Besondere Stories

Besondere AbsolventInnen, Studierende, Lehrende und MitarbeiterInnen dieses Studiengangs und ihre Geschichten finden Sie hier und auf unserem Opens external link in new windowBlog.


Internationale Karriere

Als David Moser 1996 sein FH-Studium Opens internal link in current windowGebäudetechnik und Gebäudemanagement an der FH Burgenland in Pinkafeld begann, war das Konzept „FH“ in den Kinderschuhen. „Allein die Anwesenheitspflicht war etwas Revolutionäres“, erzählt er. „Nach der AHS wollte ich unbedingt etwas Praxisorientiertes studieren und der Bereich Technik interessierte mich sehr.“ Die Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt von Oberösterreich nach Pinkafeld zu verlegen, bereut er keineswegs.

Während seiner Zeit als Technologie- und Innovationsberater am Austrian Research Center Graz studierte er an der FH Campus 02 Informationstechnologie und Marketing. Danach startete er seine Karriere bei Opens external link in new windowMagna Powertrain. Er war verantwortlich für das Marketing für Europa und Asien und leitete das globale Team für strategische Planung und Organisationsentwicklung.  Durch diese Tätigkeit verbrachte er einen großen Anteil seiner Arbeitszeit in den USA und Mexiko bevor er 2015 nach England zog, um einen Magna Entwicklungsstandort in Milton Keynes zu übernehmen. „Es ist sehr interessant mit den neuesten Technologien zu arbeiten. Und sie dabei nicht nur zu entwickeln sondern sie auch in hohem Volumen kommerziell erfolgreich am Markt zu etablieren.

An seiner Zeit an der FH Burgenland schätzt er die solide technische Ausbildung und das „wir-Gefühl“ am Campus. „Außerdem habe ich mich in der Zeit persönlich sehr weiterentwickelt.“ Als Jahrgangssprecher legte er den Grundstein für weitere Führungspositionen. Mit September 2017 wechselte er als Vice President Product Innovation EMEA zum Unternehmen Opens external link in new windowAssa Abloy.

Assa Abloy ist globaler Markführer für Schliesssysteme in Gebäuden, was auch ein Grund ist, warum ich mich jetzt besonsers wieder über Kontakt zu meinem alten Studiengang freue.“ (Erstveröffentlichung September 2017)


Erfolgreich mit Start-up in Kalifornien

Wolfgang Lukaschek studierte Gebäudetechnik an der FH Burgenland in Pinkafeld. Sein Blick reichte schon damals weit über den Tellerrand hinaus. „Ich habe mich schon immer für erneuerbare Energien interessiert“, erzählt der dynamische Start-up Gründer. Schon nach der Diplomarbeit, die er an der Opens external link in new windowUniversity of California, Berkeley schrieb, erwachte der Wunsch, sich in den Vereinigten Staaten beruflich zu etablieren. Die Finanzkrise macht es dem jungen Unternehmer nicht einfach, doch seit 2014 bringt er seine Expertise erfolgreich als ein Gründungspartner im Unternehmen Opens external link in new windowConectric Networks ein.

Wir haben eine End-to-End Lösung aus Hardware und Software entwickelt, mit der wir Hotelgebäude zu virtuellen Kraftwerken umfunktionieren können. Die Netzwerktechnologie beruht auf dem 6LoWPAN Protokoll, das einen sehr geringen Energieverbrauch hat, wodurch wir batteriebetriebene IoT Devices einsetzen können, die uns praktisch unendlichen Freiraum bieten“, erklärt er. Ein Patent macht es den jungen Entwicklern möglich, die Belegung von Hotelzimmern zu bestimmen. Ist der Gast nicht im Raum, wird automatisch Strom- und Klimatisierung gedrosselt. Diese kommt dem Hotelbetreiber entweder als Energieeinsparung oder über den Handel direkt am Energiemarkt als virtuelles Kraftwerk wirtschaftlich zu Gute. Kürzlich erhielt Conectric Networks gemeinsam mit Tesla und Solar City hierfür eine Förderung der California Energy Commission. „Wir garantieren finanzielle Performance für unsere Hotelkunden und bieten unsere Lösung vollkommen gratis an.“

Motivation schöpft Lukaschek aus der Tatsache, „dass wir hier die Möglichkeit haben, etwas zu entwickeln, das die Etablierung von Erneuerbaren Energien aufgrund ihrer Volatilität weiter vorantreibt.“ Mit seiner Familie pendelt er zwischen Österreich und San Diego.

