07.09.2017

Smart City Pinkafeld: Nachhaltige Energieversorgung im Wohnbau

Forschungsprojekt unterstützt die Umsetzung von kostengünstigen Energiemanagementlösungen und neuartigen Gebäude- und Energietechnologien in Pinkafeld

Bewohner werden zu eigenverantwortlichem Handeln betreffend technischer Innovationen durch aktive Sozialraumbeeinflussung motiviert

 

Landesrätin Mag.a Astrid Eisenkopf, LAbg. Prof. Mag. Kurt Maczek und das Projektteam freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit.
Dipl.-Ing. Christoph Urschler erklärt die Funktionsweise einer modernen Regelungstechnik.

Pinkafeld, 7. September 2017 Günstiger, klimaschonender, mit mehr Lebensqualität – das sind die Ziele eines innovativen und einzigartigen Projektes, das zurzeit in der Stadtgemeinde Pinkafeld umgesetzt wird. Einzigartig ist die Verschränkung der Forschungsschwerpunkte Energie, Gesundheit und Soziales im Projekt. Die beteiligten Projektpartner stellen sich der Herausforderung, ein intelligentes und nachhaltiges Energieversorgungs- und Managementsystem bei sechs Wohnobjekten in der Stadtgemeinde Pinkafeld umzusetzen. Dabei sollen die Nutzer eingebunden werden (Empowerment), um bei ihnen Akzeptanz und damit einen effizienteren Umgang mit innovativen Gebäude- und Energietechnologien zu bewirken. Außerdem soll über eine aktive Sozialraumgestaltung die Lebensqualität in den Wohnobjekten gesteigert werden. Die Laufzeit beträgt 36 Monate. Natur- und Umweltschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf zeigt sich von diesem Projekt in Pinkafeld begeistert: „Das Opens external link in new windowLand Burgenland ist schon lange Vorreiter in Energie- und Umweltbelangen. Seit 2013 ist das Burgenland stromautark. Neben Verkehr und Industrie ist der Wohnbau für 21 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Daher begrüße ich das innovative Projekt, mit welchem ein wesentlicher Beitrag für die Umweltbilanz geleistet wird. Außerdem beweist es das große Know how, das wir im Burgenland im Bereich der erneuerbaren Energien haben. Smart City Pinkafeld ist ein Musterbeispiel für sozialen Klimaschutz. Es ist schön zu sehen, dass Forschung angreifbar wird, indem etwas Reales entsteht, das den Menschen von Nutzen ist.“

Leistbarer, ökosozialer Wohnbau

„Ziel des Projektes ist es, durch ein intelligentes Energiemanagementsystem eine Betriebskostenersparnis bei den Wohnobjekten herbeizuführen und damit sozialen Wohnbau leistbarer zu machen,“ erklärt Christoph Urschler, von der Opens external link in new windowTBH Ingenieur GmbH, die sich für die operative Umsetzung des Projekts und als Konsortialführer im Projekt verantwortlich zeichnet.

Unter Einbeziehung von Methodenkompetenzen für aktive Sozialraumgestaltung werden Strategien und Maßnahmen ausgearbeitet, die den Nutzern einerseits technische Zusammenhänge und deren Auswirkungen vermitteln und andererseits Akzeptanz für neuartige Versorgungstechnologien schaffen. Neben der optimierten Verwendung von Energie soll dabei der Nutzerkomfort erhöht und diverse Zusatznutzen gemeinsam mit den Bewohnern erarbeitet werden. Durch partizipative, unterschwellige Aktivitäten wie z. B. Urban Gardening, Kabaretts, Volksfeste, Gemeinschaftshöfe, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsküche, Autopool, Gemeinschaftsgeräte, Gemeinschaftswerkstatt, Nachbarschaftshilfe, Fahrgemeinschaften, Jugendräume, gemeinsame Grünflächen, Bewegungs- und Begegnungszonen etc. erfolgt eine aktive Sozialraumbeeinflussung.

Forschung & Lehre

Nicht nur die Bewohner sind Nutznießer der Ergebnisse aus diesem Projekt, sondern auch die Studierenden der FH Burgenland. „Im laufenden Projekt profitieren wir von den notwendigen Methodenkompetenzen für die relevanten Forschungsschwerpunkte Opens external link in new windowEnergie, Opens external link in new windowGesundheit und Opens external link in new windowSoziales der FH Burgenland. Die Erkenntnisse sowie Schlussfolgerungen und deren

abgeleitete Handlungsempfehlungen aus diesem Projekt fließen aber wiederum in die Lehre an der FH Burgenland ein. Damit können wir den Studierenden immer den aktuellen Stand der Forschung vermitteln und die Qualität der Lehre auf einem hohen Niveau halten“, so Markus Puchegger, Projektverantwortlicher seitens der Opens external link in new windowForschung Burgenland GmbH.

Smart City Pinkafeld als regionaler Vorzeigestandort

„Die Stadtgemeinde Pinkafeld blickt auf eine jahrzehntelange Zusammenarbeit mit ansässigen Schulen, Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen zurück“, erläutert Opens external link in new windowBürgermeister Kurt Maczek die Motivation seiner Gemeinde am Projekt teil zu nehmen. „Für die Stadtgemeinde ergibt sich als wesentlicher Nutzen des Projekts die Möglichkeit, das Zusammenleben in der Stadt in sozialer, ökologischer und ökonomischer Form weiter zu forcieren“, so Maczek weiter. Außerdem wolle man mit dem Projekt Vorreiter sein und für die Region weitere Impulse setzen. Die Unterstützung der Gemeinde erfolgt in Form der Untersuchung ausgewählter Bestandsobjekte sowie der zentralen Infrastruktur für das ehemalige Kasernengelände.

Das Forschungsprojekt „Empower Citizens“ wird vom technischen Büro TBH Ingenieur GmbH gemeinsam mit der Forschung Burgenland GmbH, der Opens external link in new windowStadtgemeinde Pinkafeld, Opens external link in new window4ward Energy Research GmbH, Opens external link in new windowHERZ Energietechnik GmbH und der Opens external link in new windowBZR Controls GmbH durchgeführt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Opens external link in new windowKlima- und Energiefonds gefördert und im Rahmen des Programms „Smart Cities Demo“ durchgeführt.

 

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Rückfragehinweise:

Mag.a Martina Landl

Leitung Marketing & Kommunikation

Fachhochschule Burgenland GmbH

Tel: +43 (0)5 7705 3520, E-Mail: pressespamfilter@fh-burgenlandspamfilter.at