der allgemeine Konsens schien zu sein, dass Weine des Brja und Collio hervorragende Speisenbegleiter sind, auch wenn es ebenso erfrischende Jungweine gibt.

„Slow Wine“ könnte die Devise der besuchten Winzer des Friauls sein, denn selbst die größeren Häuser zeigten uns die enge und tiefe Verbundenheit ihrer Weine zur Tradition der Region; zur Kultur, und natürlich zum Essen.
Von klassisch vinifiziertem Wein über Naturwein bis zum Orange Wein: Das Friaul hat viel zu bieten und bringt jedem Überraschungen in Nase und Gaumen.
Julie-Ann Hansjosten (Erstveröffentlichung im Mai 2018)


Forschen für die Weinwirtschaft

Durch seine private Leidenschaft zu Wein entschloss sich Manuel Luef nach Abschluss des Opens internal link in current windowBachelorstudiums Internationale Wirtschaftsbeziehungen für das Opens internal link in current windowMasterstudium Internationales Weinmarketing. Seine Masterarbeit schrieb er über die Segmentierung der österreichischen Weinkonsumenten in den verschiedenen Einkaufsstätten im Handel - einen Bereich, der bisher noch nicht erforscht wurde.

Meine Ergebnisse können als Grundlage für Strategiebildungen von Entscheidungsträger und Interessensvertreter der österreichischen Weinwirtschaft genutzt werden“, so der Absolvent. (Erstveröffentlichung Sommer 2017)


Gut vernetzter Weinexperte

Christian Zechmeister ist als Geschäftsführer von Opens external link in new windowWein Burgenland und Genuss Burgenland national und international bestens vernetzt. Nach der Opens external link in new windowHBLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg und einem Bachelorstudium im Bereich Wirtschaftsberatung studierte er an der FH Burgenland den Opens internal link in new windowMasterstudiengang Internationales Weinmarketing.

Bereits seit 2004 bietet die Fachhochschule Burgenland am Campus Eisenstadt Hochschulstudien in den Bereichen Weinmanagement, Internationales Weinmarketing und Tourismus auf europäischem Niveau an. Europa spielt dabei nicht nur in der Fachliteratur eine Rolle, sondern auch in der Praxis: Kooperationen mit internationalen Organisationen und Experten der Weinwirtschaft sowie Partnerhochschulen werden realisiert und der Studienplan sieht Exkursionen in Weinbauländer und Weinbaubetriebe vor.

Der Fokus liegt im Studium auf Marketingmanagement und Marktforschung sowie branchenspezifischem Fachwissen in den Bereichen Weinbau, Önologie und Sensorik.

„Besonders gut gefallen haben mir die Exkursionen, zum Beispiel nach Bordeaux und natürlich auch der Kontakt zu Fachleuten“, sagt Zechmeister. Inhaltlich haben ihm vor allem die Vorlesungen im Bereich Marketing, aber auch die Präsentationstechniken für seinen Beruf geholfen.

Mittlerweile unterrichtet er selbst an der FH Burgenland und betreut aktuell vier Meisterstücke – das Abschlussprojekt der Weinmarketing-Studierenden. Kontakt hat er heute noch zu zahlreichen StudienkollegInnen und auch Vortragenden als fixer Bestandteil seines Netzwerkes. (Erstveröffentlichung Dezember 2014)


Alles Erlernte erweitert den eigenen Horizont

Pia Pfneisl wuchs in einer Familie auf, die seit Generationen Weinbau betreibt. Nach der Matura an der HAK Oberpullendorf zieht es sie über einen kurzen Umweg von Wien nach Pinkafeld, um den Studiengang Opens internal link in new windowGesundheitsmanagment und Gesundheitsförderung zu besuchen: „In Pinkafeld habe ich mich von Anfang an wohl gefühlt“, erzählt die naturverbundene Winzerin. „Die Atmosphäre an der FH war sehr persönlich, ich fühlte mich gut aufgehoben und ich habe ein gutes multidisziplinäres Netzwerk aufgebaut.“

Nach dem Studienabschluss und einem Ausflug in die Sozialversicherungsanstalt meint sie, noch nicht in ihrer beruflichen Sparte angekommen zu sein. Neben einem Job bei Opens external link in new windowWein&Co und am elterlichen Weingut besucht sie die Opens external link in new windowWeinakademie in Rust und absolviert berufsbegleitend ihr Masterstudium „Opens internal link in new windowInternationales Weinmarketing“ an der FH Burgenland in Eisenstadt.