An seine Zeit an der FH Burgenland denkt er gerne zurück und steht nach wie vor in engem Kontakt mit Lehrenden und ehemaligen Studienkollegen. (Erstveröffentlichung Sommer 2017)


Christian Doczekal

„Schwieriges einfach erklären zu können“, das ist einer der Ansprüche, den Christian Doczekal als Lehrender an der FH Burgenland an sich selbst stellt. „Zweitens ist mir die Kollegialität mit den Studierenden sehr wichtig – da ist es dann einfach schön zu sehen, wenn die eigene Arbeit Früchte trägt.“

Er selbst studierte an der FH Burgenland Gebäudetechnik und Gebäudemanagement – ein Studiengang, der weit über die Grenzen des Burgenlandes einen ausgezeichneten Ruf genießt. Hauptberuflich ist Christian Doczekal in der GET- der Güssing Energy Technologies GmbH tätig. Hauptsächlich beschäftigt er sich dort mit den Themen Fernwärme. „Es geht darum, Netze zu optimieren und neuen Technologien einzubinden – da hilft die Ausbildung sehr.“

Seine zweite Passion ist die Arbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr. Mit Ausbildungsvideos, die er selbst konzipiert und dreht, ist er sehr erfolgreich. „Auch hier sind meine didaktischen Vorkenntnisse natürlich von Nutzen“, sagt er.


Keine Zukunft auf der Baustelle allein...

Michael Pertl sah seine Zukunft nach der Lehre zum Gas-, Wasser- und Heizungstechniker nicht auf der Baustelle allein. Er informierte sich über seine Möglichkeiten und stieß bald auf das Angebot der FH Burgenland. Ein einjähriger kostenloser Vorbereitungslehrgang machte ihn fit für das Studium  Gebäudetechnik und Gebäudemanagement am Campus Pinkafeld.

„Daran, die Schulbank zu drücken, musste ich mich erst einmal wieder gewöhnen“, erzählt er von einem „ganz schön harten Jahr“, in dem er sich die Studienberechtigung erwarb. „Der Zusammenhalt unter den StudienkollegInnen war aber immer sehr groß.“

Am Studium interessierten ihn dann hauptsächlich die Themen  Heizungstechnik, Thermodynamik und erneuerbare Energien. Nach dem Studium ging Michael zurück nach Kärnten, wo er sich zwei berufliche Standbeine aufgebaut hat. Einerseits arbeitet er im Beriech Solarthermie für die Firma SEG Kioto GmbH, andererseits hat er sich mit dem technischen Büro IGS selbständig gemacht.

Das Thema erneuerbare Energien ist seit Studienabschluss sein täglicher Begleiter. Sein sehr anwendungsorientiertes Studium Gebäudetechnik und Gebäudemanagement empfiehlt er gerne weiter. „Es war ein wirklich schöner Lebensabschnitt."

Michael Pertl

Hobbies: Musik, Kochen, Bienen

Motto: „Lassen Sie uns alles daransetzen, dass wir der nächsten Generation, den Kindern von heute, eine Welt hinterlassen, die ihnen nicht nur den nötigen Lebensraum bietet, sondern auch die Umwelt, die das Leben erlaubt und lebenswert macht.“

