23.12.2015

FH Burgenland bringt Familie und Hochschule zusammen

FH Burgenland erhält Grundzertifikat hochschuleundfamilie des Familienministeriums

Mitarbeiter und Studierende sollen von konkreten Maßnahmen profitieren

 

Eisenstadt, 11. November 2015 – Die ersten Jahre mit dem Nachwuchs sind kein Kinderspiel. Damit der Spagat zwischen Job und Familie leichter wird, hat die FH Burgenland im vergangen Jahr Maßnahmen und Möglichkeiten erarbeitet, um noch familienfreundlicher zu werden. „Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine familiengerechte Arbeitsumgebung bieten. Außerdem sind die Kinder von heute die Studierenden von morgen, auf die achten wir schon jetzt “, so die FH-Geschäftsführer Georg Pehm und Josef Wiesler.

 

„Monatelang hat ein eigenes abteilungsübergreifendes Team zusammen mit der Studierendenvertretung in einem Audit daran gearbeitet, das Grundzertifikat hochschuleundfamilie des Bundesministeriums für Familie und Jugend zu erhalten“, berichten die FH-Geschäftsführer Georg Pehm und Josef Wiesler. Das Ziel: Einen möglichst großen Konsens zwischen den betrieblichen Interessen der FH sowie den familiären Interessen der Mitarbeiter und Studierenden herzustellen. „15 konkrete Maßnahmen und Ziele in vier Handlungsfeldern sowie ein Fahrplan für die nächsten drei Jahre wurden ausgearbeitet.“ Nun geht es um die Umsetzung: Den Anfang macht eine familiengerechte und barrierefreie Infrastruktur an Studienzentren. „Dazu zählen scheinbar banale, aber sehr wirkungsvolle Maßnahmen, wie der Ankauf von Kinderhochstühlen für die Mensa ebenso wie etwa die Einrichtung eines eigenen Eltern-Kind-Raumes und gesundheitsförderliche Maßnahmen“, so die Audit-Beauftragte der FH Burgenland, Petra Kiradi.

 

Aktive Vaterschaft

Dass das Familienmanagement längst nicht mehr ausschließlich von den Müttern verantwortet wird, zeigt FH-Mitarbeiter Peter Klanatsky, Hochschullehrer am Department Energie-Umweltmanagement, mit seiner Familie. Drei Monate hat er dank Väterkarenz mit seinem 10 Monate alten Sohn Jannik verbracht. „Ich bin der FH sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit der Väterkarenz wahrnehmen konnte – so kann ich nun den Tagesablauf meines kleinen Sohnes auch unter der Woche miterleben und mitgestalten“, sagt Peter Klanatsky. Auch für den fast siebenjährigen Sohn Moritz bringt die Väterkarenz seines Papas zu Schulbeginn Vorteile. „Bereits beschlossen wurde auch die Möglichkeit einer Papa-Woche, um die aktive Vaterschaft zu fördern“, so Kiradi. Kennenlernen soll der Nachwuchs die Hochschule samt Kollegen bald bei einem FH-Familienpicknick mit Aktivprogramm. „Damit wollen wir die Bindung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an unsere FH sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken“, so die Geschäftsführer.

 

Studium erfolgreich beenden

Unterstützung gibt es ebenso für Studierende mit Betreuungspflichten: „Wir möchten künftig beispielsweise familiengerechte Praktikumsplätze vermitteln“, so Kiradi. Damit soll es gelingen, dass Eltern trotz ihrer familiären Verpflichtungen ihr Studium rasch absolvieren können. Geschafft hat dies bereits Harald Ehrenberger. Er hat im Juli 2015 den Master Human Ressource Management und Arbeitsrecht MOEL abgeschlossen, während der Studiums 33 Stunden pro Woche gearbeitet und gleichzeitig seine beiden Söhne Jan und Daniel betreut: „Um Familie, Beruf und Studium vereinbaren zu können, muss man einen hohen Grad an Eigenmotivation mitbringen und sich sehr gut organisieren. Das familiäre Umfeld der FH Burgenland und die Möglichkeit berufsbegleitend zu studieren waren die optimalen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Absolvierung.“

 

„Verpflichtungen gegenüber der Familie zu haben, heißt aber nicht immer, dass Kinder betreut werden müssen“, betont Kiradi. „Viele Personen sind stark in die Pflege älterer und kranker Familienmitglieder involviert – dem sollen die Maßnahmen der FH genauso Rechnung tragen.“

 

Erfolge überprüft

Der Erfolg der FH Burgenland in Sachen „familienfreundliche Hochschule“ wird in regelmäßigen Auditierungs-Workshops geprüft. Das hochschuleundfamilie-Grundzertifikat für ihre Leistungen und ihr Engagement wurde der FH Burgenland am 10. November 2015 in Wien durch Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin überreicht.  

 

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