2009 steigt Pia Pfneisl in den Deutschkreutzer Familienbetrieb ein. Das Opens external link in new windowWeingut Strehn mit rund 50 ha Anbaufläche ist spezialisiert auf Blaufränkisch. Bruder Patrick ist Kellermeister, Bruder Andy ist studierter Önologe und Pia kümmert sich hauptsächlich um Marketing und Vertrieb. Ganz wichtig ist ihr internationale Kontaktpflege – von diversen Ländern in Europa bis hin nach China, Taiwan oder in die USA reichen die Fans und Abnehmer des Weingutes. Ihr Beruf bietet viel Spielraum für Kreativität und ist sehr abwechslungsreich.  „Alles Erlernte erweitert den eigenen Horizont, und das ist für die persönliche Weiterentwicklung immens wichtig“, davon ist sie überzeugt und hat nicht vor, damit aufzuhören. (Erstveröffentlichung April 2015)


Einmalige Ausbildung in Wirtschaft und Wein

Bei Leo Sommer aus Donnerskirchen war der Werdegang quasi vorgegeben, ist doch die ganze Familie im Weingut eingebunden. Leo absolvierte die Opens external link in new windowHLA für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg und kam danach zum Studieren des Opens internal link in current windowInternationalen Weinmarketings an die FH Burgenland. Sein Praktikum im damaligen Bachelorstudiengang Internationales Weinmanagement (jetzt noch als Vertiefungsmöglichkeit im Studiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen belegbar) absolvierte er in Marlborough, Neuseeland und machte dort einmalige Erfahrungen.

Während des Masterstudiums arbeitete er bereits im Opens external link in new windowheimischen Weingut mit, dessen beeindruckende Weißweinpalette von frischen, fruchtigen bis hin zu gehaltvollen und extraktreichen Weinen mit unverkennbarer Charakteristik reicht.

An seiner Ausbildung an der FH Burgenland schätz er vor allem die Verbindung von Wein und Wirtschaft. Er erinnert sich gerne an die „top-organisierten“ internationalen Exkursionen und schätze den Ansatz, „dass an der FH Burgenland marktrelevantes Arbeiten gelehrt wird.“ Außerdem ermöglichte ihm die Zeit an der FH, sein fachliches Netzwerk zu vergrößern. Aktuell macht Leo Sommer die Ausbildung zum Opens external link in new windowWeinakademiker. (Erstveröffentlichung Mai 2015)


Im Dachmarketing für den österreichischen Wein

Florian Schütky ist seit Dezember 2016 Abteilungsleiter für die Märkte Österreich, Deutschland und Schweiz bei  der Opens external link in new windowÖWM – der Österreich Wein Marketing GmbH. „Im Dachmarketing für den Österreichischen Wein zu arbeiten, war eines meiner Ziele als ich mich für das Studium Internationales Weinmarketing an der FH Burgenland entschieden habe“, erzählt er. Kooperationen mit führenden Weinhändlern einzugehen, zählt zu seinen maßgeblichen Aufgaben. Außerdem ist das 30 Jahr-Jubiläum des Weinwettbewerbs „Salon“ eines seiner großen Projekte 2017. Am Plan für 2018 stehen Gastronomieschulungen. „Es gibt hier einen enorm großen Bedarf“, so der Experte.
Ursprünglich studierte Schütky Germanistik an der Karl-Franzens Universität Graz. Aus Nebenjobs in der Gastronomie wurde bald eine große Leidenschaft. „Ich habe schließlich das Studium abgebrochen und 10 Jahre lang in der Gastronomie gearbeitet. Unter anderem in der ersten österreichischen Barkeeperschule.“ Sein Bildungsdrang lockte ihn an die FH Burgenland, wo er erst den Bachelorstudiengang Internationale Wirtschaftsbeziehungen mit Schwerpunkt Weinmanagement und danach das zweijährige Masterstudium Internationales Weinmarketing studierte. In dieser Zeit arbeitete er als Chef vom Dienst beim Opens external link in new windowMagazin Falstaff – einem Ratgeber für Genuss uns Wein. „Als Chef vom Dienst bist du Schnittstelle zwischen Grafik, Winzern und Chefredaktion. Es war eine sehr spannende Zeit“, beschreibt Schütky.
Viele Erfahrungen aus seiner Studienzeit kann er im Beruf nutzen. „Marketing Strategien, verdichtet auf Weinmarketing – das war absolut der richtige Zugang für mich“, erzählt er. Auch das an der Hochschule geknüpfte Netzwerk sei unverzichtbar. Viele Studienkollegen von damals seien heute wichtige Partner in der täglichen Arbeit.