Richard von Weizsäcker 1984-94 deutscher Bundespräsident


Absolvent als erster Mitarbeiter in Väterkarenz

Peter Klanatsky ist Absolvent und Mitarbeiter der FH Burgenland im Department Energie- Umweltmanagement. Er unterrichtet und betreut Projekte und Abschlussarbeiten, außerdem ist er genauso engagiert in der Forschung tätig.
Dort müssen seine KollegInnen derzeit aber auf ihn verzichten. Peter Klanatsky ist der erste Mitarbeiter der FH Burgenland, der das Angebot der Väterkarenz angenommen hat. Drei Monate lang kümmert er sich als Vollzeit-Papa um Söhnchen Jannik (10 Monate). „Ich bin der FH sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit der Väterkarenz wahrnehmen konnte – so kann ich nun den Tagesablauf meines kleinen Sohnes auch unter der Woche miterleben und mitgestalten“, sagt Peter Klanatsky. Auch für den fast siebenjährigen „großen“ Sohn Moritz bringt die Väterkarenz seines Papas Vorteile – denn „der Schulbeginn im Herbst ist eine große Sache für die ganze Familie“.
Nach der HTL Pinkafeld studierte Peter Klanatsky den in Österreich einzigartigen Studiengang Gebäudetechnik und Gebäudemanagement an der FH und lehrt und arbeitet unter anderem in den Bereichen Wärme- und Stofftransport sowie Computational Fluid Dynamics (CFD). „Das Tolle an meinem Job ist einerseits die Arbeit mit den Studierenden und andererseits die ständig neuen Herausforderungen in den Forschungs- und Entwicklungsprojekten.“ Die Organisation der Karenzzeit hat gut geklappt, alle KollegInnen wurden frühzeitig informiert und die Arbeit dahingehend eingeteilt. Die Studierenden bemerken die Abwesenheit des Hochschullehrers in den Sommermonaten kaum. Und langweilig wird Peter Klanatsky so oder so nicht.

39 Jahre
Hobbies: Familie, Schifahren, Radfahren


Alida Njitam studiert und forscht an FH und Forschung Burgenland.

Das Gelernte gleich einsetzen

Bis zum Abitur besuchte Alida Njitam eine Schule in Kamerun und entdeckte schon dort ihre Begeisterung für technische Fächer. „Physik hat mich gleich sehr fasziniert und alles, was mit Energie und Wärme zu tun hat“, erzählt die junge Forscherin. An der FH Burgenland studiert sie im Opens internal link in current windowMasterstudiengang Gebäudetechnik und Gebäudemanagement und ist nebenbei als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Opens internal link in current windowForschung Burgenland, einer Tochter der FH Burgenland, angestellt. „Mich fasziniert am Studium der große Praxisbezug – ich kann das Gelernte gleich einsetzen – das macht mir große Freude.“

An der Forschung Burgenland arbeitet sie am Projekt „Opens external link in new windowHybrid Grids Demo“. „Einfach erklärt wollen wir mit dem Projekt zeigen, dass es möglich ist, verschiedene Energiesysteme wie elektrische Energie und Wärme miteinander sparsam zu kombinieren.“  Profitieren werden von den Projektergebnissen Energieversorger genauso wie die Industrie und jeder, der ein Gebäude besitzt und nutzt, ist Alida überzeugt.

Momentan beschäftige ich mich hauptsächlich mit Berechnungen – wir rechnen uns vorher aus, welche Varianten Sinn machen und welche nicht. Dann können wir unsere Geräte effizienter parametrieren.“ Den Moment, in dem die Berechnung dann in Form einer Programmierung umgesetzt wird, beschreibt sie als den spannendsten in ihrem Job – „das ist richtig Nervenkitzel“.

Alida kann sich gut vorstellen auch in ihrer späteren Karriere der Gebäudetechnik treu zu bleiben. „Man hat hier die Möglichkeit, so viel einzusetzen – die Gebäudetechnik ist ein sehr vielseitiges Gebiet – von Mechanik über Elektronik und Elektrotechnik sind viele spannende Bereiche darin enthalten.



