Besondere Stories

Besondere AbsolventInnen, Studierende, Lehrende und MitarbeiterInnen dieses Studiengangs und ihre Geschichten finden Sie hier.


Erste Alumni Physiotherapie

Die ersten Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiengangs Physiotherapie haben ihr Studium im Sommer 2017 erfolgreich abgeschlossen.

Mit welchem Gefühl entlässt Studiengangsleiterin Heike Bauer-Horvath den ersten Jahrgang des Bachelorstudiengangs Physiotherapie nun in die Berufswelt?

Ich bin auf unsere ersten Absolventen und Absolventinnen sehr stolz. Sie haben sich bei den Bachelorprüfungen und bei den praktischen Prüfungen mit Patienten und Patientinnen äußerst professionell präsentiert. Daher entlasse ich sie mit einem sehr guten und sicheren Gefühl in die Berufswelt und heiße sie in der „Community der Physios“ herzlich willkommen.

Welchen Wunsch oder persönlichen Rat geben Sie Ihren Studierenden mit auf den Weg?

Ich wünsche mir, dass unsere AbsolventInnen gerne an ihre Studienzeit an der FH Burgenland zurückdenken, dass sie eine Leidenschaft für den Beruf entwickeln und dass sie keinen Tag bereuen, Physiotherapeut bzw. Physiotherapeutin zu sein. Sie werden mit den vielen, spannenden Herausforderungen im physiotherapeutischen Berufsalltag weiter wachsen, und ich rate ihnen, im regen Austausch mit erfahrenen Kollegen und Kolleginnen zu bleiben und sich kontinuierlich weiterzubilden. Und es würde mich sehr freuen, wenn sie mit uns persönlich bzw. über den Alumniverein weiter in Kontakt bleiben.


Einer der ersten Absolventen ist Julian Ulberth

Nach der Matura absolvierte Julian Ulberth seinen Zivildienst in einer Fachwerkstätte und arbeitete dort mit behinderten Kindern. Dass er seine Ausbildung im therapeutischen Bereich machen möchte, war ihm aber schon davor klar. „Ich spiele aktiv Fußball und war verletzungsbedingt schon öfter bei Physiotherapeuten in Behandlung“. In deren Fußstapfen tritt der engagierte Trainer einer U12 Mannschaft und Mittelfeldspieler beim SC Oberpullendorf nun. Er ist einer der ersten Absolventen des Bachelorstudiengangs Physiotherapie der FH Burgenland.

Die letzten drei Jahre beschreibt er als sehr intensive Zeit. „Vor allem die letzten zwölf Monate waren eine große Herausforderung.“ Denn zusätzlich zu Berufspraktika und Prüfungen galt es auch, zwei Bachelorarbeiten zu verfassen.

Gefragt nach dem Highlight seines Studiums, antwortet er: „Irgendwann zwischen dem dritten und vierten Semester hat sich bei mir ein Schalter umgelegt. Mir wurde klar, wie wichtig der einfühlsame Umgang mit den Patienten ist, welchen Unterschied es für sie macht, wenn man auf sie eingeht.“ Zeitgleich entschied er sich auch für seine Fachrichtung, die Orthopädie und Traumatologie.

Jetzt nach Studienabschluss möchte er einige Jahre berufliche Erfahrungen sammeln und sich später gerne in seinem Fachgebiet selbständig machen. Nach einem Rat an zukünftige Studierende gefragt antwortet er: „Man braucht in jedem Fall Durchhaltevermögen und es muss einem klar sein, dass einen nicht alles im Studium interessieren wird. Aber jeder aus meinem Jahrgang hat für sich sein Fachgebiet gefunden, für das er brennt.


Sieben Praktika in drei Jahren

Julian Ulberth erzählt: Wir haben sieben Praktika zu je einem Monat absolviert. Es mussten alle großen klinischen Fachbereiche abgedeckt werden (Neurologie, Orthopäde/Traumatologie, Innere,...)

Zu Beginn eines Praktikums wird man in der Regel mit den Gegebenheiten in dem jeweiligen Haus bekannt gemacht und geht mit seinem Praktikumsanleiter zu den Patienten mit, bzw. ist bei den Therapien dabei. Schrittweise werden dann Patienten übergeben, zum Schluss bekommt man auch schon regelmäßig seine eigenen Patienten zugeteilt.

Mein absolutes Highlight war mit Sicherheit das Sportphysiotherapie Praktikum in der Südstadt bei Freddy Siemes, einem recht bekannten Therapeuten in Österreich. Dort konnte man bei den Behandlungen von sehr erfolgreichen Sportlern (u.a. OlympiateilnehmerInnen) Erfahrung sammeln. (Erstveröffentlchung Sommer 2017)