(Erstveröffentlichung Mai 2017)


Elise-Marie Hütterer leitet das Marketing bei Wein und Co.

Karriere bei "Wein und Co"

Elise-Marie Hütterer leitet den Bereich Marketing bei Österreichs beliebtestem Weinhändler „Opens external link in new windowWein und Co“. Die Liebe zum Wein ist bei ihr familiär bedingt. „Meine Eltern besitzen eine kleine Fläche an Weingärten – da bin ich quasi aufgewachsen.“ Nach dem Opens external link in new windowGymnasium Mattersburg ging Hütterer erst für den Bachelorstudiengang Weinbau, Önologie und Weinwirtschaft an die Universität für Bodenkultur – Opens external link in new windowBOKU Wien. Danach inskribierte sie an der FH Burgenland im Masterstudiengang Internationales Weinmarketing. „Wir waren zu dritt von meinem Jahrgang, die anschließend nach Eisenstadt kamen – und alle drei waren wir hellauf begeistert.

Begeistert vor allem von den tollen internationalen und nationalen Vortragenden, „von denen ich Opens external link in new windowDorli Muhr ganz besonders erwähnen möchte“, den Exkursionen in bekannte Weinregionen Europas und den fachlichen Inhalten. „Auch die persönliche Betreuung habe ich immer als hervorragend empfunden“, sagt sie.

Bei Wein und Co dockte sie unmittelbar nach der Sponsion an, war erst Shopleiterin in St. Pölten und am Stephansplatz in Wien bevor sie als Marketingleiterin in die Zentrale wechselte. Zu ihren Aufgaben zählen strategisches Marketing, die Produktion von Printmedien, außerdem hat sie Personalentscheidungen und Budgets zu verantworten. „Alle Information über WEIN & Co, die unsere Kundinnen und Kunden in Händen halten, entstehen sozusagen auf meinem Tisch“, erklärt sie. Vor allem die kreative Seite ihres Berufs macht ihr dabei Spaß. (Erstveröffentlichung Dezember 2016)



Spannende Vielfalt

Wenn wir an Sekt und Spirituosen denken, denken die meisten von uns wohl eher ans feiern als ans arbeiten. FH Burgenland Absolventin Mariella Kraft jedoch managt beruflich das Schaumwein- und Spirituosen Sortiment des Getränkefachhandels Opens external link in new windowAmmersin in Brunn am Gebirge.

Die Winzertochter aus Rust bekam nach ihrer Matura die Gelegenheit, ein Jahr lang am elterlichen Weingut mitzuarbeiten. „Es war so ein tolles Jahr – danach war klar, dass ich etwas mit Wein weiter machen wollte.“ Sie belegte erst den Bachelorstudiengang Internationales Weinmanagement an der FH Burgenland, danach das Masterstudium Internationales Weinmarketing. Bereits während des Studiums war bei Opens external link in new windowMetro im Einkauf tätig.

Im Studium haben mir vor allem die Marketingvorlesungen viel gebracht – ich konnte wirklich alles anwenden. Vor allem Prof. Ebster, Leiter des Lehrstuhls für Marketing an der Uni Wien, konnte mich immer sehr begeistern wie auch die Studienreisen in bekannte Weinregionen nach Deutschland, Ungarn und Frankreich.