Selbstbewusst und zielstrebig

Wolfgang Gomernik gründete 2016 und leitet seither das Ukraine-Geschäft des Immobilien-Gesamtdienstleister-Profis DELTA. „I help people to achieve extraordinary results“, meint er selbstbewusst. Wobei wir bei einem wichtigen Schlagwort wären. Selbstbewusstsein und Zielstrebigkeit prägten auch die Studienzeit des gebürtigen Kärntners. „Ich suchte nach der besten Gebäudetechnik-Ausbildung in Österreich.“ Die Suche führte ihn an die FH Burgenland, wo er am Campus Pinkafeld Gebäudetechnik und Gebäudemanagement studierte.

Im Berufspraktikum in Berlin begann er, seine Fühler im Bereich Energiecontracting auszustrecken, und sein Weg führte ihn nach Berlin (Praktikum) und Wien (Diplomarbeit). Nach dem Studienabschluss setzte er den nächsten Plan in die Tat um: „Ich wollte immer schon in den Osten.“ Er schrieb mehrere Energieagenturen an. Die Rückmeldung aus Kiew „Wie soll das gehen? Wir haben kein Geld und Sie haben keine Sprach- und Landeskenntnisse.“ Dennoch: Mit drei Koffern, drei Telefonnummern und angespartem Startkapital ging es auf ins Ungewisse. „Die besten 30 Minuten meines Lebens war die Autofahrt von Kiew Flughafen in die Stadt Kiew. Ich hatte keine Ahnung was mich ab sofort erwarten wird“. Er arbeitete in einer Energieagentur, danach bei einem Immobilienprojektentwickler, eignete sich die Sprache an und baute sich ein Netzwerk auf.

Seine berufliche Erfüllung fand er beim Real Estate Developer und Dienstleiter DELTA. Außer als Geschäftsführer und Partner für DELTA Ukraine ist er für das Business Development der DELTA Group Austria und International verantwortlich, und gehört der Geschäftsführung in Wien an. Seine nächsten Herausforderungen? „Ich absolviere gerade ein General Executive MBA Studium an der WU Executive Academy in Wien und Carlson School of Management in Minnesota. Im beruflichen Kontext wird sich in nächster Zeit viel um die Digitalisierung in der Baubranche drehen. Wir werden außerdem alles daran setzen, in der Ukraine und CEE allgemein weiter zu expandieren – es gibt nachhaltiges Potential."


Vom Fleck weg eingestellt

Katharina Kreuter ist eine besondere Frau. Ihre Leidenschaft für Auto Crash Rennen – nein, sie fährt nicht selbst, sondern ist Teil der Rennleitung und Sicherheitstechnik – ist das eine. Das andere ist ihre Faszination für Technik und erneuerbare Energien. „Das technische Interesse habe ich von meinem Vater mitbekommen. Schon als Kind habe ich viele Stunden mit ihm in der Werkstatt verbracht“, erzählt sie.

An der FH Burgenland, Campus Pinkafeld, studierte sie den Bachelorstudiengang Opens internal link in current windowEnergie-Umweltmanagement. Das Berufspraktikum bei der Opens external link in new windowGüssing Energy Technologies war wegweisend – „Ich wurde quasi vom Fleck weg eingestellt. Meine Kollegen haben mir auch bei der Erstellung der Bachelorarbeit sehr geholfen.“ Während des darauffolgenden Masterstudiengangs Opens internal link in current windowGebäudetechnik und Gebäudemanagement arbeitete sie bereits als Projektleiterin in Güssing. „Wir sind ein kleines Unternehmen und in den verschiedensten Bereichen tätig. Es ist sehr abwechslungsreich und familiär.“ Attribute, die der heimatbezogenen Burgenländerin, die gern in der Region arbeitet, wichtig sind.

Was war das Besondere am Studium? „Wichtig waren die technischen Grundlagen – die braucht man immer wieder. Aber auch die Struktur und Organisationsform – genau richtig als ich etwas chaotisch von der Schule kam.“ Und das persönliche Klima am Studienzentrum hat sie sehr beeindruckt. „Das war immer auf Augenhöhe – ich habe viel fürs Leben gelernt.“