In ihrer jetzigen Position übernimmt die Absolventin viel Verantwortung. Für das aufstrebende Unternehmen führt sie Preisverhandlungen mit Lieferanten. Dabei kommt ihr ihre Erfahrung oft zu Gute. „Das Tollste an meinem Beruf sind die vielen Kontakte, die ich knüpfen kann. Spannend ist auch die Vielfalt – mein Beruf ist sehr kreativ.


Goldkehlchen zwitschert an der FH Burgenland

Adam Ernst studiert Internationales Weinmarketing an der FH Burgenland. Als Geschäftsführer des Premium Cider Unternehmens Goldkehlchen bringt er neben viel Berufserfahrung in unterschiedlichen Bereichen auch die Extraportion Spannung mit an den Campus Eisenstadt.

Am 26.2.2016 präsentierte er im Rahmen seines Meisterstücks – eines Studienprojekts an der FH – die neue Limited Edition 2016. Mehr dazu im Opens external link in new windowBlogpost.


Studierende des Masterstudiengangs Internationales Weinmarketing als Next Generation-Redakteure im Wein-Fachjournalismus

Um neue, vor allem jüngere Leser zu gewinnen, hatte das Fachmagazin Opens external link in new windowwein.pur im Oktober 2014 die Idee, mit einer Sonderausgabe die Next Generation der Winzer zu finden. Hierbei sollten aber nicht nur die Zielgruppe und die vorgestellten Winzer verjüngt werden, sondern auch die Beiträge und das Layout. Die Redaktion unter Leitung von Chefredakteur Alexander Magrutsch fragte daher bei Studiengangsleiter Marcus Wieschhoff an, ob sich Studierende des Opens internal link in new windowMasterstudiengangs Internationales Weinmarketing in einem freiwilligen Projekt beteiligen wollten.

Aus den beiden Jahrgängen nahmen Alexander Hirt, Marietta Klein (beide 4. Semester) & Erica Pugh (2. Semester) die Herausforderung an. Mithilfe kam von Georg Pardeller, Masterstudent der Nutzpflanzenwissenschaften an der Universität für Bodenkultur Wien und bei der graphischen Umsetzung standen Alexander Urban (Layout) und Francisca Petersen (Fotos) von der Graphischen Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt Wien zur Seite.

Die Gestaltung der Ausgabe hatte (fast) keine Vorgaben und das bunt gemischte Team fertigte in fünf Monaten eine komplette Sonderausgabe mit einer Österreich und Deutschland weiten Verkostung an. Verantwortlich waren die Studierenden für die Gestaltung der Verkostungsausschreibung, Vorbereitung und Sortierung der eingeschickten Weine, Durchführung der Verkostung, notieren der Verkostungsnotizen, Auswertung der Verkostungsergebnisse, Interviews mit Winzern, Verfassen der Artikel, Erstellen eines redaktionellen Konzeptes, Erstellung von Fotoaufnahmen der Weinflaschen und anfordern von Fotomaterial bei den Winzern.

Eine Herausforderung war alleine schon die riesige Flut an gesendeten Weinen. Über 220 eingereichte Weine bei einer Verkostungssausschreibung – das war sogar für die wein.pur-Redaktion neu. Die Weine zu sortieren und eine sinnvolle Verkostungsreihung anzusetzen war das erste Hindernis. Für die Winzer gab es keine Vorgaben, somit war eine breite Palette von Grünen Veltlinern aus Niederösterreich, über Blaufränkisch und Cuvées aus dem gesamten Burgenland, zu deutschen Rieslingen bis zum Süßwein aus Franken mit dabei. Die Winzer haben eben ihre eigene Idee von Next Generation. Diese Herauszufinden war eine weitere Aufgabe der Studierenden. Sie stellten sich selber die Frage, was eigentlich Next Generation bedeutet und wie es von den Winzern und der Weinfachwelt interpretiert wird. Nicht nur inhaltlich, auch die Arbeit in einem neuen Team, Terminschwierigkeiten, der Umgang mit der richtigen Kommunikation und auch teilweise spät erteilte Informationen gehörten weiter zu den Anforderungen mit denen es umzugehen galt – und das alles freiwillig neben Studium und Beruf. Die Arbeit ist geschafft und hat sich gelohnt – das fertige Heft unserer Studierenden ist im April 2015 erschienen.

Information:
Das GENUSS.MAGAZIN/wein.pur gehört zu dem in Wien ansässigen Österreichischen Agrarverlag und  
ist eines der erfolgreichsten deutschsprachigen Weinmagazine:

• Abo/Direktversand – 10.000 Exemplare
Zeitschriftenhandel – 20.000 Stück in Ö, 10.000 Stück in DE/CH
• 11.500 FB Friends

70.000 Zugriffe pro Monat (Opens external link in new windowwww.genuss-magazin.eu)
• 50.200 GENUSS.letter EmpfängerInnen, der wöchentliche Newsletter

Weinkönigin an der FH

Das Interesse am Wein war bei der ehemaligen österreichischen und burgenländischen Weinkönigin, Absolventin und mittlerweile Lektorin an der FH Burgenland, Patricia Steiner, schon immer vorhanden; betreiben ihre Eltern doch ein erfolgreiches Weingut in Podersdorf am See. Nach der Matura am Opens external link in new windowPannoneum in Neusiedl am See studierte sie Opens internal link in current windowInternationales Weinmarketing in Eisenstadt.

In ihrem Job  in der Opens external link in new windowRaiffeisen Zentralbank Österreich AG ist sie in beratender Funktion für  die Betreuung der Vereinsagenden zuständig. Außerdem übernimmt sie das Marketing für den elterlichen Betrieb und ist als Lektorin im Department Wirtschaft tätig. Sie leitet Projektgruppen und betreut Bachelorarbeiten. „Seit ca. drei Jahren arbeite ich mit stets motivierten Studierendengruppen zusammen. Spannend sind dabei die abwechslungsreichen Themen rund um Wein und Tourismus.

Patricia Steiner keltert auch ihre eigene Weinserie. Unter dem Namen „Opens external link in new windowLaurentina“ kreiert sie hochwertige Weiß- und Rotweincuvées mit internationaler Stilistik und bodenständiger Finesse.

Mit ihrer Studienzeit verbindet sie viele schöne Erinnerungen: “Wir haben tolle Weinexkursionen in wunderbare Gegenden gemacht, in die man so schnell nicht wieder  hinkommt. Auch die Vielfalt der Lehrinhalte des Studienganges war wichtig für mich, um in vielen Bereichen tätig sein zu können.“


Internationales Praktikum mit Folgen - Winzerpaar Lichtenberger-Gonzalez

Martin Lichtenberger studierte das Bachelorstudium Internationales Weinmanagement und danach den Master Opens internal link in current windowInternationales Weinmarketing an der FH Burgenland. Sein Praktikum absolvierte er in Kalifornien, wo er seine Lebensgefährtin Adriana Gonzalez kennenlernte. Sie kam 2007 mit ihm nach Österreich, seitdem bewirtschaften sie einen kleinen Weinbetreib mit 5 ha und 12.000 Flaschen jährlich. „Hauptsächlich exportieren wir nach Deutschland und Europa“, so Lichtenberger.

Neben eigenem Betrieb und Studium arbeitete er beim Weingut Opens external link in new windowUmathum, seit Herbst 2008 bei Opens external link in new windowGernot Heinrich. Dort ist er mitverantwortlich für den Keller und Präsentationen im In- und Ausland.

Highlight des Studiums war für ihn die Vielseitigkeit. „Aus jeder Vorlesung konnte ich mir etwas mitnehmen. Von Marketing über BWL bis Önologie und Weinbau.“ Die Synergien zwischen Job und Studium empfand er als großartig, das Netzwerk mit den KollegInnen einmalig – „die AbsolventInnen sind in allen wichtigen Positionen und Firmen etabliert, man kennt sich.